Corinne Rey-Bellet: Sie war schwanger
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Corinne Rey-Bellet: Sie war schwanger

Die Ex-Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet, die am Sonntagabend von ihrem Ehemann Gerold Stadler erschossen worden ist, war schwanger. Von ihrem Mann fehlt weiterhin jede Spur.

Corinne Rey-Bellet, die mit Stadler einen zweijährigen Sohn hatte, lebte seit zehn Tagen getrennt von ihrem Mann. Sie war seit Kurzem wieder schwanger, wie ihr Cousin, der Gemeindepräsident von Val-d'Illiez, Philippe Es-Borat bestätigte.

Das Walliser 50-Seelen-Dorf Les Crosets steht unter Schock: Warum nur musste Corinne sterben? Die Bluttat ereignete sich am Sonntagabend gegen 21.30 Uhr. Gerold Stadler hatte wenige Stunden zuvor nach einem Wochenende mit dem gemeinsamen Sohn Kevin den Kleinen zurück ins Elternhaus Rey-Bellets gebracht.

Später an dem Abend kommt es wegen der Trennung zum Streit. Doch erst nachdem Corinnes Vater Adrian das Haus verlässt, dreht der CS-Banker durch:

Er eröffnet das Feuer auf

seine 34-jährige Frau und ihren zwei Jahre jüngeren Bruder Alain. Beide sind auf der Stelle tot. Auch auf seine Schwiegermutter Vreni schiesst Stadler, trifft sie fünf Mal. Danach stürmt der Täter mit der Pistole in der Hand aus dem Haus. Mehrere Zeugen sehen ihn. Darunter auch die Verlobte des ermordeten Alain Rey-Bellet. Die beiden wollten am nächsten Freitag heiraten.

Corinnes schwer verletzter Mutter gelingt es noch, über die Notrufnummer 144 die Ambulanz zu alarmieren. Riesiges Glück hatte der kleine Kevin: Er schlief während des Amoklaufs seines Vaters im oberen Stock des Hauses.

Keine Spur vom Ehemann

Vom tatverdächtigen Ehemann fehlt auch am heute jede Spur. Es gebe keine neuen Elemente bei der Fahndung, sagte der Walliser Polizeisprecher Jean-Marie Bornet am Dienstag auf Anfrage. In der Nähe der waadtländischen Ortschaft Ollon fand die Polizei lediglich sein leeres Auto – darin ein leeres Pistolenmagazin. Die Polizei geht davon aus, dass er bewaffnet ist und stuft ihn als gefährlich ein.

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