In eigener Sache: Computer-Crash verzögert 20-Minuten-Druck
Aktualisiert

In eigener SacheComputer-Crash verzögert 20-Minuten-Druck

Aufgrund eines Ausfalls der Zentralrechner bei Tamedia geriet die Produktion der 20-Minuten-Ausgabe vom Mittwoch ins Stocken. Doch die Zeitung wurde – mit Verspätung – gedruckt.

Die Redaktion bei 20 Minuten am Hauptsitz in Zürich.

Die Redaktion bei 20 Minuten am Hauptsitz in Zürich.

Die Zeitungen «Tages-Anzeiger», «Der Bund», «Berner Zeitung» und weitere Produkte der Mediengruppe Tamedia (die auch 20 Minuten herausgibt) erscheinen am Mittwoch erst verzögert und in reduziertem Umfang. Ein Computerproblem hat am Dienstagabend mehrere Tamedia-Redaktionen lahmgelegt.

«20 Minuten» wurde trotz Verzögerungen gedruckt und teilweise verspätet ausgeliefert. In einigen Ausgaben erschienen einzelne Artikel doppelt, wie mehrere Leser berichten. Wir bitten die Leserinnen und Leser um Entschuldigung.

Am Dienstagabend sind mehrere Rechner im Netzwerk von Tamedia ausgefallen. Die Störung konnte erst kurz nach Mitternacht behoben werden.

Für die Produktion einer Zeitung im üblichen Umfang reichte es da teilweise nicht mehr. Die Blätter «Tages-Anzeiger», «Der Bund» und «Berner Zeitung» erscheinen deshalb in reduziertem Umfang. Der «Tages-Anzeiger» zählt beispielsweise nur zwei statt wie üblich vier Bünde.

Teilweise hätten die Zeitungen nicht in alle Regionen zugestellt werden können, hiess es weiter. Gar nicht erscheinen werden der «Zürcher Unterländer» und die «Zürichsee-Zeitung», deren Abonennten erhalten eine Gratisausgabe gutgeschrieben. Das Wirtschaftsblatt «Finanz und Wirtschaft» kommt erst am Donnerstag statt wie üblich am Mittwoch heraus.

Keine Auswirkungen auf Westschweiz

Mit einer «Berner Zeitung» vorlieb nehmen müssen die Abonnenten der Zeitungen «Berner Oberländer» und «Thuner Tagblatt». Keine Auswirkungen hatte das Computerproblem auf die Zeitungen in der Romandie.

Mitverfolgen liessen sich die Computerprobleme über Twitter, wo Redaktoren die Leser auf dem neusten Stand hielten. Die Mitteilungen und Bilder zeugen davon, dass die Redaktionen eine Nachtschicht einlegten.

Beim «Tages-Anzeiger» führte man gleich den Hashtag #TAshutdown ein - in Anlehnung an die als «shutdown» betitelte Stilllegung der US-Verwaltung. Kurz nach Mitternacht hiess es beispielsweise: «Wir planen mit Post-its an einer Notausgabe. Wir sind zuversichtlich.» Und später: «3 Uhr, die Zeitung ist im Druck».

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