Commonwealth enttäuscht von Pakistan

Aktualisiert

Commonwealth enttäuscht von Pakistan

Die Commonwealth-Staaten haben sich zum Abschluss ihres Gipfeltreffens in Uganda enttäuscht vom pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf gezeigt.

Die Gipfelteilnehmer forderten Pakistan am Sonntag auf, freie, faire und glaubwürdige Wahlen sicherzustellen. Das Land müsse zu einer demokratischen Regierung und zur Rechtsstaatlichkeit zurückkehren.

Musharraf hatte dem Commonwealth vor zwei Jahren zugesichert, er werde sein Amt als Chef der Streitkräfte niederlegen. Dies ist bis heute nicht geschehen. Ein Komitee der Aussenminister hatte am Donnerstag Pakistan wegen des andauernden Ausnahmezustands bis auf weiteres von der Commonwealth-Mitgliedschaft suspendiert. Erst nach Wiederherstellung demokratischer Verhältnisse solle die Suspendierung wieder aufgehoben werden, hiess es.

Weiteres Thema des Gipfeltreffens war die Klimaerwärmung. Der britische Premierminister Gordon Brown erklärte am Samstag, die Commonwealth-Staaten hätten sich nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können.

Neuer Generalsekretär des Commonwealth wird der Inder Kamalesh Sharma. Darauf verständigten sich die Gipfelteilnehmer am Samstag, wie der bisherige Generalsekretär, der Neuseeländer Don McKinnon, mitteilte. Der derzeitige indische Botschafter in Grossbritannien tritt sein neues Amt am 1. April nächsten Jahres an. Die Berufung Sharmas erfolgte laut McKinnon einstimmig. Er setzte sich damit klar gegen seinen Hauptmitbewerber, den maltesischen Aussenminister Michael Frendo, durch.

Das Gipfeltreffen der Staatenorganisation hatte am Freitag in der ugandischen Hauptstadt begonnen. Dem «Commonwealth of Nations» gehören 53 Staaten an, Grossbritannien und seine ehemaligen Kolonien. Der Generalsekretär führt die Tagesgeschäfte der Organisation. Formales Oberhaupt des Commonwealth ist die britische Königin Elizabeth. (dapd)

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