Computerwurm tarnt sich als Spendenaufruf
Aktualisiert

Computerwurm tarnt sich als Spendenaufruf

Potenzielle Spender für die Flutkatastrophe im Indischen Ozean könnten statt den Opfern einem Computervirus bei seiner weiteren Verbreitung helfen.

Derzeit kursierten E-Mails, die ihre Empfänger zu Spenden aufriefen, in Wirklichkeit aber einen Computerwurm transportierten, teilte das Internet-Sicherheitsunternehmen Sophos am Montag mit. In der Betreffzeile der E-Mail stehe auf englisch: «Tsunami donation! Please help!» («Tsunami-Spende! Bitte helfen Sie!»).

In der E-Mail werde man dazu aufgefordert, eine angehängte Datei mit dem Namen «tsunami.exe» zu öffnen. Öffne man diese Datei, werde der Virus an andere Internet-Nutzer weiterverschickt. Sophos rät dazu, die E-Mails zu löschen und die angehängten Dateien nicht zu öffnen.

«Unschuldige Nutzer hinters Licht zu führen, dass diese glauben, bei den Tsunami-Hilfen mitzuwirken, zeigt, dass Hacker sich auf ein noch niedrigeres Niveau herabgelassen haben», erklärte Sophos-Technologieberater Graham Cluley.

Wie das Unternehmen mitteilte, seien bei ihm bislang nur in einer kleinen Zahl Berichte über den Wurm eingegangen. Dabei handle es sich allerdings nicht um den ersten Versuch, die Flutkatastrophe auszunutzen.

(sda)

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