Deutsche Studie - Corona-Ansteckungsgefahr ist im ÖV nicht grösser als im Auto

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Deutsche StudieCorona-Ansteckungsgefahr ist im ÖV nicht grösser als im Auto

Eine Forschungsgruppe kommt zum Schluss: Wer mit Bus, Bahn oder Tram reist, setzt sich keinem höheren Corona-Infektionsrisiko aus als jemand, der mit dem Auto reist.

von
Reto Heimann
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Reisen mit dem ÖV bringt keine höhere Corona-Infektionsgefahr als Reisen mit dem Auto.

Reisen mit dem ÖV bringt keine höhere Corona-Infektionsgefahr als Reisen mit dem Auto.

20min/Taddeo Cerletti
Zu diesem Schluss kommt eine deutsche Untersuchung.

Zu diesem Schluss kommt eine deutsche Untersuchung.

20min/Marvin Ancian
Die Forschungsgruppe verteilte 681 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf zwei Kontrollgruppen.

Die Forschungsgruppe verteilte 681 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf zwei Kontrollgruppen.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Im Jahr 2020 brach der Personenverkehr im Schweizer ÖV um bis zu 60 Prozent ein.

  • Grund ist unter anderem die Angst vor einem erhöhten Corona-Ansteckungsrisiko im ÖV.

  • Deutsche Forscherinnen und Forscher sagen nun: Diese Angst ist unbegründet.

Vielen Menschen ist es in Zeiten der Corona-Pandemie unwohl, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen. Zu gross ist die Angst, sich in einem dichtgedrängten Zug oder Bus mit dem Coronavirus zu infizieren. Viele verzichten dabei ganz auf die Reise im ÖV, wie die Quartalsdaten zum Eisenbahnverkehr in der Schweiz belegen. Im zweiten Quartal 2020 wurden knapp 60 Prozent weniger Personenfahrten durchgeführt als noch 2019. Und auch im vierten Quartal resultierte noch ein Minus von über 35 Prozent.

Nun aber gibt eine Forschungsgruppe der Berliner Charité Entwarnung. Gemäss einer von ihr durchgeführten Untersuchung ist das Risiko einer Corona-Infektion im ÖV nicht höher als bei der Reise per Auto. Das schreibt der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) in einer Mitteilung. Er hatte die Untersuchung bei der Charité in Auftrag gegeben.

Vier Wochen ausschliesslich Zug oder Auto

«Die Ergebnisse sind eine gute Nachricht für die vielen Fahrgäste, die in den letzten Monaten aufgrund eines Unbehagens auf die Nutzung von Bus und Bahn verzichtet haben», sagt Maike Schaefer, die in Deutschland die Verkehrsministerkonferenz präsidiert.

Für die Studie wurden 681 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer per Zufallsprinzip ausgewählt und dann annähernd gleichmässig auf zwei Kontrollgruppen verteilt. Die Personen in der einen Gruppe fuhren während vier Wochen ausschliesslich mit dem ÖV zur Arbeit, Schule oder Ausbildung, diejenigen in der anderen Gruppe nahmen das Auto oder das Velo. Zu Beginn und Ende der Studie machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beider Kontrollgruppen einen Corona-Test.

Das Ergebnis: Die Forscherinnen und Forscher konnten kein erhöhtes Ansteckungsrisiko feststellen bei denjenigen, die per ÖV reisten. «Die Verkehrsmittelwahl hatte damit keinen Einfluss auf das Infektionsrisiko», heisst es in der Studie. Bedingung dafür ist allerdings, dass man im ÖV die Maske trägt, auf die Abstände achtet und auch die sonstigen Sicherheitsmassnahmen einhält, schreiben die Forscherinnen und Forscher.

Die Untersuchung zeigte zudem, dass es für das Infektionsrisiko keinen Unterschied macht, welches ÖV-Verkehrsmittel man wählt. Ob man per Bus oder Zug reiste, ist unerheblich. Die Studie wurde im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) durchgeführt, wo an gewöhnlichen Werktagen 2,5 Millionen Menschen mit dem ÖV unterwegs sind.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

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