Burgdorf BE: Corona-Test ging dem Spital «unterwegs verloren»
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Burgdorf BECorona-Test ging dem Spital «unterwegs verloren»

Zweimal musste N.Z. (38) in Burgdorf BE zum Corona-Test antraben. Denn: Der erste Test sei auf dem Weg ins Labor verloren gegangen, schreibt das Spital.

von
Céline Krapf
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Das Regionalspital Emmental Burgdorf
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Das Regionalspital Emmental Burgdorf
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© Franziska Rothenbuehler
Hier liess sich N.Z. am Freitag auf Corona testen.

Hier liess sich N.Z. am Freitag auf Corona testen.

© Franziska Rothenbuehler
Das Testresultat liess aber auf sich warten. 

Das Testresultat liess aber auf sich warten.

Getty Images/iStockphoto

Darum gehts

  • N.Z. unterzog sich am Freitag im Spital Burgdorf einem Corona-Test.

  • Am Montag musste sie sich erneut testen lassen: Der Test ging verloren, teilte das Spital mit.

  • Das negative Resultat kam erst am Dienstagmorgen.

  • Die Verzögerung ärgert die Familie: Sie rechnet nun mit einem Lohnausfall.

N.Z. (38) musste sich im Spital in Burgdorf gleich zweimal auf Corona testen: Der erste Test ging verloren. Dem ersten Corona-Test aufgrund von Symptomen unterzog sich N.Z. am Freitag. Daraufhin begab sie sich mitsamt Mann, B.Z. (37), und den zwei kleinen Buben (1 und 3) in Quarantäne. Nach mehreren Tagen ohne Resultat erkundigte sie sich beim Spital. Dessen überraschende Antwort: Sie sei zwar mit ihren Daten registriert – der Test sei aber nicht mehr auffindbar. So musste N.Z. erneut zum Test. Erst am Dienstagmorgen kam das Resultat: negativ.

Das Spital Emmental in Burgdorf bestätigt den Vorfall. Das Testmaterial der Patientin sei zwar im Postausgang des Spitals Emmental registriert worden, jedoch in Bern im Labor nie angekommen, schreibt Irene Aebersold, Kommunikationsmitarbeiterin, auf Anfrage von 20 Minuten. «Das Testmaterial muss demnach unterwegs verloren gegangen sein. Wo genau das war, lässt sich nicht eruieren.» Unabhängig von der Schuldfrage, sei es insbesondere für die Patientin eine unerfreuliche Situation.

Existenzielle Sorgen

Diese macht ihrem Unmut Luft: «Wir ärgern uns enorm, dass sich alles so verzögerte», sagt die 38-jährige N.Z. Dabei geht es ihr nicht nur um die unangenehme Quarantänesituation mit zwei kleinen Kindern, sondern um existenzielle Sorgen: «Hätten wir das Resultat früher gewusst, wäre mein Mann arbeiten gegangen», sagt N.Z. Dieser konnte nicht zur Arbeit, weil er in der Baubranche tätig ist. «Bislang wissen wir nicht, ob der Ausfall kompensiert wird. Aber wir sind auf das Geld angewiesen.»

Das Spital habe sich bei der Patientin entschuldigt. Es handle sich um einen Einzelfall, schreibt Aebersold. «Seit Beginn der Corona-Pandemie – und den seit Juli rund 4300 durchgeführten Tests – ist es sehr selten, dass ein Testabstrich verloren geht.»

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