Aktualisiert 08.12.2008 18:11

Common - «Universal Mind Control»Common tauscht Soul gegen Elektroboogie

Der obligate Sticker auf der CD-Hülle preist das neue Common-Album «Universal Mind Control» als «The Future of Hip-Hop» an.

Common, der gerne in der goldenen Rap-Ära fischt, auf altbackene Soul- und Funksamples setzt und sich in der Tradition von KRS-One gerne oldschoolmässig als Rap-Lehrer sieht, soll die Zukunft des Hip-Hop sein?

Und auch die Produzenten- und Featuringwahl ist nicht gerade zukunftsweisend: Die Zeit der Neptunes ist eigentlich vorbei, Cee-Los hat seit dem Überhit «Crazy» nicht mehr viel gerissen und Martina Topley-Birds Stimme kennt man schon von Trickys Debütalbum «Maxinquaye».

Trotzdem entwickelt sich Common auf «Universal Mind Control» endlich weiter. Schon der Opener macht klar: Auf seinem achten Album tauscht der Rapper den Soul gegen den Elektroboogie. Das mag nicht unbedingt futuristisch sein – aber zumindest retrofuturistisch: Dass düstere Elektrobeats bestens zu Rap passen können, haben ja schon Grössen wie The Arabian Prince, Kid Frost oder Afrika Bambaataa bewiesen. Zusammen mit den Neptunes bringt Common diesen Sound in die Neuzeit und wird damit zum ersten Mal seit «Electric Circus» wieder interessant.

nik

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