Publiziert

ÖsterreichCorona-Massentests starten ab Dezember in Vorarlberg und Tirol

Am Mittwoch hat der österreichische Kanzler Sebastian Kurz über die Corona-Impfstrategie seines Landes informiert. So sollen ab Januar 2021 die ersten Personen geimpft werden. Auch Massentest werden ab Dezember durchgeführt.

von
heute.at/lub
1 / 4
Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz sagte am Mittwoch, dass die Impfung im Kampf gegen die Pandemie ein «Game Changer» sein wird. 

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz sagte am Mittwoch, dass die Impfung im Kampf gegen die Pandemie ein «Game Changer» sein wird.

REUTERS
Ab Dezember sollen in Voralberg und Tirol Massentest durchgeführt werden. Impfungen soll es bereits ab Januar geben. (Hier im Bild Kanzler Sebastian Kurz mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober)

Ab Dezember sollen in Voralberg und Tirol Massentest durchgeführt werden. Impfungen soll es bereits ab Januar geben. (Hier im Bild Kanzler Sebastian Kurz mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober)

REUTERS
«Wie können wir das Weihnachtsfest retten? Ganz einfach, in dem wir am Heiligen Abend möglichst wenige Infizierte haben», so Kurz. 

«Wie können wir das Weihnachtsfest retten? Ganz einfach, in dem wir am Heiligen Abend möglichst wenige Infizierte haben», so Kurz.

REUTERS

Darum gehts

  • Österreich hat seine Impfstrategie bekannt gegeben.

  • Massentests sollen ab Dezember in Voralberg und Tirol durchgeführt werden.

  • Ab Januar sollen die ersten Personen geimpft werden.

Die Regierung in Wien hat am Mittwoch ihre Impfstrategie vorgestellt und erklärt, wie es bezüglich des Lockdowns weitergehen soll: «Wir wissen seit Beginn der Pandemie zwei Dinge: Erstens, dass es gut ist, viel zu testen und zweitens, dass die Impfung der ‘Game Changer’ wird», so Kanzler Sebastian Kurz an der Medienkonferenz.

Ab dem ersten Dezemberwochenende soll mit Massentests in Tirol und Vorarlberg begonnen werden. Bundesweit werden bestimmte Berufsgruppen wie Lehrer, Pädagogen und Polizisten zuerst getestet. «Die Massentests sind nicht die einfache Lösung und schon gar kein Allheilmittel», so der österreichische Kanzler. Wichtig sei nun, dass die Massentests mehrfach wiederholt werden.

Tirol und Vorarlberg werden die ersten Bundesländer sein, die mit Massentests quer durch die Bevölkerung beginnen. Grund dafür sei die gegenüber anderen Regionen höheren Infektionszahlen. «Meine grosse Bitte an die Bevölkerung ist, sich daran zu beteiligen», so der Kanzler. Mit nur wenigen Minuten Zeiteinsatz könne jeder einen grossen Beitrag leisten.

Trotz Massentests und baldiger Impfung habe man noch einige harte Monate vor sich, betonte Kurz. Im Januar sollen bereits die ersten Personen geimpft werden können.

Impfung voraussichtlich ab Januar 2021

Die Impfungen sollen zuerst an Ältere, Risikogruppen und medizinisches Personal ausgegeben werden. Kurz rechnet damit, dass die Mittel von Biontech/Pfizer und AstraZeneca als erste eine Zulassung erhalten werden. «Es ist sehr, sehr realistisch, dass die Zulassungen schon um Weihnachten erfolgen können. Jede Impfung ist ein Schritt in Richtung Sieg über die Pandemie», wie Kurz an der Medienkonferenz sagt.

Eine Trendwende sei aber noch nicht in Sicht, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober. «Die Zahlen sind immer noch viel zu hoch.» In den nächsten Monaten müsse man sehr konsequent sein. In Österreich sind die Neuinfektionszahlen im Lauf der Woche wieder gestiegen. Innert 24 Stunden seien 5802 neue Positiv-Tests gemeldet worden – über 1100 Infizierte mehr als am Vortag.

«Es wird keine Impfpflicht geben, aber eine dringende Empfehlung an alle, sich impfen zu lassen, um die Pandemie zu besiegen», so Anschober. Das Ziel sei es, eine möglichst hohe Durchimpfungsrate zu erreichen.

Impfstrategie

In der ersten Phase der Impfstrategie sollen schon eine Million Dosen ausgefolgt werden. Im Januar und Februar sollen als Erstes Pflegekräfte und Risikogruppen durchgeimpft werden. Da zwei Mal geimpft werden muss, werden in dieser Phase 500’000 Menschen erreicht.

In Phase 2, Februar bis April, werde man sich auf Menschen im Alter von 65 Jahren und älter konzentrieren. Hierfür sind zwei Millionen Dosen vorgesehen. In der dritten Impfphase werde man mit Breitbandimpfungen «in die Fläche gehen», so Anschober.

Wie sieht das Weihnachtsfest in Österreich aus?

«Wie können wir das Weihnachtsfest retten? Ganz einfach, in dem wir am Heiligen Abend möglichst wenige Infizierte haben», betont der Kanzler. Es sei eine große Gefahr, vor allem für Ältere, wenn das Virus von Familienmitgliedern womöglich unwissentlich ins Haus getragen werde.

Zu möglichen Lockerungen sagte Kurz: «Klar ist, dass Schulen und der Handel zuerst wieder geöffnet werden. Wir werden aber nichts überstürzen.» Die Öffnung werde «behutsam, vorsichtig und nur schrittweise erfolgen». Der Dezember werde eine herausfordernde Phase, auch für Weihnachten und Silvester soll es Regelungen geben, kündigte der Kanzler an. Der vollständige Lockdown ist bis zum 6. Dezember geplant. Am kommenden Mittwoch soll erneut zu den Massnahmen informiert werden.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
68 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Maja Huber

26.11.2020, 10:02

Wo bleibt der Verstand? In der Schweiz sterben jährlich 69000 Menschen (Krankheiten, Unfall, etc). Auf das Konto Corona bis heute ca. 3000 Tote. Stehen die Massnahmen im Verhältniss zu den Todeszahlen?

es ist Zeit aufzustehen

26.11.2020, 09:57

Österreicher steht auf und wehrt euch und zwar alle zusammen. Argentinien und Denemark habens vorgemacht, es hat geklappt.

plebes

26.11.2020, 08:34

Was hackt ihr eigentlich immer auf den Alten rum? Die sollten doch langsam wissen, wie man sich schützen soll. (Pech gehabt, gehört zum Leben) Hört endlich auf, so zu tun, als ob ....Ich bin kein Ethik Experte, aber diese Maßnahmen, welche wir zu Teil haben , Erweitern, und abändern , für diese Nebenwirkungen möchte nicht gerade stehen. Wer weiß, ob Sie nicht mehr Elend bringen wie Nutzen.