Vorkehrmassnahmen : Corona-Wohnungen in Bern eingerichtet
Aktualisiert

Vorkehrmassnahmen Corona-Wohnungen in Bern eingerichtet

Die Lage wird ernster: Im Kanton Bern werden Vorkehrmassnahmen gegen das Coronavirus intensiviert.

von
miw
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Mitteilung vom Mittwoch Nachmittag: Angesichts der rasch zunehmenden Coronavirus-Fälle in Norditalien und dem ersten bestätigten Fall in der Schweiz ist auch der Kanton Bern in erhöhter Bereitschaft.

Mitteilung vom Mittwoch Nachmittag: Angesichts der rasch zunehmenden Coronavirus-Fälle in Norditalien und dem ersten bestätigten Fall in der Schweiz ist auch der Kanton Bern in erhöhter Bereitschaft.

Der Kanton Bern ist dran, Plätze zu schaffen, um mögliche Betroffene in Quarantäne zu nehmen. Dafür haben die Behörden in den Gebäuden des ehemaligen Jugendheims von Prêles zwei Wohnungen bereitgestellt.

Der Kanton Bern ist dran, Plätze zu schaffen, um mögliche Betroffene in Quarantäne zu nehmen. Dafür haben die Behörden in den Gebäuden des ehemaligen Jugendheims von Prêles zwei Wohnungen bereitgestellt.

Auch sonst in der Schweiz wappnet man sich gegen das Virus: «Bitte auf Grund der aktuellen Situation das Händeschütteln vermeiden» heisst es auf einem Flyer, der vor dem Eingang zur Kantine des Holcim-Zementwerks in Untervaz GR hängt. Darauf zu sehen: zwei Hände beim Handshake, darüber ein rotes Verbotszeichen.

Auch sonst in der Schweiz wappnet man sich gegen das Virus: «Bitte auf Grund der aktuellen Situation das Händeschütteln vermeiden» heisst es auf einem Flyer, der vor dem Eingang zur Kantine des Holcim-Zementwerks in Untervaz GR hängt. Darauf zu sehen: zwei Hände beim Handshake, darüber ein rotes Verbotszeichen.

Leser-Reporter

Am Mittwoch, kurz vor 14 Uhr, teilt der Kanton Bern der Öffentlichkeit mit: «Angesichts der rasch zunehmenden Coronavirus-Fälle in Norditalien und dem ersten bestätigten Fall in der Schweiz ist auch der Kanton Bern in erhöhter Bereitschaft. Die Behörden und das Gesundheitswesen haben die Vorkehrungsmassnahmen intensiviert und sind auf ein Auftreten des neuen Coronavirus vorbereitet.»

Konkret bedeutet das: Der Kanton Bern ist dran, Plätze zu schaffen, um mögliche Betroffene in Quarantäne zu nehmen. Dafür haben die Behörden in den Gebäuden des ehemaligen Jugendheims von Prêles zwei Wohnungen bereitgestellt. Dort könne man im Ernstfall 24 Personen unterbringen und betreuen. «Die Wohnungen sind so eingerichtet, dass man es vor Ort gut zwei Wochen aushalten kann», sagt Sprecher Gundekar Giebel.

Doch nicht alle Verdachtsfälle müssen in den Berner Jura: «Das Kantonsarztamt strebt an, dass Personen ohne Krankheitszeichen eine 14 Tage dauernde Quarantäne nach Möglichkeit zuhause verbringen können.» Dies gilt jedoch nur für Personen, die in Einzelhaushalten leben. Wird aus einem Verdachtsfall ein Infizierter, kommt dieser in ein Berner Spital, wo er wegen des Corona-Virus behandelt wird.

Bislang alle Tests negativ

Bislang gibt es laut Giebel im Kanton Bern keine Infizierte und auch keine Personen unter Quarantäne – «sämtliche Tests, die im Kanton Bern bislang ausgewertet wurden, sind negativ ausgefallen.» Einige seien zur Zeit aber noch hängig, «diese Personen sind nun angehalten, sich nicht all zu sehr zu bewegen», so Giebel.

Seid hygienisch!

Auch ruft der Kanton seine Bevölkerung auf, dem Coronavirus in Eigenregie entgegenzutreten: «Die Bevölkerung kann einen wesentlichen Beitrag zum eigenen Schutz leisten, indem sie die Hygienemassnahmen umsetzt, die auch bei einer Grippe üblich sind», heisst es in einer Mitteilung.

Weil sich die Lage laufend ändern kann, empfiehlt das Kantonsarztamt, sich regelmässig auf der Webseite des BAG zu informieren: (www.bag.admin.ch/2019-ncov).

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