Molnupiravir – Corona-Medikament halbiert das Risiko von schwerem Krankheitsverlauf
Publiziert

Molnupiravir Corona-Medikament halbiert das Risiko von schwerem Krankheitsverlauf

Das antivirale Corona-Medikament Molnupiravir von Merck & Co. zeigt vielversprechende Resultate. Nun will der US-Pharmariese eine Notfallzulassung für die Pillen beantragen.

1 / 2
In der Studie der Phase III wurden 7,3 Prozent der 385 Patientinnen und Patienten mit leichten oder mittleren Covid-19-Symptomen, die das Medikament Molnupiravir erhielten, ins Spital eingeliefert. Einen Todesfall gab es nicht.

In der Studie der Phase III wurden 7,3 Prozent der 385 Patientinnen und Patienten mit leichten oder mittleren Covid-19-Symptomen, die das Medikament Molnupiravir erhielten, ins Spital eingeliefert. Einen Todesfall gab es nicht.

AFP
Der US-Pharmariese Merck & Co. plant nun, eine Notfallzulassung für das Medikament zu beantragen.

Der US-Pharmariese Merck & Co. plant nun, eine Notfallzulassung für das Medikament zu beantragen.

AFP

Darum gehts

  • Molnupiravir soll im Kampf gegen die Corona-Pandemie eingesetzt werden.

  • Eine Studie der Phase III hat gezeigt, dass die Pillen vor schweren Verläufen schützen können.

  • Es wäre das erste antivirale Corona-Medikament, das eine Marktzulassung bekäme.

Nach positiven Studienergebnissen will der US-Pharmariese Merck & Co. in den USA eine Notfallzulassung für sein Corona-Medikament Molnupiravir beantragen. Merck und sein Partner Ridgeback Biotherapeutics erklärten am Freitag, das antivirale Medikament halbiere bei infizierten Patientinnen und Patienten das Risiko einer Spitalseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufs.

Studie macht Hoffnung

Demnach wurden während der Studie der Phase III 7,3 Prozent der 385 Patientinnen und Patienten mit leichten oder mittleren Covid-19-Symptomen, die das Medikament erhielten, ins Spital eingeliefert. Einen Todesfall gab es nicht. In der Kontrollgruppe mit 377 Patientinnen und Patienten, die ein Placebo erhielten, kam es in 14,1 Prozent der Fälle zu einer Spitalseinlieferung oder einem tödlichen Verlauf. Konkret starben acht Patientinnen und Patienten.

Merck & Co. will nun «so bald wie möglich» eine Notfallzulassung in den USA für die Pillen beantragen. Auch bei Gesundheitsbehörden in anderen Ländern sollen Anträge eingereicht werden.

Antivirale Medikamente würden «dringend benötigt»

«Wir sind optimistisch, dass Molnupiravir als Teil der weltweiten Bemühungen im Kampf gegen die Pandemie ein wichtiges Medikament werden kann», erklärte Merck-Chef Robert Davis. Ridgeback-Biotherapeutics-Chefin Wendy Holman erklärte, antivirale Medikamente, die zu Hause eingesetzt werden könnten und nicht im Spital verabreicht werden müssten, würden «dringend benötigt».

Zulassung wäre eine Premiere

Eine Reihe von Pharmakonzernen arbeitet an antiviralen Medikamenten gegen die durch das Coronavirus verursachte Lungenerkrankung Covid-19. Solche Medikamente sollen verhindern, dass Viren in Körperzellen eindringen oder sich dort vermehren. Molnupiravir wäre das erste gegen das Coronavirus entwickelte antivirale Medikament, das eine Marktzulassung erhält.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(AFP)

Deine Meinung

37 Kommentare