Studie: Pflege- und Gastropersonal haben wegen Corona höheres Suchtrisiko
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StudiePflege- und Gastropersonal haben wegen Corona höheres Suchtrisiko

In der Coronakrise greifen die Menschen vermehrt zu Alkohol, Tabak oder anderen Drogen. Das nationale Kompetenzzentrum für Suchtfragen ist alarmiert.

von
Reto Heimann
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Die Corona-Pandemie erhöht das Suchtrisiko. Besonders gefährdet sind Personen in der medizinischen Pflege,…

Die Corona-Pandemie erhöht das Suchtrisiko. Besonders gefährdet sind Personen in der medizinischen Pflege,…

François Melillo / 20minutes.ch
…in der Gastrobranche…

…in der Gastrobranche…

20min/Sofie Erhardt
…und im Transportwesen.

…und im Transportwesen.

Gianni Walther

Darum gehts

  • In der Corona-Pandemie greifen mehr Menschen zu Suchtmitteln.

  • Besonders betroffen sind Menschen in direktbetroffenen Branchen wie Pflegende auf Notfallstationen oder Mitarbeiter in der Gastronomie.

  • Experten appellieren: Betroffene und Angehörige sollen sich Hilfe holen.

Seit bald einem Jahr dauert die Corona-Pandemie an: Menschen fühlen sich einsam, sind von der Krise unter Stress gesetzt oder von wirtschaftlichen Sorgen geplagt. Folge davon: Viele Menschen greifen zu Suchmitteln.

«Mit der Corona-Krise sind mehr Menschen suchtgefährdet. Zu den neuen Risikogruppen zählen all jene, die von Covid-19 unmittelbar betroffen oder einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind», schreibt Sucht Schweiz in einer Medienmitteilung.

Das nationale Kompetenzzentrum für Prävention, Forschung und Wissensvermittlung ist alarmiert. Pflegende in Notfallstationen, das Personal in der Gastronomie, im Transport oder im Verkauf: Sie alle seien in der Krise, die für sie Stress, Sorgen und Not bedeuten, einem erhöhten Suchtrisiko ausgesetzt.

Das Gleiche gelte für Personen, die schwer erkranken sowie ihre Angehörigen, schreibt Sucht Schweiz. Die Experten raten, bei Suchtanzeichen Hilfe zu holen: « Für Betroffene gibt es Hilfe – Angebote existieren in allen Regionen. Sucht Schweiz appelliert an Betroffene, Angehörige und Arbeitgebende, frühzeitig Hilfe zu holen»

Alkohol, Drogen oder Medikamente: Bist du während der Corona-Zeit abhängig geworden? Erzähl uns von deinen Erfahrungen – und wie du in die Sucht gerutscht bist:

Auch Handysucht ist während dem Shutdown ein Problem.

20 Minuten Now

Hast du oder jemand, den du kennst, ein Problem mit illegalen Drogen?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Safezone.ch, Onlineberatung

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Infodrog, Informationen und Substanzwarnungen

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