Coronavirus in der Schweiz - Ab Montag gibts das Covid-Zertifikat auch für Astrazeneca- und Janssen-Vakzine

CoronavirusAb Montag gibts das Covid-Zertifikat auch für Astrazeneca- und Janssen-Vakzine

Die Corona-Zahlen in der Schweiz sind auf hohem Niveau stabil. Hier erfahren Sie die neusten Entwicklungen im Ticker.

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Newsdesk
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17. September
17. September

Der Kanton Uri sucht zusätzliches Impf- und Testpersonal.

REUTERS
16. September
16. September

Swissmedic prüft Zulassungserweiterung dritte Dosis der Covid-19-Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna.

20min/Celia Nogler
16. September
16. September

Der Thurgauer Regierungsrat will prüfen lassen, wie repetitives Testen in den Schulen umgesetzt werden könnte. Dies mit dem Ziel, den Präsenzunterricht im Hinblick auf die kalte Jahreszeit aufrechterhalten zu können. (Symbolbild)

Nicole Philipp/Tamedia AG

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Samstag, 18.09.2021

Ab Montag gibts das Covid-Zertifikat auch für Astrazeneca- und Janssen-Vakzine

Wie der Bund mitteilt können ab Montag alle Personen, die mit einem von der European Medicines Agency (EMA) zugelassenen Impfstoff im Ausland geimpft sind und die in der Schweiz Wohnsitz haben oder in die Schweiz einreisen, ein Schweizer Covid-Zertifikat erlangen. Damit wird die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auch für Personen sichergestellt, die im Ausland geimpft wurden oder im Ausland genesen sind, etwa für Touristinnen und Touristen. Derzeit sind nur die Zertifikate der am EU Digital Covid Certificate angeschlossenen Länder mit dem Schweizer System kompatibel.

In einer Übergangsphase bis am 10. Oktober 2021 sind für den Zugang zu zertifikatspflichten Einrichtungen oder Veranstaltungen alle ausländischen Impfnachweise gültig (zum Beispiel Impfausweis der WHO).

Wegen der ausgedehnten Zertifikatspflicht können nun auch Geimpfte mit Astrazeneca- und Janssen-Vakzinen ein Schweizer Covid-Zertifikat erlangen.

Wegen der ausgedehnten Zertifikatspflicht können nun auch Geimpfte mit Astrazeneca- und Janssen-Vakzinen ein Schweizer Covid-Zertifikat erlangen.

AFP

Wie im angrenzenden Ausland soll der Zugang zum Zertifikat nicht auf sämtliche WHO-Impfstoffe ausgedehnt werden. Ausgenommen sind rückkehrende Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer, in der Schweiz berufstätige EU-Drittstaatsangehörige, Mitarbeitende von internationalen Organisationen und akkreditiertes diplomatisches Personal sowie Studentinnen und Studenten.

Freitag, 17.09.2021

Kanton Uri sucht dringend Test- und Impfpersonal

Wie die Regierung in einer Medienmitteilung schreibt, ist der Kanton Uri per sofort auf der Suche nach medizinischem Fachpersonal. Gesucht werden dipl. Fachpersonen HF, Fachpersonen Gesundheit, Medizinische Praxisassistenten oder Praxisassistentinnen respektive Rettungssanitäter oder Rettungssanitäterinnen. Wie es auf Anfrage von 20 Minuten heisst, besteht ein Bedarf von rund 10 bis 12 Personen.

Der Kanton reagiert damit auf die hohe Nachfrage nach Impfungen und Tests und bereitet sich auf die Herbstferien vor.

Um der Bevölkerung einen zusätzlichen einfachen Zugang zur Impfung anzubieten, besteht am Samstag in Bürglen UR eine Impfmöglichkeit ohne Voranmeldung. Von 9 - 17 Uhr impft die mobile Impfequipe des Kantonsspitals Uri im Gemeindesaal («Suppi»). Impfwillige erhalten spontan die Erstimpfung. Es braucht dazu einzig die Identitätskarte und die Krankenkassenkarte.

Senioren fordern Covid-Zertifikat für Spitex-Dienste

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitex gehen nach wie vor ungeimpft zu ihren Patienten. In einer Umfrage des «Tages-Anzeigers» geben Spitex-Organisationen die Impfquote mit 50 bis 70 Prozent an. Im Unterschied zum Personal von Restaurants oder Sporteinrichtungen müssen Pflegende kein Covid-Zertifikat vorweisen. Auch obligatorische Tests gibt es vielerorts nicht.

Nur die Kantone Genf, Wallis, Uri und Graubünden haben eine Testpflicht für Spitex-Mitarbeitende eingeführt. Andere Kantone sprechen lediglich Empfehlungen aus. Sie verweisen darauf, dass die Spitex-Mitarbeitenden gut geschult seien. Die Spitex-Organisationen seien aber selbst für regelmässige Testungen verantwortlich. In Zürich gilt die Testpflicht zwar für Spitäler und Heime, nicht aber für die Spitex.

Seniorenorganisationen reagieren jetzt. «Das Covid-Zertifikat sollte auch für Heime und Spitex gelten», fordert Bea Heim, Co-Präsidentin des Seniorenrates. Bei der grössten Altersorganisation der Schweiz, Pro Senectute, herrsche bei Veranstaltungen Zertifikatspflicht, so Informationschef Peter Burri: «Wir legen sie allen nahe, die mit besonders gefährdeten Menschen arbeiten.»

Donnerstag, 16.09.2021

Swissmedic prüft Zulassung von Booster-Impfungen

Moderna und Pfizer haben beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic letzte Woche Gesuche zur Änderung der bestehenden Dosierungsempfehlungen ihrer Covid-19-Impfstoffe eingereicht. Swissmedic prüft die eingereichten Daten in der rollenden Begutachtung.

Die Covid-19-Impfstoffe von Moderna (Spikevax) und Pfizer/Biontech (Comirnaty) sind aktuell in der Schweiz für Personen ab 12 Jahren zugelassen. Die Impfwilligen erhalten je zwei Dosen der Impfstoffe.

REUTERS

Swissmedic begutachtet die eingereichten klinischen Daten zu den dritten Booster-Impfungen auf Sicherheit und Wirksamkeit und prüft, ob die eingereichten Daten ausreichend sind, um die Indikation entsprechend zu erweitern. Man behandle alle Gesuche in Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie prioritär, ohne Abstriche bei der inhaltlichen Prüfung zu machen, schreibt Swissmedic in einer Mitteilung. Wann es einen Entscheid über die Zulassungsänderungen gebe, hänge von den eingereichten Daten und den Resultaten der klinischen Studien ab.

(mur)

Thurgau prüft Routinetests an Schulen

Die Thurgauer Regierung will im Hinblick auf die kältere Jahreszeit eine Umstellung der Teststrategie an den Schulen prüfen. So sollen Schüler repetitiv und präventiv getestet werden. Um zu prüfen, wie diese Tests in den 87 Schulgemeinden, sieben Berufsfachschulen und vier Mittelschulen nach den Herbstferien konkret umgesetzt werden können und wie hoch der Aufwand dafür ist, hat der Regierungsrat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, heisst es in einer Mitteilung. Ausschlaggebend seien die erhöhten Fallzahlen zu Beginn des laufenden Schuljahres, die zur Folge hatten, dass Schülerinnen und Schülern der Volksschule eine Quarantäne von zehn Tagen angeordnet wurde.

Tests an Genfer Hochschulen

In Genf können Studierende sich ab kommender Woche kostenlos auf eine Covid-Infektion testen lassen. Die örtlichen Hochschulen bieten ab dann in Zusammenarbeit mit dem Universitätsspital und der Genfer Gesundheitsdirektion regelmässige Spucktests an. Das Angebot der Uni Genf, der Genfer Fachhochschule sowie des Instituts für Internationale Angelegenheiten ist einmalig in der Schweiz. Die Ergebnisse aus den Pool-Tests haben jedoch keine Gültigkeit für ein Covid-Zertifikat.

1 Milliarde Härtefallgelder

Der Kanton Zürich hat am Donnerstag informiert, dass die Behörden bislang über 1,1 Milliarden Franken an Härtefallgelder ausbezahlt haben. Insgesamt seien seit Mitte Februar 8924 Gesuche eingegangen und 6795 davon bewilligt worden. Rund ein Viertel wurde also abgelehnt. Das Programm konnte «dank einem grossen Effort» des eigenen Personals effizient abgewickelt werden, schreibt die Finanzdirektion in einer Mitteilung.

Kompromiss für Gratis-Tests

Per 1. Oktober muss, wer sich ohne Symptome auf das Coronavirus testen lassen will, die Tests selber bezahlen. Nationalrätin Ruth Humbel will dem Bundesrat jetzt einen Vorschlag unterbreiten, der vor allem den Jungen zu Gute kommen würde.

Bis 25 sollten junge Menschen sich bis zu fünf Mal jeden Monat gratis testen lassen können. «Ich fände es richtig, dass Jugendliche bis 25 gratis Tests beziehen könnten. Sie haben die grösste Last während der Pandemie getragen. Zudem tragen sie das kleinste Risiko, ernsthaft zu erkranken», sagt die Nationalrätin zu «Nau».

Die Kosten für die fünf Tests sollen, so wie die Selbsttests, von den Krankenkassen getragen werden.

Blocher ist gegen Ausweitung der Zertifikatspflicht

Die Zertifikatspflicht soll in der Schweiz zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht ausgeweitet werden. Dieser Meinung ist alt Bundesrat Christoph Blocher. Der Staat müsse sich zugunsten der Freiheit der Bürgerinnen und Bürger zurückhalten, sagte er in einem Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung».

Es seien der Schweiz Anzeichen einer Diktatur da, sagte Blocher weiter. Damit wiederholte er Aussagen seiner Tochter, SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher.

Mittwoch, 15.09.2021

Bislang 9 Repatriierungen

Der Koordinierte Sanitätsdienst (KSD) hat bislang 23 Intensivpatienten identifiziert, die Anrecht auf eine Rückholung in die Schweiz haben. Neun davon wurden bereits in die Schweiz repatriiert. Sieben eigentlich priorisierte Personen verzichteten auf eine Rückführung, bei den anderen wird derzeit der Transport in die Schweiz geplant. Bei 52% der Fälle handelt es sich um Covid-Patienten.

Der KSD hat die Zahl am Mittwoch im Rahmen einer ersten Zwischenbilanz seiner Tätigkeit seit dem 9. September veröffentlicht.

Zertifikatspflicht in Thurgauer Spitälern

Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat entschieden, dass ab dem 20. September nur noch eines der kantonalen Spitäler betreten darf, wer ein Covid-Zertifikat vorweisen kann. Die Behörden begründen ihren Entscheid mit der angespannten Lage aufgrund der vielen Corona-Infektionen zurzeit. In Pflegeeinrichtungen des Kantons sei es in den vergangenen Wochen vermehrt zu Ansteckungen gekommen. Die Regelung gilt für Personen ab 16 Jahren.

Dienstag, 14.09.2021

Gratis Corona-Tests - auch die Parteien sind dafür

Seit Montag dieser Woche gilt in der Schweiz: Wer ins Restaurant, Kino oder Fitnesscenter möchte, braucht ein Covid-Zertifikat. Für Geimpfte reicht ein Griff zum Handy und ein Klick auf die Covid-App, um das Zertifikat vorzuzeigen. Für Ungeimpfte gilt: Für ein Zertifikat braucht es einen Test. Dies hat der Bundesrat entschieden.

Doch in der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen diesen Entscheid. Die Grünen verlangen schon länger weiterhin Gratis-Tests für alle. Nun ziehen auch noch weitere Parteien mit. Auch die SP werde in der Gesundheitskommission des Nationalrates einen Antrag auf Gratis-Tests stellen, wie SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen (42) am Dienstag auf Twitter angekündigt hat.

Initianten der Gratis-Test-Abschaffung waren unter anderem die beiden SVP-Bundesräte Guy Parmelin und Ueli Maurer. Doch ausgerechnet aus der eigenen Partei weht jetzt ein Gegenwind. So reicht nun die SVP-Bundeshausfraktion einen Vorstoss ein, der ebenfalls die Verlängerung der Gratis-Tests verlangt.

Die Mitte ist auch für eine Verlängerung der Gratis-Test, wie Fraktionspräsident Philipp Bregy gegenüber dem «Blick» sagt. «Das Ziel muss sein, Spitäler zu entlasten und die Akzeptanz des Zertifikats zu erhöhen», so Bregy. «Die Mitte würde es darum begrüssen, wenn der Bundesrat auf seinen Entscheid zurückkommt und kostenfreie Tests wieder ermöglicht.» Die FDP hingegen bleibt dabei. Sie findet, dass die Tests ab dem 1. Oktober selbst bezahlt werden müssen. Das letzte Wort im Test-Knatsch wird aber der Bundesrat haben.

Uni Bern

In einer Mitteilung der Uni Bern heisst es am 14. September: «Die Universität Bern weitet die bestehende Zertifikatspflicht ab dem 20. September auf auf alle Lehrveranstaltungen auf Bachelor- und Masterstufe aus. Damit gilt die Zertifikatspflicht für alle Aktivitäten, die im Rahmen der Universität stattfinden, unabhängig von der Zahl der Teilnehmenden. Die Einhaltung der Zertifikatspflicht wird mittels Stichproben überprüft. Die Webseite wird derzeit überarbeitet.»

Die ausführliche Mitteilung gibt es hier.

Bund in Gesprächen mit Johnson & Johnson

Der Bund will einen dritten Corona-Impfstoff besorgen, das Vektor-Vakzin von Johnson & Johnson. Dieser ist hauptsächlich für Personen gedacht, die sich aus medizinischen Gründen nicht mit einem mRNA-Vakzin impfen lassen können. Wie Christoph Berger an der Medienkonferenz vom 14. September sagte, stehe man mit J&J für den Kauf einer kleinen Menge in Kontakt.

Laut «Blick» soll es sich um eine halbe Million Dosen handeln. Von diesem Impfstoff braucht es nur eine Dosis und er soll schwere Krankheitsverläufe zu fast 85 Prozent verhindern können. Am Dienstagvormittag hatte blick.ch gemeldet, der Bund habe den Kauf bereits getätigt.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson wurde von Swissmedic bereits im Frühling 2021 zugelassen.

Intensivpatienten mit Migrationshintergrund

Gemäss der NZZ hatten Ende August 70 bis 80 Prozent der Intensivpatienten in Zürcher Spitälern einen Migrationshintergrund. Dies hätten die Verantwortlichen der zuständigen Gesundheitsdirektion bestätigt.

Wie die Zeitung schreibt, fliegt die Rega auch nach Bekanntwerden der vielen Infektionen in der Schweiz wohnhaften Personen auf dem Balkan in den vergangenen Wochen, nach wie vor regelmässig Einsätze in die betroffenen Länder. So sei der Ambulanzjet der Gesellschaft beinahe täglich nach Pristina oder Skopje unterwegs. Die neuesten Zahlen zu den infizierten in der Schweiz würden wie folgt aussehen: Die Hälfte aller Hospitalisierten sind Schweizer, 20 Prozent Staatsbürger eines südeuropäischen Landes.

Verschobene Herz-OPs

Die Schweizer Herzchirurgen sorgen sich um die Versorgungssicherheit aufgrund der vielen durch Covid-Patienten belegten Intensivbetten im Land. Dies teilte die Schweizerische Gesellschaft für Herz- und thorakale Gefässchirurgie (SGHC) am Dienstag mit. Jährlich würden in der Schweiz 7000 grosse Herzoperationen stattfinden, wie die Organisation schreibt. Zurzeit könnten jedoch viele notwendige Herzoperationen nicht durchgeführt werden. Die Gesellschaft ruft eindringlich dazu auf, sich impfen zu lassen.

Tamedia

Impfung für Schwangere

Bisher agierten die Behörden bei der Corona-Impfung für Schwangere vorsichtig. Impfen lassen sollte man sich nur in Absprache mit dem Hausarzt oder Gynäkologen. Eine Empfehlung wird nur Frauen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko oder einer Vorerkrankung abgegeben. Wie die Tageszeitung «Der Bund» (Bezahlartikel) basierend auf Gesprächen mit Expertinnen und Experten schreibt, dürften neue wissenschaftliche Erkenntnisse nun aber dazu führen, dass das BAG bereits in den kommenden Tagen eine offizielle Empfehlung für die Impfung bei Schwangeren herausgeben wird.

Grund für den Meinungswandel im Gesundheitswesen ist vor allem die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufes, die für Schwangere von einer Covid-Infektion ausgeht. Diese liegt drei Mal höher als bei Nicht-Schwangeren. Es kann ausserdem zu Totgeburten kommen. Das Berner Inselspital hat in den vergangenen Monaten häufig schwangere Patientinnen auf der Intensivstation betreut. Die Zahlen sollen im zweistelligen Bereich liegen. Studien belegen nun den hohen Schutz durch die Impfung. Die Schutzwirkung sei in etwa gleich hoch wie bei anderen Impfgruppen. Ausserdem würden die Antikörper auch auf die Neugeborenen übertragen.

Montag, 13.09.2021

Massnahmen-Demo in Luzern verhältnismässig klein

Am Montagabend demonstrierten einige Massnahmen-Kritiker und -Kritikerinnen in der Innenstadt von Luzern. Die Demo war verhältnismässig klein. Es befand sich auch eine kleine Gruppierung von Gegendemonstrierenden vor Ort. Die Luzerner Polizei schirmte die beiden Gruppierungen voneinander ab.

Die Massnahmen-Kritiker und -Kritikerinnen liefen durch Luzern und skandierten Parolen wie «Liberté», «s'Mass isch voll» und «Der Bundesrat muss weg».

Nach einem Rundgang durch die Stadt versammelten sich die Demonstrierenden dann wieder am Schwanenplatz in Luzern. Es gab noch einige kurze Reden, bevor sich der Demonstrationszug langsam auflöste.

«Keine falschen Zahlen» in Schulen des Kantons Bern

Dem Kanton Bern wurde am Wochenende vom Sonntagsblick vorgeworfen, er habe zu tiefe Fallzahlen bei den Poolingtests in Schulen kommuniziert, auch 20 Minuten hatte darüber berichtet. Am Montagmittag nahm der Berner Gesundheitsdirektor Pierre-Alain Schnegg an einer Medienkonferenz Stellung.

In dieser weist er die Vorwürfe vollumfänglich zurück: Ein Drittel aller Tests an Schulen in der Schweiz seien im Kanton Bern (66'752) durchgeführt worden. Man habe jederzeit alle Zahlen in der selben Struktur kommuniziert, die Labore für die Poolingtests und für die Nachkontrolle seien vom BAG empfohlen worden. Und als dieses der GD Bern meldete, das Labor für die Auswertung der Poolingtests weise wohl zu tiefe Zahlen aus, habe man das Labor umgehend gewechselt.

Es sei in der Verantwortung des Bundes, die Labore zu kontrollieren, so Schnegg. Und die Zahlen zeigten, dass bei jedem Labor die falsch positiven Tests etwas bei 30 Prozent lägen.

So sieht der Regierungsrat keinen Anlass, Zahlen anzupassen oder die Teststrategie bis zu den Sommerferien zu hinterfragen. Schnegg erachtet die ursprüngliche Berichterstattung als tendenziös.

Sonntag, 12.09.2021

Keine Unterversorgung

Die Helsana-Versicherung hat während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine Unterversorgung im Gesundheitssystems festgestellt. Viele Operationen, die in der Frühphase der Pandemie verschoben werden mussten, seien nach dem Lockdown nachgeholt worden, fassen die Tamedia-Zeitungen (Bezahlartikel) den Bericht, der auf Daten von 1,4 Millionen Versicherten basiert, zusammen. Veränderungen gab es aber dennoch: So wurden ganze 40 Prozent weniger Hospitalisierungen im Zusammenhang mit Herzinfarkten verzeichnet.

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