25.03.2020 18:30

Polizei warntCorona-Betrüger zocken Risikopatienten ab

Via Facebook warnt die Stadtpolizei St. Gallen vor Betrügern, die sich älteren Mitmenschen als Hilfe anbieten und dann ihr Bargeld einsacken. Derzeit sind verschiedene Betrugsmaschen im Umlauf.

von
jil
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Der St. Galler Stadtpolizist Thomas Christen warnt aktuell via Facebook-Post vor Corona-Betrügern.

Der St. Galler Stadtpolizist Thomas Christen warnt aktuell via Facebook-Post vor Corona-Betrügern.

Facebook Stadtpolizist Thomas Christen
Diese bieten älteren Menschen an,...

Diese bieten älteren Menschen an,...

Facebook Stadtpolizist Thomas Christen
...für sie den Einkauf zu erledigen.

...für sie den Einkauf zu erledigen.

Keystone/Keystone

«Sogenannte Corona-Betrüger bieten älteren Menschen an, den Einkauf zu erledigen. Die Betrüger verlangen den Einkaufszettel und das Bargeld, lassen sich dann aber nie wieder blicken! Bitte orientiert eure Mitmenschen! Bargeld soll nur vertrauten Personen übergeben werden», warnt der St. Galler Stadtpolizist Thomas Christen am Dienstag auf Facebook.

Die Stadtpolizei St. Gallen sieht den Post als Präventivmassnahme. «Da wir von solchen Fällen gehört haben, wollen wir die Leute auf das Thema sensibilisieren», sagt Sprecher Dionys Widmer. In der Stadt St. Gallen kam es bisher zu keinem solchen Fall.

Telefonbetrüger

Ein andere Masche wendeten die Täter in der Gemeinde Jonschwil SG an. Unbekannte kontaktierten diverse Senioren via Telefon und gaben sich als Mitarbeiter von der Hilfsorganisation Helfende Hand aus. Sie hatten jedoch gelogen. Stefan Frei, Gemeindepräsident von Jonschwil, sagt gegenüber dem «St. Galler Tagblatt»: «Die Freiwilligenorganisation Helfende Hand hat uns versichert, dass sie keine solchen telefonischen Kontakte durchführen. Demzufolge vermuten wir, dass sich die Betrüger als Vertreter der Helfenden Hand ausgeben.» Was genau das Ziel der Betrüger war, ist unklar.

Mit Mundschutz vor Türe aufgetaucht

Der Kantonspolizei Zürich ist eine weitere Betrugsmasche bekannt. Personen mit Mundschutz klingelten in einem Fall an der Türe und gaben an, dass sie beauftragt worden seien, die Wohnung des Opfers zu desinfizieren. Die betroffene Person fiel jedoch nicht auf den Betrug rein und liess niemanden in die Wohnung.

Auch gibt es Corona-Betrüger, die sich über das Telefon als Arzt ausgeben und die Betroffenen dazu überreden, ihre Bankdaten rauszugeben, warnte die Kantonspolizei Zürich kürzlich auf Twitter.

Es geht auch anders

Natürlich gibt es auch zahlreiche ehrliche Helfer. Diese sorgen sich nun um ihre Vertrauenswürdigkeit. «Beide Seiten müssen sich schützen. Leider gibt es vereinzelt Leute, die es nicht gut meinen. Die, die wirklich helfen wollen, müssen sich überlegen, wie sie das vertrauenswürdig kommunizieren wollen», sagt Florian Schneider, Sprecher der Kapo St. Gallen.

Der Kantonspolizei ist denn auch folgender Fall bekannt: Ein

älterer Herr hat einem fremden Mann sein ganzes Portemonnaie für den Einkauf mitgegeben. Der ehrliche Helfer hat ihm dieses samt Einkauf zurückgebracht. «Trotzdem sollte man die Augen und Ohren offen halten und ein gesundes Misstrauen pflegen», so Schneider.

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