Comeback vor dem Ausscheiden
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Comeback vor dem Ausscheiden

Heimsieg» als Rettung für Romney: Der Republikaner Mitt Romney hat die Vorwahl seiner Partei für die US-Präsidentschaftskandidatur in Michigan überraschend deutlich gewonnen.

Romney konnte damit in seinem Heimatstaat den dringend benötigten Sieg einfahren.

«Dieser Abend markiert den Beginn eines Comebacks - eines Comebacks für Amerika», sagte er unter dem Jubel seiner Anhänger am Dienstag. «Washington ist kaputt und wir werden etwas dagegen tun.»

Er werde die Präsidentenwahl im November gewinnen und Amerika aus der Krise führen. Seine schärfsten Rivalen, Senator McCain und Ex-Gouverneur Mike Huckabee, erkannten den Sieg Romneys an.

«Ich respektiere den Entscheid», sagte McCain. Er verwies darauf, dass Romney in Michigan aufgewachsen sei und dieser dort ein «Heimspiel» gehabt habe.

«Weiter offenes Rennen»

Das Rennen um die Kandidaten-Kür im Lager der Republikaner ist nach Ansicht von Kommentatoren «weiterhin offen». Am Wochenende stehen wichtige Abstimmungen in Nevada und South Carolina bevor.

Romney, der bei den bisherigen Abstimmungen in Iowa und New Hampshire enttäuschend abgeschnitten hatte, erhielt nach Auszählung von rund 80 Prozent der Wahlbezirke 39 Prozent der Stimmen.

McCain kam demzufolge auf 30 Prozent, der religiös orientierte Huckabee lediglich auf 16 Prozent. Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani lag abgeschlagen bei drei Prozent.

«Reiner Schönheitswettbewerb»

Die Demokraten hatten den Wahlkampf in Michigan boykottiert, weil der Bundesstaat seinen Wahltermin entgegen Absprachen mit den Parteien vorverlegt hatte. Michigan werde daher bei der abschliessenden Kandidatenkür beim Wahlparteitag der Demokraten im Sommer mit keinem Delegierten vertreten sein, heisst es.

Allerdings hatte die Senatorin Hillary Clinton ihre Kandidatur nicht rechtzeitig zurückgezogen und ihr Name stand auf den Wahlzetteln. Sie erhielt rund 58 Prozent der Stimmen. «Es handelt sich um einen reinen Schönheitswettbewerb ohne praktische Bedeutung», meinten Kommentatoren.

Als entscheidender Termin der Vorwahlen gilt der «Mega-Dienstag» am 5. Februar, wenn in 22 Bundesstaaten gewählt wird. Offiziell werden die Kandidaten erst auf den Parteitagen beider Parteien Ende August/Anfang September gekürt. Die Präsidentenwahl findet am 4. November statt.

(sda)

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