Aktualisiert 29.06.2020 14:04

Gruppe junger Männer

Corona-Hotspot in Graubünden wegen Partygängern aus Belgrad

Eine Gruppe junger Männer brachte das Coronavirus aus den Partyferien in Belgrad mit. Nun sind 73 Personen in Quarantäne.

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In Chur wurde verganges Wochenende gefeiert.

In Chur wurde verganges Wochenende gefeiert.

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Nun ist ein Corona-Hotspot entdeckt worden. Eine Gruppe junger Männer hatte in Belgrad gefeiert und das Coronavirus zurückgebracht

Nun ist ein Corona-Hotspot entdeckt worden. Eine Gruppe junger Männer hatte in Belgrad gefeiert und das Coronavirus zurückgebracht

KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
Die Kantonsärztin warnt vor den Partys.

Die Kantonsärztin warnt vor den Partys.

KEYSTONE

Darum gehts

  • Der Kanton Graubünden hat einen Corona-Hotspot
  • Serbien-Reisende kehrten mit dem Virus zurück
  • Derzeit befinden sich 73 Personen in Quarantäne

In Graubünden ist ein Corona-Hotspot entdeckt worden. Eine Gruppe junger Männer, die Party in Serbiens Hauptstadt Belgrad machte, kehrte mit dem Virus nach Hause zurück. Der erste aus der Gruppe der sechs jungen Männer erkrankte drei Tage nach der Rückkehr aus dem Ausland. Er hatte sich beim Arzt testen lassen. Daraufhin griff die Contact-Tracing-Gruppe des Kantons ein. Seither sind die sechs Party-Gänger in Isolation.

Alle Personen, die mit den jungen Männern nach deren Rückkehr aus dem Ausland Kontakt hatten, wurden unter Quarantäne gestellt. Derzeit befinden sich im Kanton Graubünden insgesamt 73 Personen in Quarantäne, die meisten von ihnen wegen des Belgrader Falls.

Es liegt am Party-Leben

Die Party-Gänger seien vorletztes Wochenende ins Ausland gegangen, hätten sich dort angesteckt und seien dann zurück in die Schweiz gekommen, sagte die Bündner Kantonsärztin Marina Jamnicki am Montag gegenüber dem Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz RSI. Der Grund für die Ansteckungen sei das Party-Leben an sich.

Es spiele keine Rolle, wo Partys stattfänden. Wenn eine Person krank sei, dann bestehe einfach die Gefahr von Ansteckungen. Jamnicki appelliert an die Selbstverantwortung: Die ganze Nacht Party machen Schulter an Schulter, das gehe einfach nicht. Laut der Kantonsärztin gibt es Handlungsbedarf in Graubünden. Die im Frühjahr wegen der Corona-Pandemie errichteten Führungsstrukturen seien teils reaktiviert worden.

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(SDA)

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