24.07.2020 00:52

Sommerferien als Risiko

Corona-Zahlen in Frankreich und Spanien steigen – Behörden warnen

Seit Wochen nehmen die Corona-Neuinfektionen in Frankreich zu – in Spanien spricht man bereits von einer möglichen zweiten Welle. Die Länder beobachten die Sommerferien mit Sorge.

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«Die Sommerferien sind besonders empfänglich dafür, risikoreiches Verhalten zu fördern, insbesondere im Zusammenhang mit familiären oder freundschaftlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften»: Die französischen Gesundheitsbehörden warnen vor einem Wiederaufflammen der Coronavirus-Epidemie.

«Die Sommerferien sind besonders empfänglich dafür, risikoreiches Verhalten zu fördern, insbesondere im Zusammenhang mit familiären oder freundschaftlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften»: Die französischen Gesundheitsbehörden warnen vor einem Wiederaufflammen der Coronavirus-Epidemie.

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Hinzu komme die Mobilität der Menschen während der Sommerferien, welche das Identifizieren von Kontaktpersonen viel schwieriger mache.

Hinzu komme die Mobilität der Menschen während der Sommerferien, welche das Identifizieren von Kontaktpersonen viel schwieriger mache.

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Nur eine «kollektive Anstrengung» bei der Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen könne «verhindern, dass das Virus in unsere Freiheit eingreift und die Epidemie wieder ausbricht», hiess es von der Gesundheitsdirektion. Temperatur-Messstation in Lyon.

Nur eine «kollektive Anstrengung» bei der Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen könne «verhindern, dass das Virus in unsere Freiheit eingreift und die Epidemie wieder ausbricht», hiess es von der Gesundheitsdirektion. Temperatur-Messstation in Lyon.

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Darum gehts

  • Die Zahl der Corona-Neuinfektionen nimmt in Frankreich seit drei Wochen wieder zu.
  • Die Behörden warnen insbesondere in den Sommerferien vor «risikoreichem Verhalten».
  • Auch im einstigen Pandemie-Hotspot Spanien geben die steigenden Corona-Fälle Anlass zur Sorge.
  • Die WHO dämpft gleichzeitig die Erwartungen auf eine baldige Ausrottung des Coronavirus.

In Frankreich nimmt die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle wieder zu. Es handle sich nun um einen Anstieg in der dritten Woche in Folge, teilten die französischen Gesundheitsbehörden am Donnerstagabend mit. Frankreich zählte am Donnerstag erstmals seit einigen Woche wieder mehr als 1000 gemeldete Conrona-Fälle innerhalb von 24 Stunden. In den vergangenen zwei Wochen sei die Zahl der Fälle prozentual schneller gestiegen als die Zahl der durchgeführten Tests.

«Die Sommerferien sind besonders empfänglich dafür, risikoreiches Verhalten zu fördern, insbesondere im Zusammenhang mit familiären oder freundschaftlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften», so die Gesundheitsagentur Santé Publique France. Diese Entwicklungen begünstigten jedoch ein Wiederaufflammen der Epidemie. Hinzu komme die Mobilität der Menschen während der Sommerferien, welche das Identifizieren von Kontaktpersonen viel schwieriger mache.

Nur eine «kollektive Anstrengung» bei der Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen könne «verhindern, dass das Virus in unsere Freiheit eingreift und die Epidemie wieder ausbricht», hiess es von der Gesundheitsdirektion. Das Fortschreiten der Virusübertragung sei zwar bestätigt, bleibe aber moderat und sei kontrollierbar durch die strikte Anwendung der bekannten Massnahmen wie Abstand halten und Masken tragen.

Frankreich ist mit mehr als 30 000 Corona-Toten schwer von der Pandemie getroffen. Rund zwei Monate galten dort strenge Ausgangsbeschränkungen, die ab Mitte Mai wieder gelockert wurden.

«Könnte sein, dass wir bereits eine zweite Welle haben»

Der Anstieg der Corona-Neuinfektionen bereitet auch im einstigen Pandemie-Hotspot Spanien immer mehr Sorgen. Binnen 24 Stunden seien 971 neue Ansteckungsfälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend in Madrid mit. Das sind 241 mehr als am Vortag und sogar 442 mehr als am Dienstag. Die meisten Neuansteckungen gab es im Nordosten des Landes, und zwar in den Regionen Aragonien (415) und Katalonien (182).

«Es könnte sein, dass wir bereits eine zweite Welle haben», räumte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), María José Sierra, ein. Sie betonte aber: «Wie man das nennt, ist völlig egal. Wenn die grösseren Neuausbrüche schnell unter Kontrolle gebracht werden, haben wir die Situation weiter im Griff.»

Sierra betonte, bei den Neuinfektionen handele es sich vorwiegend um Fälle «mit nur leichten Symptomen». Das Durchschnittsalter der Betroffenen liege bei 45 Jahren. Nach Angaben der Behörden sind neben Saisonarbeitern der Landwirtschaft vor allem Besucher von Nachtlokalen und Teilnehmer von Privatpartys betroffen.

Mit mehr als 270 000 nachgewiesenen Infektionen und über 28 400 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder Europas. Nach Angaben der Behörden ist die Lage aber seit vielen Wochen unter Kontrolle.

WHO dämpft Erwartungen

Angesichts steigender Zahlen hat sich auch die WHO geäussert. Eine baldige Ausrottung des neuen Coronavirus ist nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation nicht in Sicht. «Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben», sagte Nothilfekoordinator Mike Ryan am Donnerstagabend in Genf.

«Wir werden in absehbarer Zukunft nicht in der Lage sein, das Virus zu beseitigen oder auszurotten.» Vielmehr müssten die Menschen lernen, mit dem Virus zu leben und in eine gewisse Normalität zurückzufinden.

Ryan rief die Länder weltweit auf, alle zur Verfügung stehenden Massnahmen einzusetzen, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Dazu gehöre auch, im Notfall Bars oder Clubs vorübergehend wieder zu schliessen oder die Zahl der Besucher zu begrenzen.

«Wenn die Infektionsrate in einer Gesellschaft hoch ist, dann werden Aktivitäten, die viele Menschen zusammenbringen, vor allem in geschlossenen Räumen, weitere Übertragungen der Krankheit verursachen», sagte Ryan.

(SDA)

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50 Kommentare
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Mutti

24.07.2020, 04:37

Das Virus lässt sich durch einfach Hygiene-Masken nicht aufhalten. Diese haben schon das Spital-Personal nicht geschützt, und die bringen auch im ÖV nichts.

Irrsinn

24.07.2020, 04:31

Interessant, immer hiess es, wie Frankreich sich vorbildlich an die Massnahmen hält, und nun steigen dort die Ansteckungen?

Adrian

24.07.2020, 04:26

Daher, und bis auf weiteres (mind. die nächsten 3-5 Jahre); Bleiben Sie zuhause!