20.05.2017 07:12

Geheimes KonzeptCoop lanciert neue Läden mit dem Namen Karma

Der Detailhändler Coop rüstet an Bahnhöfen weiter auf. In Zug startet Ende Monat ein neues Ladenkonzept mit Frischprodukten. Der Name stammt von der Coop-Vegi-Linie.

von
S. Spaeth
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Ende Mai eröffnet Coop-Chef Joos Sutter ein neues Ladenkonzept. Die Details sind noch geheim.Im Bild: Der CEO bei der Eröffnung des Coop-to-go-Formats am Zürcher Bahnhof Stadelhofen.

Ende Mai eröffnet Coop-Chef Joos Sutter ein neues Ladenkonzept. Die Details sind noch geheim.Im Bild: Der CEO bei der Eröffnung des Coop-to-go-Formats am Zürcher Bahnhof Stadelhofen.

Keystone/Anthony Anex
Das neue Ladenkonzept heisst Karma, wie Recherchen von 20 Minuten zeigen.

Das neue Ladenkonzept heisst Karma, wie Recherchen von 20 Minuten zeigen.

Unter dem Label Karma vertreibt Coop derzeit rund 120 vegetarische Gerichte.

Unter dem Label Karma vertreibt Coop derzeit rund 120 vegetarische Gerichte.

Nicht einmal zwei Jahren nach der Lancierung des Convenience-Formats Coop-to-go bringt der Detailhändler ein neues Ladenkonzept an den Start. Die erste Filiale der neuen Kette eröffnet am 30. Mai im Erdgeschoss des Bahnhofs Zug, wie aus einer am Freitag eingetroffenen Medieneinladung hervorgeht. Coop schreibt von einem neuen Ladenkonzept, das es so in der Schweiz noch nicht gegeben habe.

Den Namen und die Details zum Konzept, das Coop-Chef Joos Sutter und Frische-Leiter Silvio Baselgia eröffnen werden, sind noch geheim. Wie 20 Minuten allerdings in Erfahrung bringen konnte, heisst das neue Ladenformat Karma und richtet sich an Vegetarier und Flexitarier, so wie die gleichnamige, im Jahr 2013 lancierte Produktelinie.

40 Prozent der Bevölkerung sind Flexitarier

Unter dem Label Karma vertreibt Coop derzeit rund 120 vegetarische Gerichte, vom Falafel über Couscous bis zu mexikanischem Guacamole und thailändischem Curry. Coop-Sprecher Urs Meier möchte den Namen und die Details zum neusten Ladenkonzept weder bestätigen noch dementieren. «Wer verrät schon den Namen seines Kindes vor der Geburt», sagt er mit einem Augenzwinkern zu 20 Minuten.

Mit einem Vegetarier-Konzept setzt Coop auf einen Trend: Zwar sind in der Schweiz laut einer aktuellen Ernährungsstudie nur 2 Prozent der Bevölkerung reine Vegetarier, rund 40 Prozent der Bevölkerung sind jedoch sogenannte Flexitarier – Menschen, die ab und zu bewusst auf Fleisch verzichten.

Bis 70'000 Franken Umsatz pro Quadratmeter

Dass Ladenformate in Bahnhöfen sehr erfolgreich sind, zeigt Coop mit seinen derzeit elf to-Go-Filialen. Ein derartiger Convenience-Shop bringt es im Schnitt auf 35'000 Franken Umsatz pro Quadratmeter und Jahr, eine durchschnittliche Supermarktfiliale auf 11'000 Franken, wie Coop-Chef Sutter im Frühjahr zu 20 Minuten sagte. Der am besten laufende Coop-to-Go-Shop ist jener im Bahnhof Zürich mit 70'000 Franken Umsatz pro Quadratmeter im letzten Jahr. Bis ins Jahr 2020 plant Coop 50 to-Go-Filialen.

Im Bahnhof Zug ist eine grosse Laden-Rochade im Gang. So wurde bereits das SBB-Reisebüro geschlossen und durch einen K-Kiosk ersetzt. Dicht gemacht hat auch die Filiale von Aperto. Coop hatte den Detailhändler Anfang 2016 gekauft. Durch die Übernahme würden sich neue Chancen für Coop-to-go Läden ergeben, sagte Coop-Chef Joos Sutter im Frühjahr. Klar ist: Das neue Karma-Ladenformat dürfte sich stark von Coop-to-go unterschieden, denn direkt über dem Karma-Shop im Bahnhof Zug eröffnet Coop demnächst ein rund 180 Quadratmeter grosser to-go-Laden.

Coop-CEO zum Geschäftsjahr

Joos Sutter im Gespräch mit 20 Minuten. (Video: Sandro Spaeth)

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