25-Jährige berichtet: «Corona ist das Schlimmste, was mir je passiert ist»
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25-Jährige berichtet«Corona ist das Schlimmste, was mir je passiert ist»

Keine Vorerkrankungen, erst 25 Jahre alt – und trotzdem leidet die Corona-Infizierte N.S. nach drei Wochen noch immer an den Folgen ihrer Erkrankung. Nun fordert sie eine bessere Aufklärung.

von
Anna Meier
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Die 25-jährige N.S. hatte eine schwere Atemnot entwickelt. 

Die 25-jährige N.S. hatte eine schwere Atemnot entwickelt.

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Die ansonsten gesunde 25-Jährige musste gar mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden. (Symbolbild)

Die ansonsten gesunde 25-Jährige musste gar mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden. (Symbolbild)

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Im Spital lässt sie sich auf das Coronavirus testen. Das positive Testresultat verschafft Gewissheit. (Symbolbild)

Im Spital lässt sie sich auf das Coronavirus testen. Das positive Testresultat verschafft Gewissheit. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Mit schwerer Atemnot wird die 25-jährige N.S. in den Notfall eingeliefert.
    Ihr Corona-Test fällt positiv aus.

  • Noch drei Wochen später kämpft die junge, ansonsten gesunde Frau gegen Husten, Atemnot und Schwäche.

  • Auf Social Media setzt sich N.S. dafür ein, junge Leute über die Gefahren der Krankheit aufzuklären.

«Plötzlich bekam ich keine Luft mehr. Ich glaubte zu ersticken und konnte nicht einmal mehr sprechen»: Eine Ambulanz brachte die 25-jährige N.S.* am 1. Oktober in den Notfall. Das positive Testresultat verschaffte Gewissheit: Corona. Nie hätte sie gedacht, dass die Krankheit für sie gefährlich sein könnte.

Im Notfall werden die Blutwerte und die Lunge der jungen Frau untersucht. Sie hat zum Glück keine Lungenentzündung und darf das Spital wieder verlassen. 20 Tage nach der Diagnose geht es ihr immer noch schlecht. «Ich kann nicht einmal 100 Meter gehen, ohne dass mir die Luft ausgeht», sagt sie.

«Ich hätte keinen Fuss vor die Tür gesetzt»

N.S. ist schockiert, dass die Infektion sie so stark getroffen hat: «Es wird immer gesagt, dass junge, gesunde Leute keine schweren Verläufe hätten. Hätte ich gewusst, wie schlimm schon ein milder Verlauf ist, hätte ich keinen Fuss vor die Tür gesetzt. Das ist es nicht wert.»

N.S. fordert, dass mehr darüber gesprochen wird, wie einschneidend eine Corona-Erkrankung sein kann – trotz gutem Blutbild und gesunden Lungen. Sie nutzt ihre Stimme auf Social Media, um junge Leute aufzuklären. «Corona ist das Schlimmste, was mir je passiert ist. Ich muss noch immer Atemübungen machen und habe Angst, dass ich gravierende Langzeitschäden davontragen werde.»

Kein Verständnis hat N.S. für Corona-Skeptiker, die sich gegen die Maskenpflicht und die Abstandsregeln wehren: «Das ist unverantwortungsvoll und egoistisch», sagt sie. «Wie kann man damit leben, andere dieser schlimmen Krankheit auszusetzen?»

*Name der Redaktion bekannt

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