Corona in der Schweiz: Tausende Nutzer-Daten von meineimpfungen.ch werden vernichtet

Corona in der SchweizTausende Nutzer-Daten von meineimpfungen.ch werden vernichtet

20 Minuten berichtet rund um das Thema Coronavirus in der Schweiz. Hier findest du alle News im Ticker.

von
Newsdesk
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20. Mai
20. Mai

Der Bund hat einen Vertrag für die Beschaffung von Paxlovid zur Behandlung von Covid-19 bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf abgeschlossen.

REUTERS
6. Mai
6. Mai

Am Freitag informierte die Konferenz der Kantonsregierungen zur Zusammenarbeit mit dem Bund.

20min/Marvin Ancian
2. Mai
2. Mai

Ab dem 2. Mai 2022 stehen keine Staaten oder Regionen mehr auf der Corona-Risikoliste des EJPD.

TAMEDIA AG

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Dienstag, 24.05.2022

Daten auf meineimpfungen.ch werden vernichtet

Wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung vom 24. Mai schreibt, nimmt man zur Kenntnis, «dass die Nutzerinnen und Nutzer des elektronischen Impfausweises der Plattform meineimpfungen.ch ihre Daten wahrscheinlich nicht zurückerlangen werden. Gemäss den jüngsten Empfehlungen des Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) sollen alle Impfdaten vernichtet werden.»

Damit werde es nicht mehr möglich sein, eine Lösung zu finden, die sowohl die gesetzlichen Anforderungen als auch die Datenschutzstandards erfülle. «Das BAG bedauert, dass Tausende von Nutzerinnen und Nutzer ihre Impfdaten verlieren werden.» Für die Zukunft werde derzeit ein Impfausweis für die Verwendung im elektronischen Patientendossier (EPD) entwickelt. Er werde voraussichtlich ab Ende Jahr verfügbar sein.

Sara Stalder, Geschäftsleiterin des Konsumentenschutzes, schreibt dazu: «Ein Desaster sondergleichen: Das Scheitern aller Beteiligten hat nur Konsequenzen für die Konsumentinnen und Konsumenten, die schlussendlich all ihre Impfdaten verlieren. Alle, die gewurstelt haben und sich unkooperativ verhielten, werden vermutlich ungeschoren davonkommen. Das ist der wirkliche Skandal.» (dmo)

Auffrischimpfung selber bezahlen

Der Bund will die Kosten für weitere Corona-Auffrischimpfungen nicht mehr übernehmen. Wie das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag via Twitter mitteilte, wolle es eine Konsultation zum entsprechenden Vorschlag am 1. Juni starten.

Konkret fordert das BAG, dass Personen, die für eine anstehende Reise im Sommer eine weitere Covid-19-Auffrischimpfung wünschen, diese zwar erhalten können, aber selber bezahlen sollen.

Freitag, 20.05.2022

Bund beschafft Paxlovid zur Behandlung von Covid-19

Der Bund hat mit dem Unternehmen Pfizer AG einen Vertrag für die Beschaffung von Paxlovid zur Behandlung von Covid-19 bei Patientinnen und Patienten mit erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf abgeschlossen, wie das BAG mitteilt.

Der Vertrag laute auf 12'000 Packungen. Die ersten Behandlungen werden bereits im Mai 2022 für gewisse Risikopatientinnen und -patienten in bestimmten, zur Abgabe berechtigten kantonalen Zentren möglich sein.

Der Bund hat einen Vertrag für die Beschaffung von Paxlovid abgeschlossen.

Der Bund hat einen Vertrag für die Beschaffung von Paxlovid abgeschlossen.

via REUTERS

Paxlovid ist derzeit nicht zugelassen, kann aber, gestützt auf die Covid-19-Verordnung 3, bereits während des laufenden Zulassungsverfahrens zur Behandlung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten angewendet werden. Das Zulassungsgesuch ist bei Swissmedic in Begutachtung. (bre)

Sonntag, 08.05.2022

Andere Viren verdrängen Covid-19

Der subjektive Eindruck, dass in den vergangenen Wochen vermehrt Menschen erkältet waren und Grippesymptome zeigten, stimmt. Das belegen Daten, die der Bund über das nationale Meldesystem Sentinella erhebt, wie die «SonntagsZeitung» berichtet. Die Aufzeichnungen aus über 180 Arztpraxen in der Schweiz zeigen: Inzwischen haben klassische Grippe-Viren, die Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Husten auslösen, Sars-Cov-2 Viren, abgelöst. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Influenza-, Rhino- und andere Viren. Auch RSV-Viren, die im letzten Jahr bei Kindern für Hospitalisierungen sorgten, sind inzwischen fast ganz verschwunden.

Im Herbst rechnen Experten mit einer erneuten Corona-Welle.

Im Herbst rechnen Experten mit einer erneuten Corona-Welle.

20min/Matthias Spicher

Experten rechnen derweil mit einer weiteren Covid-Infektionswelle im Herbst. Mehrere Länder impfen deshalb Risikopersonen und ältere Personen mit einem zweiten Booster. Beim Präsidenten der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren, Lukas Engelberger, sorgt das Zuwarten für Kritik.

Er glaubt, die Schweiz bereite sich ungenügend auf eine mögliche Welle im Herbst vor. Christoph Berger von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen entgegnet, man bereite derzeit verschiedene Szenarien vor. «Eines davon ist eine zweite Auffrischimpfung», sagt er gegenüber der «SonntagsZeitung». Zurzeit empfehle man jedoch den zweiten Booster nicht. (roy)

Freitag, 06.05.2022

Schlussbericht Zusammenarbeit Bund-Kantone

Nach rund zwei Jahren Pandemie haben die Kantonsregierungen eine Bilanz zur Zusammenarbeit zwischen den Kantonen und dem Bund gezogen. In Zukunft braucht es einen stärker ganzheitlichen Ansatz, der alle betroffenen Politikbereiche einbezieht. Auch müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen und verschiedene Prozesse optimiert werden. Am Freitag, 6. Mai, haben die Kantonsregierungen einen Bericht mit einer Reihe von politischen Vorschlägen und Empfehlungen, die Bund und Kantone betreffen, präsentiert.

  • In einer Krise setzen die Kantone sowohl die eigenen als auch die vom Bund angeordneten Massnahmen um.

  • Im Allgemeinen war die Zusammenarbeit mit dem Bund in der ausserordentlichen Lage aus Sicht der Kantone gut.

  • Jedoch zeigen der Wechsel in die besondere Lage im Juni 2020 und die ungenügende Vorbereitung auf die zweite Welle im Herbst, dass die Koordinationsprozesse und -gefässe verbessert werden müssen.

  • Eine Krise beschränkt sich nie auf nur einen Politikbereich. So wirkten sich die gesundheitspolitischen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus rasch auf andere Sektoren aus. Vor allem die für die Wirtschafts-, Bildungs- und Sozialpolitik zuständigen Behörden waren stark gefordert.

  • Im Krisenmanagement braucht es deshalb einen ganzheitlichen Ansatz. Auch muss in einem föderalen Staat zwingend eine optimale Zusammenarbeit zwischen den Staatsebenen gewährleistet werden.

In Krisensituationen soll zudem auf operativer Ebene ein permanenter, departementsübergreifender Krisenstab des Bundes eingesetzt werden, der unter Einbezug von Kantonsvertretungen die Vorbereitung von Grundlagen für politische Entscheide auf Bundesebene sicherstellt. Die gesamtschweizerischen interkantonalen Konferenzen sind gefordert, in Krisen enger zusammenzuarbeiten und dazu auf Fachebene ein ständiges Koordinationsgremium einzurichten.

Beispielsweise traten wiederholt Unsicherheiten auf, welche Zuständigkeiten und Handlungsspielräume Bund und Kantone jeweils haben.

Montag, 02.05.2022

Bund hebt letzte Einreisebeschränkungen per 2. Mai auf

Wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) mitteilt, führt das EJPD ab dem 2. Mai 2022 keine Staaten oder Regionen mehr auf seiner Corona-Risikoliste. Damit werde es wieder möglich sein, zu den ordentlichen Einreisebestimmungen in die Schweiz einzureisen. Reisende müssen bei der Einreise in die Schweiz keinen Impf- oder Genesungsnachweis mehr erbringen. Wie das SEM schreibt, reagiert das EJPD damit auf die positive epidemiologische Entwicklung. (bre)

Mittwoch, 27.04.2022

Bundesrat will einzelne Bestimmungen im Covid-19-Gesetz verlängern

Am 1. April endeten schweizweit alle Corona-Massnahmen. Trotz der aktuell niedrigen Zahlen ist davon auszugehen, dass es saisonal zu neuen Corona-Wellen kommen kann. In einer Medienmitteilung schreibt der Bund: «Damit dem Bund auch in der normalen Lage einzelne bewährte Instrumente zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie zur Verfügung stehen, sollen einige Bestimmungen des Covid-19-Gesetzes bis im Juni 2024 verlängert werden.»

Insbesondere steht das Covid-Zertifikat im Fokus. Dieses soll weiterhin international kompatibel sein, um die Reisefreiheit zu gewährleisten. Zudem soll die im Epidemiengesetz geregelte gesetzliche Grundlage für die SwissCovid-App verlängert werden, damit diese Applikation bei Bedarf wieder zur Verfügung steht.

Von zentraler Bedeutung ist auch, dass die Testkosten im Rahmen der Gültigkeit des Covid-19-Gesetzes bis Mitte 2024 weiterhin von der öffentlichen Hand übernommen werden. Der Bund schreibt: «Ab 1. Januar 2023 sollen die Testkosten von den Kantonen getragen werden, die dazu verpflichtet werden, ein ausreichendes Angebot aufrecht zu erhalten. Die Kantone definieren selber, welche Tests übernommen werden. Der Bund gibt hierzu bloss noch Empfehlungen.» (fos)

Freitag, 22.04.2022

Sommaruga positiv auf Coronavirus getestet

Wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Uvek mitteilt, ist Bundesrätin Simonetta Sommaruga im Verlauf der Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden.

In einer Mitteilung schreibt das Uvek: «In dieser Woche fand keine Sitzung des Bundesrats statt. Die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation hat leichte Symptome und arbeitet gegenwärtig von zuhause aus.» (fos)

Donnerstag, 14.04.2022

Swiss-Covid-App bekommt neue Funktion

Wie das BAG auf Twitter mitteilt, bekommt die Swiss-Covid-App eine neue Funktion. «Neu können Sie für zahlreiche Länder prüfen, ob Ihr Zertifikat zum Einreisezeitpunkt gültig ist. Das neue Feature wird in den nächsten Tagen in der «COVID Certificate»-App verfügbar sein», schreibt das BAG.

Da sich die Einreisebestimmungen jedoch ändern können, empfiehlt das BAG sich jeweils online über die Regeln im Zielland zu informieren. Mit der neuen Funktion ist es möglich, Land sowie den Tag der Einreise zu wählen und die App zeigt an, ob man mit dem Zertifikat zu diesem Zeitpunkt einreisen kann. Zurzeit kann man 24 Länder auswählen. (fos)

Mittwoch, 13.04.2022

Bundesrat verlängert Unterstützung für Eventbranche

In der Wintersession 2021 hatte das Parlament eine Anpassung des Covid-19-Gesetzes beschlossen und insbesondere den Schutzschirm für Publikumsanlässe bis Ende 2022 verlängert.

Der Bund verlängert den Schutzschirm für Veranstalter bis Ende Jahr.

Der Bund verlängert den Schutzschirm für Veranstalter bis Ende Jahr.

Tamedia/Moritz Hager

Diese Massnahme sollte ursprünglich Ende April 2022 auslaufen, Veranstalter können nun aber bis Ende des Jahres auf die Unterstützung des Bundes zurückgreifen. Dazu müssen sie ihre Gesuche für eine Schutzschirmzusicherung bis am 31. Oktober 2022 bei den Kantonen einreichen. Die allgemeine Funktionsweise des Schutzschirms bleibt unverändert.

Swissmedic erteilt befristete Zulassung für Covid-19-Impfstoff Nuvaxovid

Swissmedic hat den Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Gemäss den vom Schweizerischen Heilmittelinstitut begutachteten Unterlagen liegt der Impfschutz sieben Tage nach der zweiten Impfung bei ca. 90 Prozent. Es handelt sich um die vierte Zulassung eines Covid-19-Impfstoffs in der Schweiz.

Nuvaxovid ist der vierte zugelassene Covid-19-Impfstoff in der Schweiz.

Nuvaxovid ist der vierte zugelassene Covid-19-Impfstoff in der Schweiz.

AFP

Wie das BAG mitteilt, ist Nuvaxovid im Gegensatz zu den mRNA-Impfstoffen von Pfizer und Moderna und den viralen Vektoren von Johnson & Johnson ein Protein-Impfstoff. Er enthält einen nicht infektiösen Bestandteil der Oberfläche des Sars-CoV-2-Virus, der eine schützende Immunreaktion auslöst, wenn die Immunzellen des Körpers damit in Kontakt kommen. Der Impfstoff enthält einen Hilfsstoff, der die Immunantwort verstärkt. (bre)

Dienstag, 12.04.2022

Biontech-Impfstoffe zwölf statt neun Monate haltbar

Pfizer/BioNTech hat bei Swissmedic ein Änderungsgesuch für die Haltbarkeit von zwölf statt neun Monaten für den mRNA-Impfstoff «Comirnaty» eingereicht. Das Heilmittelinstitut hat das Gesuch geprüft und der Erweiterung zugestimmt.

Der Impfstoff von Pfizer/Biontech ist ab sofort 12 Monate lang haltbar.

Der Impfstoff von Pfizer/Biontech ist ab sofort 12 Monate lang haltbar.

Reuters

Die um drei Monate verlängerte Frist kann rückwirkend angewendet werden: Sie gilt ab sofort für alle derzeit verfügbaren und zukünftigen Chargen. Die Formulierung und die Lagerbedingungen des Impfstoffs bleiben unverändert, wie Swissmedic in seiner Mitteilung schreibt.

Im letzten Jahr hat Pfizer/BioNTech bei Swissmedic zweimal ein Gesuch für neue Lagerbedingungen eingereicht. Das Heilmittelinstitut genehmigte am 30. März 2021 die Lagerung bei Temperaturen zwischen minus 25 und minus 15 Grad Celsius und am 2. Juni 2021 die Lagerung von ungeöffneten, aufgetauten Durchstechflaschen bis zu einem Monat bei zwei bis acht Grad Celsius in einem kontrollierten Kühlschrank.

Sonntag, 03.04.2022

Ärzte verabreichen vierte Impfung ohne offizielle Empfehlung

Risikopersonen sind nach wie vor durch eine Covid-19-Ansteckung gefährdet. Denn der Schutz durch die Impfung lässt nach, je länger die Impfung zurückliegt. Mehrere Länder haben deshalb bereits mit der Verabreichung des zweiten Boosters begonnen. Doch in der Schweiz ist die vierte Impfung noch kein Thema.

Ärzte warten deshalb nicht auf eine offizielle Empfehlung – und frischen bereits jetzt auf. Infektiologe Huldrych Günthard vom Universititässpital Zürich empfiehlt seinen Risikopatienten den zweiten Booster. «Ich rate Immunsupprimierten, aber auch Personen ab 70 Jahren, vier Monate nach der letzten Impfung einen zweiten Booster», sagt Günthard gegenüber der «SonntagsZeitung».

Daten aus Israel zeigten, dass die vierte Impfung das Risiko eines schweren Verlaufs bei Covid-19 deutlich reduziere, so Günthard. Ärzte, die ihre Patienten vor der besonders ansteckenden Omikron-Variante schützen möchten, empfehlen deshalb einen alternativen Weg: die sogenannte Off-label-Anwendung. So auch Infektiologe Günthard vom Unispital Zürich, wie er gegenüber der «SonntagsZeitung sagt»: «Der Patient muss ein Papier unterschreiben, sodass der Arzt bei Komplikationen nicht haftet.»

Freitag, 01.04.2022

Edelweiss hebt Maskenpflicht, wo immer möglich, auf

Gemäss Bundesratsentscheid müssen in der Schweiz seit 1. April im öffentlichen Verkehr keine Masken mehr getragen werden. Edelweiss hebt daher, wo immer möglich, die Maskentragpflicht an Bord per sofort für Fluggäste und Besatzungsmitglieder auf. Die Maskentragpflicht gelte weiterhin auf Flügen, bei denen die Bestimmungen des Ziellandes das Maskentragen an Bord vorschreiben, teilt Edelweiss am Freitag mit. Fluggäste würden vor Abflug jeweils über die geltenden Bestimmungen informiert.

Bereits am Donnerstag wurde bekannt, dass auch bei der Swiss die Maskenpflicht schrittweise aufgehoben wird. (job)

Wie auch bei der Swiss wird auch an Bord der Edelweiss die Maskenpflicht, wo immer möglich, aufgehoben.

Wie auch bei der Swiss wird auch an Bord der Edelweiss die Maskenpflicht, wo immer möglich, aufgehoben.

20min/Marco Zangger
Sonntag, 20.03.2022

150'000 Corona-Fälle täglich

Laut dem Präsidenten der Vereinigung der Schweizer Kantonsärzte, Rudolf Hauri, dürfte die Zahl der täglichen Corona-Fälle deutlich höher liegen als offiziell angegeben. Derzeit werden Zahlen zwischen 25'000 und 35'000 Fälle pro Tag veröffentlicht. Hauri schätzt in der «NZZ am Sonntag» allerdings, dass die Zahl jedoch bis zu fünfmal mehr betragen, also bei 150'000 Fällen pro Tag liegen dürfte.

Rudolf Hauri, oberster Kantonsarzt.

Rudolf Hauri, oberster Kantonsarzt.

20min/Simon Glauser

«Der Patient Schweiz ist fiebrig. Wir haben eine sehr hohe Virusaktivität, und die manifestiert sich auch an den Spitalzahlen», sagt Hauri im Interview mit der Zeitung. Die Einweisungen in die Spitäler würden nun wieder rasch ansteigen. Eine Aufhebung der Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr könnte den gegenwärtigen Trend zusätzlich beschleunigen, warnt der Zuger Kantonsarzt. Er rät, das Auslaufen der Massnahmen noch zu verschieben.

Freitag, 18.03.2022

Abschlussprüfungen sollen stattfinden können

Der Bundesrat geht davon aus, dass 2022 alle Prüfungen in der Berufsbildung und in der Allgemeinbildung auf Sekundarstufe II regulär durchgeführt werden können, wie er in einer Mitteilung am Freitag schreibt. Dennoch erklärt er ein Sonderregime, dass bei einer ungünstigen Pandemielage in Kraft treten würde. Dies würde sich analog zu den im Jahr 2021 geltenden Grundsätzen verhalten. Sollten schriftliche Prüfungen nicht stattfinden können, fällt demnach die gesamte Prüfungssession aus.

Corona-bedingter Schulden-Abbau

Wie der Bundesrat am Freitag in einer Mitteilung bekanntgibt, sieht er keine Steuererhöhungen oder Sparprogramme vor, um die Schulden, die der Staat im Rahmen der Pandemiebekämpfung angehäuft hat, abzubauen. Stattdessen soll mit zukünftigen Finanzüberschüssen das Finanzierungsloch gestopft werden. Die gute finanzpolitische Ausgangslage von vor der Corona-Pandemie müsse mit Blick auf die Standortattraktivität unbedingt wiederhergestellt werden, schreiben die Magistraten.

Kürzere Gültigkeitsdauer beim Genesenen-Zertifikat

Das Corona-Zertifikat für Genesene ist ab Montag, dem 21. März, nur noch 180 statt 270 Tage gültig. Der Bundesrat hat die verkürzte Gültigkeitsdauer an einer Sitzung am Freitag beschlossen. Grund für die Änderung ist das Vorpreschen der EU, die dies bereits vor einigen Wochen getan hat.

20min/Simon Glauser

Gleichzeitig lockert die Regierung die Einreisebestimmungen für genesene Personen. Nebst geimpften Personen ist die Einreise aus Drittstaaten – wie zum Beispiel die USA, Indien oder Serbien – in die Schweiz neu auch für genesene Personen für einen bewilligungsfreien Kurzaufenthalt möglich. Dies betrifft vor allem Einreisen zu touristischen Zwecken.

Sonntag, 13.03.2022

Marcel Salathé: «Corona-Situation ist besorgniserregend»

Der Epidemiologe Marcel Salathé hält die Corona-Situation angesichts der stark steigenden Fallzahlen für «besorgniserregend». Im Interview mit der «SonntagsZeitung» rät er deshalb zur Vorsicht und fordert den Bundesrat auf, mit dem letzten Öffnungsschritt noch zuzuwarten. «Bei den momentanen Zahlen würde ich mit der totalen Aufhebung der Maskenpflicht in Zügen und Bussen noch zuwarten. Die Isolationspflicht würde ich ebenfalls beibehalten, bis die Zahlen wirklich wieder tief sind», sagt Salathé.

Zudem müsse sich das Land auf eine weitere Welle im Herbst vorbereiten und dann auch eine vierte Impfung für grosse Teile der Bevölkerung ins Auge fassen. Salathé: «Derzeit müssen wir davon ausgehen, dass wir für einige Zeit nachimpfen müssen. Im nächsten Herbst jedenfalls scheint mir eine vierte Impfung für die meisten sinnvoll.»

Epidemiologe Marcel Salathé.

Epidemiologe Marcel Salathé.

Tamedia/Raphael Moser
Freitag, 11.03.2022

Zweiter Coronafall in Berner Regierung

Nach Pierre Alain Schnegg hat sich ein zweites Mitglied des Berner Regierungsrates mit dem Coronavirus infiziert. Sicherheitsdirektor Philippe Müller hat heute ein positives Testresultat erhalten. Laut Medienmitteilung hat auch er leichte Symptome und hat sich bis am Dienstag in Isolation begeben. Die Amtsgeschäfte wird er von zu Hause aus weiterführen. Die Teilnahmen an Veranstaltungen der nächsten Tage wurden abgesagt.

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