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Cham ZGCorona treibt fussballverrücktes Büsi in die Einsamkeit

Der grösste Fan des SC Cham ist Büsi Lee: Die Katze kommt an alle Spiele und besucht auch viele Trainings. Weil wegen der Pandemie auch der Fussball ruht, ist Lee einsam. Regelmässig sucht der Tiger nun die Nähe der Vereinsmitglieder.

von
Martin Messmer
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Das ist Lee, das inoffizielle Maskottchen des SC Cham, das der Verein nach der Heimstätte des Clubs benannt hat: Eizmoos-Tiger.

Das ist Lee, das inoffizielle Maskottchen des SC Cham, das der Verein nach der Heimstätte des Clubs benannt hat: Eizmoos-Tiger.

SC Cham
Lee ist das inoffizielle Vereinsmaskottchen.

Lee ist das inoffizielle Vereinsmaskottchen.

SC Cham
Regelmässig besucht Lee die Trainings und Spiele des Vereins. Er schaut auch oft im Vereins-Bistro vorbei.

Regelmässig besucht Lee die Trainings und Spiele des Vereins. Er schaut auch oft im Vereins-Bistro vorbei.

SC Cham

Darum gehts

  • Katze Lee besucht seit drei Jahren regelmässig die Spiele und Trainings des Fussballclubs SC Cham und wurde so zum inoffiziellen Vereinsmaskottchen, das «Eizmoos-Tiger» genannt wird.

  • Weil wegen der Jahreszeit und natürlich wegen Corona kaum noch Betrieb im Stadion des Vereins herrscht, sucht Lee Kontakt zu Menschen.

  • «Nun ist es ihm definitiv zu einsam. Die Vereinskatze Lee hat’s in dieser Zeit schwer», ist auf der Website des SC Cham zu lesen.

Längst ist Lee zum inoffiziellen Maskottchen des SC Cham geworden. «Eizmoos-Tiger» nennen sie das Büsi, das regelmässig die Spiele der verschiedenen Teams des Vereins und sogar die Trainings besucht, eben im Eizmoos, dem Stadion des Vereins aus in der Promotion League, der dritthöchsten Schweizer Spielklasse. Und der Eizmoos-Tiger weiss, was Vereinstreue ist: Seit drei Jahren ist die Katze nun schon SC-Cham-Fan und kommt regelmässig vorbei. Pünktlich um 16 Uhr taucht sie jeweils auf dem Eizmoos auf. Nur mittwochs und an Wochenenden kommt sie schon früher: Da herrscht nämlich wegen den Trainings oder Spielen schon früher viel Betrieb auf dem Platz. «Die Katze fühlt sich bei den vielen Leuten wohl», sagt André Dommann, Berichterstatter des SC Cham. Lee kehre sogar «regelmässig als Stammgast im Bistro des Stadions ein».

«Er sucht die Nähe zu Menschen»

Doch seit Corona ist alles anders, auch für den Eizmoos-Tiger. Im Dezember war es im Vereinslokal und auf dem ganzen Gelände noch ruhiger als in normalen Jahren. «Nun ist es ihm definitiv zu einsam. Die Vereinskatze Lee hat’s in dieser Zeit schwer», schreibt Dommann auf der Website des SC Cham.

Darum nützt Lee jede Gelegenheit, um Kontakt aufzubauen: «Er sucht die Nähe zu den Menschen und ist froh, wenn jemand spontan vorbeischaut. Er ist froh darüber, wenn Licht dem Bistro oder dem Sitzungsraum Abwechslung, Wärme, Behaglichkeit, Streicheleinheiten und Leckereien verspricht.» Dann versuche Lee Aufmerksamkeit zu erregen: «Er kann es kaum erwarten, bis sich eine Tür öffnet und sich jemand auch um ihn kümmert. Wenn nötig, meldet er sich lautstark zu Wort, und wenn das auch nichts nützt, dann klopft man halt mal kräftig an die Türe.»

Lee bleibe aber trotz allem positiv, bilanziert der Chronist des SC Cham: «Es scheint, als sei auch er in diesen Momenten zuversichtlich, dass alles wieder so kommt, wie er es gerne hätte.»

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Hier findest du Hilfe:

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Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

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