Aktualisiert 13.06.2019 16:15

Parallelimport

Coop holt sich Cola-Energydrink im Ausland

Der Detailhändler verkauft als erster Schweizer Anbieter ab Montag den Energydrink von Coca-Cola. Dafür geht Coop den Weg übers Ausland.

von
D. Benz/S. Spaeth
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Coca-Cola hat kürzlich einen eigenen Energydrink lanciert. Zwar gibt es diesen schon in Deutschland, in der Schweiz aber noch nicht.

Coca-Cola hat kürzlich einen eigenen Energydrink lanciert. Zwar gibt es diesen schon in Deutschland, in der Schweiz aber noch nicht.

20 Minuten/SAS
Das will Coop nun ändern: Der Detailhändler verkauft ab Montag als erster Schweizer Anbieter Coca-Cola Energy.

Das will Coop nun ändern: Der Detailhändler verkauft ab Montag als erster Schweizer Anbieter Coca-Cola Energy.

Keystone/Gaetan Bally
Dafür geht Coop den Weg übers Ausland und importiert das Getränk parallel.

Dafür geht Coop den Weg übers Ausland und importiert das Getränk parallel.

Keystone/Martin Ruetschi

Coca-Cola lancierte kürzlich seinen ersten Energydrink. Erhältlich ist der koffeinhaltige Wachmacher aber erst in Deutschland. In der Schweiz ist das Getränk noch nicht offiziell auf dem Markt. Das will Coop jetzt ändern: Der Detailhändler verkauft ab Montag als erster Schweizer Anbieter Coca-Cola Energy.

Auf die offizielle Lancierung durch Coca-Cola Schweiz wollte Coop nicht mehr länger warten. Daher bezieht der Detailhändler nun im Ausland. «Wir mussten die Dosen parallel beziehen, um die Cola Energy schnellstmöglich auf den Schweizer Markt zu bringen», bestätigte Coop-Sprecher Urs Meier 20 Minuten.

1.80 Franken für eine Dose

Coop möchte den Enerydrink in rund 450 Filialen in der ganzen Schweiz verkaufen. «Wir starten in Läden an Hochfrequenzlagen», sagt Meier. Bis alle Läden den Coca-Cola-Energydrink im Sortiment hätten, könne es aber noch ein paar Tage dauern. Bei Coop-to-go wird das Getränk vorerst nicht erhältlich sein.

Coop wird die Energy-Dosen für 1.80 Franken verkaufen – das sind 10 Rappen mehr als ein Red Bull kostet. Ob der Preis dank Parallelimport tiefer ist als der künftige offizielle Preis, kann Meier nicht sagen. Von Coca-Cola habe man bisher keine offizielle Offerte erhalten. «Aber der Preis ist fair», so der Coop-Sprecher. Zum Vergleich: Der deutsche Grossist Rewe verkauft das neue Getränk für 1,19 Euro, umgerechnet rund 1.35 Franken.

Kein Streit mit Coca-Cola

Für Coop ist es wichtig, den Energydrink schon vor der offiziellen Schweizer Einführung anbieten zu können. «Wir haben als Innovationsführerin im Schweizer Detailhandel auch weiterhin den Anspruch, die trendigsten Neuheiten als Erste im Sortiment zu haben», so Meier.

Gibt es für Coop nun Zoff mit Coca-Cola wegen des Parallelimports? «Das Ganze ist nicht aus einem Konflikt mit Coca-Cola heraus entstanden», sagt der Sprecher. Der Getränkekonzern wisse, dass Coop demnächst den Energydrink verkaufen werde. Woher Coop das Getränk im Ausland genau bezieht, verrät Meier nicht. Ein Hinweis gibt allerdings die Dose selbst: Sie ist laut Meier auf Französisch angeschrieben.

«Arbeiten mit Hochdruck an offizieller Lancierung»

Coca-Cola gibt sich angesichts der Importpläne von Coop gelassen. «Grundsätzlich steht es jedem Händler frei, wo er Coca-Cola-Produkte bezieht. Auch die Preise werden vom Handel bestimmt», sagt ein Sprecher auf Anfrage. Einen konkreten Starttermin für das Getränk will man noch nicht verraten. «Momentan arbeiten wir mit Hochdruck an der offiziellen Lancierung von Coca-Cola Energy für die Schweiz.» Man werde in Kürze mehr darüber sagen können.

Der Markt mit Energydrinks ist lukrativ und wächst schnell.

Allein der Marktführer Red Bull erzielte 2018 mit seinen Produkten einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro. Das ist eine Steigerung von 3,8 Prozent. Das österreichische Unternehmen verkaufte im Jahr 6,79 Milliarden Dosen Red Bull.

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