Aktualisiert 17.07.2018 07:07

Alternative zum Schlachten

Coop-Tochter setzt auf gezüchtetes Fleisch

Der Schweizer Fleischverarbeiter Bell beteiligt sich an einem holländischen Start-up. Dieses stellt «kultiviertes Fleisch» her.

von
kaf
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Der Nahrungsmittelverarbeiter will in das Segment «kultiviertes Fleisch» einsteigen: Wienerliproduktion beim Fleischverarbeiter Bell in Basel.

Der Nahrungsmittelverarbeiter will in das Segment «kultiviertes Fleisch» einsteigen: Wienerliproduktion beim Fleischverarbeiter Bell in Basel.

Keystone/Georgios Kefalas
Bell beteilig sich mit 2 Millionen Euro an der nächsten Finanzierungsrunde des holländischen Start-up-Unternehmens Mosa Meat, das «kultiviertes» Fleisch herstellt.

Bell beteilig sich mit 2 Millionen Euro an der nächsten Finanzierungsrunde des holländischen Start-up-Unternehmens Mosa Meat, das «kultiviertes» Fleisch herstellt.

David Parry / pa Wire/ Mosa Meat
Mit der Technologie von Mosa Meat wird direkt aus tierischen Zellen Rindfleisch quasi gezüchtet.

Mit der Technologie von Mosa Meat wird direkt aus tierischen Zellen Rindfleisch quasi gezüchtet.

David Parry/pa/ Mosa Meat

Der Nahrungsmittelverarbeiter Bell steigt in das Segment «kultiviertes Fleisch» ein. Dabei handelt es sich um Fleisch, das nicht von geschlachteten Tieren stammt, sondern aus Zellen gezüchtet wird. Konkret übernimmt Bell eine Beteiligung am holländischen Start-up-Unternehmen Mosa Meat.

Bell beteiligt sich mit 2 Millionen Euro an der nächsten Finanzierungsrunde. Das Unternehmen mit Sitz im niederländischen Maastricht ist auf die Herstellung von «kultiviertem Rindfleisch» spezialisiert. Mit der Technologie von Mosa Meat wird direkt aus tierischen Zellen Rindfleisch quasi gezüchtet. Das Ziel von Mosa Meat sei es, in der nächsten Forschungsperiode bis 2021 dieses kultivierte Rindfleisch zur Marktreife zu bringen, teilte Bell am Dienstag mit.

Tieferer Gewinn

Ausserdem gab Bell bekannt, dass im ersten Semester ein tieferer operativer Gewinn als im Vorjahreszeitraum erzielt wurde. Das dynamische Marktumfeld in der Schweiz und in Österreich habe den Betriebsgewinn auf Stufe EBIT gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Millionen Franken reduziert. Damals hatte der EBIT gut 65 Millionen Franken erreicht.

Um den Ergebnisrückgang aufzufangen, wurden laut den Angaben sowohl in der Schweiz als auch in Österreich Massnahmen eingeleitet. Die detaillierten Zahlen wird das Unternehmen am 16. August veröffentlichen. (kaf/sda)

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