Corona-Demo in Olten - 300 Massnahmen-Kritiker und -Kritikerinnen in Olten von Gegendemonstration gestört

Corona-Demo in Olten300 Massnahmen-Kritiker und -Kritikerinnen in Olten von Gegendemonstration gestört

Massnahmen-Kritiker und -Kritikerinnen haben zu einer Demo in Olten aufgerufen. Etwa 250 Personen sind durch die Innenstadt gezogen. Auch eine Gegendemo hat sich formiert.

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20 Minuten
Massnahmengegner und Gegendemonstranten geraten aneinander

(Video: 20 Minuten)

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Samstag, 21.08.2021

Zusammenfassung

Kurz vor 14 Uhr versammelten sich auf dem Ildefonsplatz rund 300 Personen zu einer Demonstration gegen die Massnahmen zur Bekämpfung von Corona. Die Stadtbehörden erteilten den Demonstrierenden vor Ort eine Bewilligung und legten ihnen eine Route vor, auf dieser die Polizei präsent war. Unterwegs kam es zu vereinzelten Vorfällen, da die Gegenseite einzelne Teilnehmende des Umzugs provozierte. Dabei erlitt ein Gegendemonstrant eine Wunde am Hinterkopf, weil ihn ein Mann mit einer Flasche angriff.

Die Polizei sprach eine Wegweisung aus. Bei ihr gingen keine Meldungen über Sachbeschädigung im Zusammenhang mit der Kundgebung ein. Gegen 16.00 Uhr lösten sich die Teilnehmenden der Kundgebung auf und die Einsatzkräfte zogen sich aus dem öffentlichen Raum zurück.

Flasche verursacht blutende Wunde

Beim Aufeinandertreffen wurde ein Gegendemonstrant von einem Massnahmenkritiker tätlich angegangen. Der Mann wurde laut einem Augenzeugen mit einer Glasflasche auf den Hinterkopf geschlagen und erlitt dabei Verletzungen.

20min

Freiheits-Trychler drehen Ehrenrunde

Es wird ruhiger an der Demonstration in Olten. Die Freiheits-Trychler ziehen noch einmal musizierend durch die Altstadt.

20min

Polizei steht in den Gassen

Der Reporter vor Ort schätzt, dass sich dort etwa 250 Personen befinden. Die Polizei zeigt Präsenz und kontrolliert die Durchgänge einzelner Gassen. Die Gegendemonstrierenden sind nicht zu sehen.

«Das kommt einer Entführung gleich»

Jasmina aus Aarau gehört der Massnahmen-Kritiker-Demo an: «Mir liegen vor allem die Kinder am Herzen.» Sie stört sich daran, dass Impfbusse in die Schulen gehen, um dort Kinder zu impfen. «Das müssen die Eltern entscheiden, das kommt für mich einer Entführung gleich.» Sie finde das sehr heikel.

Jasmina fordert, dass alle Massnahmen sofort aufgehoben werden: «Niemand von uns trägt eine Maske und trotzdem ist niemand krank.»

Flasche an den Kopf?

Der 20-Minuten-Reporter vor Ort konnte mit dem Verletzten sprechen. Er gehört der antifaschistischen Kundgebung gegen die Corona-Demo an. Eigenen Angaben zufolge hat ein Corona-Massnahmenkritiker ihn mit einer Flasche angegriffen.

Gegen-demonstrierende stellen sich in den Weg

Die wenigen Gegendemonstrierenden stellen sich in den Weg der Corona-Massnahmenkritiker und -kritikerinnen. Nur weil die Polizisten eingreifen, kann verhindert werden, dass die verfeindeten Demo-Lager direkt aufeinandertreffen. Immer wieder im Bild zu sehen: Eine Person mit Platzwunde am Kopf.

Person mit Platzwunde am Kopf

Ein Kameramann erzählt, dass eine Person mit Platzwunde am Kopf durchgelaufen ist. «Wir wissen nicht, zu welcher Gruppierung der Verletzte gehört», sagt unser Reporter. Diese Information ist unbestätigt. Die Polizei erscheint mit einem grösseren Aufgebot auf dem Platz.

Polizei liefert sich Katz- und Maus-Spiel mit Gegendemonstrierenden

Die Gegendemonstrierenden versuchen, die Kundgebung der Corona-Massnahmenkritikerinnen und -kritiker zu stören. «Sie liefern sich ein Katz- und Maus-Spiel mit der Polizei, bis jetzt mit dem besseren Ende für die Polizei», sagt der 20 Minuten-Reporter. «Es scheint ein gewisses Gewaltpotential vorhanden zu sein.»

Liberté! Liberté!-Rufe

Wenn nicht gerade die Glocken der Freiheits-Trychler zu hören sind, skandieren die Demonstrierenden «Liberté! Liberté!».

Die Gegendemonstrierenden rufen auf der anderen Seite: «Alerta! Alerta! Antifascista!»

Gegendemo in der Strasse

Laut Reportern vor Ort sind neben den Massnahmenkritikerinnen und -kritikern auch Gegendemonstrierende in der Stadt unterwegs. Bis jetzt verläuft der Umzug friedlich.

Die Gegendemonstrantinnen und -demonstranten sind deutlich in der Unterzahl. An der Corona-Massnahmendemo sind etwa 250 Protestierende, an der Gegendemo etwa 35, schätzt der 20 Minuten-Reporter.

Impressionen aus Olten

20min/Noah Knüsel

200 bis 250 Leute ziehen durch Olten

Der Demonstrationszug wächst an. Mittlerweile sind bis zu 250 Protestierende in Olten, schätzt der 20 Minuten-Reporter vor Ort.

Protestierende ziehen durch Olten.

Protestierende ziehen durch Olten.

20min/Noah Knüsel

Auch Freiheits-Trychler vor Ort

Wie an vielen Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen sind auch die Freiheits-Trychler mit ihren Treicheln und Glocken wieder vor Ort und machen ordentlich Lärm.

50 Demonstrierende in Olten

Etwa 50 Protestierende haben sich mittlerweile in Olten eingefunden, um gegen die Corona-Politik des Bundesrates zu demonstrieren.

In Olten wird gegen die Corona-Politik des Bundesrats demonstriert.

In Olten wird gegen die Corona-Politik des Bundesrats demonstriert.

20min/Noah Knüsel

Noch nicht viel los in Olten

Es ist ruhig in Olten. Gemäss 20 Minuten-Reporter vor Ort sind erst 20 Demonstrierende vor Ort. Auch das Sicherheitsaufgebot ist überschaubar. Zwei Polizisten sind da und suchen das Gespräch mit den Demonstrantinnen und Demonstranten. Allerdings hat die Corona-Demo auch noch nicht begonnen: Um 14 Uhr soll es losgehen.

Es ist noch nicht viel los in Olten.

Es ist noch nicht viel los in Olten.

20min/Noah Knüsel

Corona-Demo in Olten

Auf Telegram rufen Massnahmen-Kritiker für Samstag zu einer Demo in Olten SO auf. Stand Samstagmorgen sei für die Veranstaltung noch kein Bewilligungsgesuch eingegangen, wie es bei der Kantonspolizei Solothurn heisst: «Wir haben aber Kenntnis vom Aufruf», sagt Sprecherin Astrid Bucher.

Die Polizei bereite sich gemäss den jüngsten Erfahrungen mit ähnlichen Demos auf die Kundgebung vor, so Bucher: «Wir werden mit einem entsprechenden Dispositiv vor Ort sein.» Man könne derzeit noch nicht einschätzen, wie viele Teilnehmende vor Ort sein werden, sagt die Polizeisprecherin: «Wir beobachten die Lage ständig.»

Auch zu einer Gegendemo wurde bereits aufgerufen: «Nehmt Zeug zum Lärmen mit, tragt Maske und haltet Abstand», schreibt die Gruppierung «Olten hält Abstand» auf Twitter.

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