Ebikon - Corona-Skeptiker darf wieder Patienten in seiner Arztpraxis  behandeln 
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EbikonCorona-Skeptiker darf wieder Patienten in seiner Arztpraxis behandeln

Nachdem die Luzerner Behörden einem Arzt und Corona-Kritiker die Berufserlaubnis entzogen hatten, wurde der vorläufige Entzug seiner Berufsbewilligung Mitte Juni 2021 wieder aufgehoben.

von
Daniela Gigor
Nachdem die Luzerner Behörden einem Arzt aus Ebikon die Bewilligung entzogen hatten, soll er nun wieder praktizieren dürfen. 

Nachdem die Luzerner Behörden einem Arzt aus Ebikon die Bewilligung entzogen hatten, soll er nun wieder praktizieren dürfen.

Screenshot Youtube

Darum gehts

  • Einem Corona-Skeptiker wurde im Kanton Luzern die Berufsbewilligung als Arzt entzogen.

  • Nun wurde dieser Entzug laut Zentralplus wieder rückgängig gemacht, nachdem er sich an die rechtlichen Covid-Massnahmen halten will.

  • Die Gesundheitsbehörde will ihn aber im Auge behalten.

  • Dies, weil das aufsichtsrechtliche Verfahren wegen vermuteter Verletzung gesetzlicher Berufspflichten weiter laufe.

Dem Arzt aus Ebikon wurde die Berufserlaubnis entzogen, weil er sich unter anderem gegen die Maskenpflicht stellte und ohne Maske praktiziert haben soll. An Demos hatte er sich etwa auch ohne gesicherte Beweise gegen die Impfung und gegen das Coronavirus ausgesprochen. In der Folge wurde ihm nach mehreren Verstössen gegen das geltende Covid-19-Gesetz ein Berufsverbot erteilt. Dieses wurde durch ein Urteil des Luzerner Kantonsgerichts gestützt. Eine Beschwerde beim Bundesgericht ist derzeit noch hängig.

Arzt will sich an die rechtlichen Vorschriften halten

Wie Zentralplus berichtet, wurde der Entzug der Berufsbewilligung Mitte Juni wieder aufgehoben und er darf wieder Patienten und Patientinnen in seiner Praxis in Ebikon empfangen. Wie sich die Dienststelle Gesundheit und Sport des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern gegenüber Zentralplus zitieren liess, sei «die Erklärung des Doktors sich im Rahmen seiner Berufsausübung als Arzt an die massgebenden rechtlichen Vorschriften zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie zu halten».

Arzt will ab 5. Juli wieder Patienten und Patientinnen behandeln

Der betroffene Arzt befinde sich noch in den Ferien. Nach seiner Rückkehr will er ab dem 5. Juli wieder persönlich praktizieren. «Die Dienststelle Gesundheit und Sport (DIGE) behält sich vor, die Einhaltung der massgebenden rechtlichen Vorschriften zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, auch vor Ort, zu überprüfen», wie es bei der zuständigen Behörde weiter heisst. Laut dem Online-Portal sei der Fall noch nicht abgeschlossen. Das Luzerner Gesundheits- und Sozialdepartement habe bestätigt, «das aufsichtsrechtliche Verfahren wegen vermuteter Verletzung gesetzlicher Berufspflichten» laufe weiter.

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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