Computerspiel als Therapie für depressive Kinder
Aktualisiert

Computerspiel als Therapie für depressive Kinder

Das Spiel «Magic Castle» hilft bei der Behandlung von Depressionen, Ängsten und aggressivem Verhalten bei Kindern.

Die Neuentwicklung der Uni Zürich und der Hochschule für Gestaltung wird am Samstag in Paris erstmals vorgestellt. Eingesetzt wird das Spiel bei der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlung von 8- bis 12-jährigen Kindern.

«Das Kind lernt dabei etwa Gefühle wie Wut, Trauer oder Angst zu unterscheiden», erklärt Veronika Brezinka vom Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Das Spiel sei als elektronische Hausaufgabe konzipiert. Brezinka: «Es ging uns darum, mit coolen Aufgaben die Therapie attraktiver zu machen.» Es sei aber nur eine Ergänzung zu einer Therapie und kein Ersatz, betont die Psychologin.

Das Spiel selbst dreht sich um einen Zauberer, der einen Nachfolger sucht. Um neuer Zauberer zu werden, muss das Kind diverse Räume bearbeiten. Brezinka: «Es sollte das Spiel aber nicht in einem Stück durchackern, sondern jeweils nur die Hausaufgabe ausführen. Pro Raum dauert das nicht mehr als 20 Minuten.»

Christian Degen (sda)

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