Schreckmoment: Coop-Kundin kauft Bio-Salat samt Frosch
Publiziert

SchreckmomentCoop-Kundin kauft Bio-Salat samt Frosch

Einer jungen Frau verging in der Küche vor Schreck der Appetit: Im Naturaplan-Salat befand sich ein Frosch. Laut dem Coop kommt das äusserst selten vor.

von
Dominic Benz
1 / 14
News-Scout Linda Bonadurer hat sich «extrem erschrocken»: Im Salat aus dem Coop befand sich ein kleiner Frosch. 

News-Scout Linda Bonadurer hat sich «extrem erschrocken»: Im Salat aus dem Coop befand sich ein kleiner Frosch.

News-Scout/Linda Bonadurer
«Zum Glück ist er im Sack geblieben», sagt Bonadurer zu 20 Minuten.

«Zum Glück ist er im Sack geblieben», sagt Bonadurer zu 20 Minuten.

News-Scout/Linda Bonadurer
Bonadurer schenkte dem Tier letztlich die Freiheit. «Ich ging zu einem Bachbett und liess ihn gehen.»

Bonadurer schenkte dem Tier letztlich die Freiheit. «Ich ging zu einem Bachbett und liess ihn gehen.»

News-Scout/Linda Bonadurer

Darum gehts

  • Eine Konsumentin kauft im Coop einen Salat vom Bio-Label Naturaplan.

  • Zuhause entdeckte die Frau einen lebendigen Frosch in der Verpackung.

  • Laut Coop kann die Betroffene den Salat zurückbringen und erhält das Geld zurück.

News-Scout Linda Bonadurer freute sich auf ihren frischen Salat zum Znacht. Doch als sie die Verpackung öffnete und den Salat rausnahm, verging ihr der Appetit. «Im leeren Sack sah ich einen kleinen Frosch, der fast herausgesprungen ist. Ich habe mich extrem erschrocken», berichtet die 22-Jährige.

Der Frosch sei rund 4 bis 5 Zentimeter gross gewesen. «Zum Glück ist er im Sack geblieben», so Bonadurer weiter. Als sie den Frosch im leeren Beutel entdeckte, habe er sich zunächst kaum bewegt. «Er war wohl noch in einer Art Kältestarre, da ich den Salat zuvor aus dem Kühlschrank holte.» Doch dann habe er sich immer mehr bewegt und wollte flüchten.

Ausgesetzt im Bach

Bonadurer schenkte dem Tier letztlich die Freiheit. «Ich ging zu einem Bachbett und liess ihn gehen.» Vom Salat zuhause trennte sie sich ebenfalls. «Der Salat hat mich geekelt und ich warf ihn weg. Ich weiss ja nicht, was der Frosch dort alles schon gemacht hat.» Im Netz fand sie dann heraus, dass es sich beim Tier wohl um einen Laubfrosch gehandelt habe.

Gekauft hatte die Frau den Salat zwei Tage zuvor in der Coop-Filiale im Seedamm-Center in Pfäffikon SZ. Es habe sich beim Produkt um einen Import aus Frankreich gehandelt, so Bonadurer. Sie wolle den Frosch-Vorfall noch der Detailhändlerin melden. «Das soll schliesslich nicht mehr vorkommen. Denn auch für das Tier ist das ein grosser Stress.»

«Das kommt selten vor»

Doch wie ist der Frosch in den Salat gekommen? Coop-Sprecherin Melanie Grüter sagt zu 20 Minuten: «Der Frosch befand sich vermutlich zwischen den Salatblättern.» Für Coop stehe Qualität und Frische an oberster Stelle. «Dank engmaschiger Kontrollen in der Beschaffungskette kommen solche Fälle bei Coop äusserst selten vor», so die Sprecherin.

Konkret heisst das laut Coop: Die Salate werden maschinell gewaschen und beim Abpackprozess einer manuellen Qualitätskontrolle unterzogen. Zudem sei es nicht der Fall, dass Bio-Produkte besonders oft von Fröschen heimgesucht werden.

Kundin kriegt Geld zurück

Ob die Kundin eine Entschuldigung erhält, ist unklar. Grüter teilt aber mit: «Bei Coop gilt die Zufriedenheitsgarantie. Das heisst, wenn eine Kundin oder ein Kunde mit einem Produkt nicht zufrieden ist, kann sie oder er dieses zurückbringen und das Geld wird zurückerstattet.»

Coop-Kundin Bonadurer nimmt das Schockerlebnis mit dem Frosch mit Humor: «Der Vorfall hat wenigstens gezeigt, dass Bio wirklich frisch ist.»

Fundstücke im Salat

Gecko, Heuschrecke, tote Maus

Kunden finden immer wieder mal überraschend Tiere im gekauften Salat. So hat vor ein paar Jahren eine Konsumentin zwischen den Blättern des Gartensalats aus der Migros einen lebendigen Frosch gefunden. Die Migros teilte damals mit: «Wir bedauern diesen Vorfall. Es ist unangenehm, eine solche Entdeckung zu machen.» So etwas passiere jedoch sehr selten. «Unsere Gemüse und Salate werden gewaschen, Unerwünschtes wird entfernt.» Der Frosch müsse sich bei diesem Reinigungsprozess so gut zwischen den Salatblättern versteckt haben, sodass man ihn übersehen habe. Gefunden haben Konsumenten in gekauften Salaten auch schon einen Mauergecko, eine Riesenheuschrecke und eine tote Maus.

Deine Meinung

410 Kommentare