Kreuzfahrtschiff auf Barbados – Corona-Ausbruch an Bord – 939 Passagiere müssen vorzeitig nach Hause
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Kreuzfahrtschiff auf BarbadosCorona-Ausbruch an Bord – 939 Passagiere müssen vorzeitig nach Hause

Omikron stellt die Reisepläne von Hunderten Passagieren um: Statt 14 Tage eine Kreuzfahrt durch die Karibik zu geniessen, müssen sie schon nach drei Tagen ins deutsche Schmuddelwetter zurückfliegen. Der Grund: Die Crew kann den gewohnten Service nicht aufrechterhalten.

von
Karin Leuthold
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Abbruch der Karibik-Kreuzfahrt der «Mein Schiff 2»: Am 16. Januar 2022 kündigte der Kapitän per Bordlautsprecher an, dass die Reise in Bridgetown auf Barbados beendet werden müsse.

Abbruch der Karibik-Kreuzfahrt der «Mein Schiff 2»: Am 16. Januar 2022 kündigte der Kapitän per Bordlautsprecher an, dass die Reise in Bridgetown auf Barbados beendet werden müsse.

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Grund dafür: Wichtige Positionen im Service-Bereich seien von Covid-19 betroffen, sodass der gewohnte Service nicht mehr gewährleistet sei.

Grund dafür: Wichtige Positionen im Service-Bereich seien von Covid-19 betroffen, sodass der gewohnte Service nicht mehr gewährleistet sei.

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Laut einer Passagierin seien an Bord die Corona-Massnahmen nicht eingehalten worden. Ihr Partner steckte sich auf der «Mein Schiff 2» mit dem Coronavirus an. Das Paar schaltete einen Anwalt ein.

Laut einer Passagierin seien an Bord die Corona-Massnahmen nicht eingehalten worden. Ihr Partner steckte sich auf der «Mein Schiff 2» mit dem Coronavirus an. Das Paar schaltete einen Anwalt ein.

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Darum gehts

Kaum drei Tage, nachdem die Reise begonnen hatte, müssen nun alle 939 Passagiere an Bord des Kreuzfahrtschiffes «Mein Schiff 2» in Bridgetown auf Barbados wieder nach Hause fliegen. Offenbar hatten sich in den vergangenen Tagen so viele Besatzungsmitglieder mit dem Coronavirus angesteckt, sodass wichtige Positionen im Service-Bereich nicht mehr gewährleistet waren. Wie die «Bild»-Zeitung berichtet, haben neun von den zwölf Restaurants an Bord schliessen müssen. Zudem seien nicht mehr alle Bars geöffnet.

Der Kapitän kündigte die schlechte Nachricht persönlich an: Per Bordlautsprecher erklärte er den Passagieren am Sonntagabend, dass die Reise, die gerade eben in La Romana in der Dominikanischen Republik begonnen hatte, abgebrochen werden müsse. Schriftlich wurde dann den Reisenden versichert, dass sie den kompletten Reisepreis zurückerstattet und einen zusätzlichen zehn Prozent Rabatt bei Buchung einer neuen Reise bekämen.

Keine Hygiene-Massnahmen an Bord eingehalten

Schwacher Trost für Gäste wie etwa Michelle Fuhrmann und ihren Partner Veli Ostermann, die zusammen mit ihrem neun Monate alten Sohn Liam insgesamt 14 Tage an Bord der «Mein Schiff 2» über St. Lucia, Curacao und St. Marteen reisen wollten. Fuhrmann musste mit ihrem Kind nach Deutschland reisen, ihr Verlobter bleibt noch für einige Tage in einem Quarantäne-Hotel – der 26-Jährige hat sich an Bord des Schiffes angesteckt.

Michelle Fuhrmann ist wenig darüber überrascht: «Die Reise war für uns der reine Horror», sagt sie zur «Bild». Die Familie habe sich auf das Hygiene-Konzept verlassen, «aber davon war nichts zu spüren», so die 26-Jährige. In den Lifts seien mehr als vier Personen gefahren, überall habe man grosse Gruppen ohne Masken angetroffen. Die Abstände seien nicht eingehalten worden, sagt Fuhrmann. «Wir haben uns vom ersten Tag an nicht sicher gefühlt. Die Reiseleitung hat unsere Einwände und Bedenken aber nicht ernst genommen.»

Schiff bleibt elf Tage an Land

Hätten Fuhrmann und Ostermann die Reise abgesagt – wie sie es planten –, hätten sie den Heimflug nach Deutschland selbst zahlen müssen. Inzwischen hat das Paar einen Anwalt eingeschaltet, um von TUI Cruises eine Entschädigung zu erstreiten.

Für die aktuellen Heimreisen hat der Reiseveranstalter bei der Lufthansa und Condor insgesamt vier Langstreckenflugzeuge gechartert, die ab Mittwoch alle Passagiere heimfliegen sollen. Laut dem Portal «Cruisetricks» soll die «Mein Schiff 2» in der Karibik am 28. Januar ab La Romana und am 31. Januar ab Bridgetown wieder auf Reisen gehen.

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