Nicht mehr nachweisbar: Coronavirus überlebt im Sperma nicht lange
Aktualisiert

Nicht mehr nachweisbarCoronavirus überlebt im Sperma nicht lange

Eine Studie deutet darauf hin, dass das Sperma von Genesenen kein Coronavirus mehr übertragen kann.

von
Reto Heimann
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Das Coronavirus scheint im Sperma nicht lange überleben zu können. (KEYSTONE/REUTERS POOL/Denis Balibouse)

Das Coronavirus scheint im Sperma nicht lange überleben zu können. (KEYSTONE/REUTERS POOL/Denis Balibouse)

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Amerikanische Forscher untersuchten Sperma-Proben von Männern, die an Corona erkrankt waren. (KEYSTONE/Christian Brun)..

Amerikanische Forscher untersuchten Sperma-Proben von Männern, die an Corona erkrankt waren. (KEYSTONE/Christian Brun)..

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Resultat: Einen Monat nach Diagnose war das Coronavirus in keinem der Sperma-Proben mehr nachweisbar. (EPA/Filippo Venezia)

Resultat: Einen Monat nach Diagnose war das Coronavirus in keinem der Sperma-Proben mehr nachweisbar. (EPA/Filippo Venezia)

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Menschen kommen sich nie so nahe, wie wenn sie Sex haben. Die Gefahr, das Coronavirus beim Sex zu übertragen, ist dementsprechend hoch. Eine amerikanische Studie legt nun nahe, dass die Übertragung zumindest übers Sperma langfristig gesehen gering sein könnte. Das berichtet das deutsche «Ärzteblatt».

Die Studie untersuchte das Sperma von Männern, bei denen das Coronavirus diagnostiziert wurde. Die gute Neuigkeit: Einen Monat nach der Diagnose war der Erreger bei keinem von ihnen mehr im Sperma nachzuweisen. Die Testgruppe umfasste allerdings bloss 34 Personen.

Keine Garantie

Positiv stimmt die Forschenden aus den USA, dass das Virus bereits einen Monat nach der Diagnose nicht mehr im Sperma nachweisbar ist. Bei anderen Viren, wie zum Beispiel Mumps, ist der Erreger auch nach der Genesung noch längere Zeit nachweisbar.

Die Studie kann keine Garantie geben, dass bei einer grösseren Kontrollgruppe nicht doch Erreger im Sperma auffindbar sein könnten. Auch schliesst die Studie nicht aus, dass mit Coronavirus infizierte Personen den Virus sexuell übertragen können. Auch über die Übertragung via weiblicher Geschlechtsflüssigkeiten trifft die Studie keine Aussage.

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