Coldplay und Robbie verhelfen EMI zu mehr Gewinn
Aktualisiert

Coldplay und Robbie verhelfen EMI zu mehr Gewinn

Der Musikkonzern EMI hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2005/06 deutlich gesteigert. Die Briten führten dies am Dienstag in London vor allem auf den Erfolg mit Künstlern wie Robbie Williams, Coldplay und den Gorillaz zurück.

In dem Ende März auslaufenden Geschäftsjahr erhöhte sich der Vorsteuergewinn vor Sonderposten und Abschreibungen um 12,9 Prozent auf 159,3 Millionen britische Pfund (rund 363,5 Mio. Fr.). Auf einen genaueren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr legte sich EMI nicht fest.

Ein Grund für die Gewinnsteigerung war der wieder anziehende Umsatz. Die Erlöse legten um 3,9 Prozent auf 2,079 Mrd. Pfund zu. Die operative Marge verbesserte sich um annähernd einen Prozentpunkt auf 12 Prozent.

Zugleich bekräftigte EMI das Vorhaben, den Konkurrenten Warner Music zu übernehmen. «Wir glauben weiterhin, dass eine Übernahme für beide Seiten sehr attraktiv ist», hiess es in einer Mitteilung. «Wir werden nur eine Transaktion verfolgen, die unseren Aktionären eine Wert- und einen Gewinnsteigerung bringt.»

EMI versucht seit Jahren Warner Music zu kaufen und damit an Marktführer Universal heranzurücken. Zuletzt hatte EMI Anfang dieses Monats ein Angebot über 4,2 Mrd. Dollar gemacht, das aber zurückgewiesen wurde. Warner Music gehörte früher zum Time Warner- Konzern. 2003 wurde der Konzern an ein Konsortium um den Unternehmer Edgar Bronfman verkauft. (sda)

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