Corona-Entscheide: Glarus verschärft die Massnahmen – Skigebiete bleiben offen

Corona-EntscheideGlarus verschärft die Massnahmen – Skigebiete bleiben offen

Der Kanton Glarus beschränkt die Treffen im privaten und öffentlichen Raum. Skigebiete dürfen offen bleiben – müssen aber ein Schutzkonzept vorlegen. Alle News im Ticker.

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Mittwoch, 09.12.2020

Glarus verschärft Massnahmen

Der Kanton Glarus verschärft seine Corona-Massnahmen. Neu dürfen sich im privaten wie im öffentlichen Raum noch maximal 10 Personen treffen. Davon ausgenommen sind religiöse Veranstaltungen, politische Versammlungen und Demos sowie Aktivitäten im Bildungs-, Sport- und Kulturbereich.

Die Skigebiete im Kanton Glarus (am prominentesten wohl vor allem Elm) dürfen offen bleiben. Bis zum 11. Dezember müssen sie ein Schutzkonzept vorlegen.

Der Kanton Glarus geht damit weniger weit, als der Bundesrat am Dienstagabend entschieden hat. Dieser wollte Die Kontakte auf fünf Personen aus maximal zwei Haushalten einschränken sowie Beizen und Geschäfte ab 19 Uhr schliessen.

Der Kanton Glarus verzeichnet insgesamt 1132 Coronainfektionen seit Ausbruch der Pandemie, davon 49 neubestätigte am Mittwoch. 13 Personen sind hospitalisiert. Im Kanton Glarus sind 24 Personen am Virus gestorben, davon jemand in den letzten 24 Stunden.

Montag, 07.12.2020

Genf öffnet wieder Bars und Restaurants

Im Kanton Genf werden die Restaurants und Bars ab kommenden Donnerstag wieder öffnen können. Die Zahl der Personen pro Tisch wird auf vier begrenzt sein, und die Lokale müssen um 23 Uhr schliessen.

Die Lockerung der Massnahmen wurden am Montag vom Staatsrat angekündigt, auch wenn die Situation nicht so ideal sei, wie erhofft, sagte die Ratspräsidentin Anne Emery-Torracinta. Alle bräuchten zum Jahresende eine Verschnaufpause.

Auch die anderen Kantone werden ab Donnerstag ihre Restaurants wieder öffnen – mit Ausnahme des Wallis, dort öffnen sie am 14. Dezember wieder. Ein Abstand zwischen den Gruppen von 1,5 Metern und das Tragen von Masken ist obligatorisch, es sei denn, die Kunden sitzen. In der Nacht des 31. Januars können die Restaurants bis 1 Uhr offen haben.

Der Genfer Staatsrat lockert auch die Massnahmen zur Einschränkung privater Treffen. Zwischen dem 23. Dezember und dem 3. Januar können zehn Personen zusammenkommen, darunter auch Kinder. Ausserhalb diese Zeitraumes gilt die Regeln von maximal fünf Personen. (sda)

Tessin mit neuer Sperrstunde

Die Tessiner Regierung verschärft die Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Neu müssen alle Bars bereits um 19 Uhr, alle anderen Restaurationsbetriebe um 22 Uhr schliessen. Die Regelung gilt ab Mitwoch.

Damit sollen die Kontakte in der Vorweihnachtszeit reduziert werden, wie der Tessiner Regierungspräsident Norman Gobbi am Montagnachmittag vor den Medien erklärte.

Kanton Thurgau

Der Thurgauer Regierungsrat verschärft aufgrund der weiterhin hohen Covid-19-Fälle und Hospitalisationen die Corona-Massnahmen. Das sind die sechs Punkte:

  • Die Sperrstunde in Gastrobetrieben wird auf 22 Uhr vorverlegt.

  • An Veranstaltungen dürfen nur noch zehn statt wie bisher 50 Personen teilnehmen. Ausnahmen soll es für kirchliche Veranstaltungen wie Gottesdienste oder Trauerfeiern, aber auch für politische Versammlungen geben.

  • Sportliche und kulturelle Aktivitäten im nicht-professionellen Bereich werden auf zehn Personen beschränkt.

  • Bei Treffen gilt die Zwei-Haushalte-Regel.

  • Für Menschenansammlungen im öffentlichen Raum gilt die Grenze von zehn Personen.

  • Die Pflicht zu Homeoffice wird verpflichtend eingeführt, falls dies betrieblich möglich ist.

Die Vizepräsidentin des Regierungsrats, Monika Knill (SVP), bei der Medienorientierung am Montagnachmittag.

Ende der Konferenz

Damit ist die Pressekonferenz zu Ende. Vielen Dank fürs Mitlesen!

Allfällige weitere Massnahmen am Donnerstag

Es würden zurzeit viele Gespräche geführt mit anderen Kantonen und auch mit dem Bund, sagt Jean-Pierre Gallati. Über allfällige weitere Massnahmen will der Kanton Aargau am Donnerstagmorgen informieren - man will zunächst abwarten, wie andere Kantone reagieren.

Ob das nicht etwas passiv wirke, wird der Vorsteher des Gesundheitsdepartements gefragt. «Es ist mir eigentlich egal, wie das wirkt», so Gallati. Man stecke derzeit nicht in einer «dringlichen Notsituation», die sofortiges Handeln erfordere.

Intensivstationen zu 86 Prozent ausgelastet

Die Intensivstationen im Kanton Aargau sind derzeit zu 86 Prozent ausgelastet, wie Regierungsrat Jean-Pierre Gallati erklärt. Von den Beatmungsplätzen seien 38 von 56 belegt, 22 davon durch Covid-Patienten.

Ausbau des Contact Tracing

Der Kanton will das Contact Tracing stark ausbauen. Seit Anfang November stehen 70 Mitarbeitende im Einsatz. Der Zivilschutz stellt 15 Leute. Die Zahl der Mitarbeitenden soll weiter erhöht werden. Es ist geplant, die Prozesse zu digitalisieren und zu automatisieren.

«Lage bleibt angespannt»

«Die aktuelle Lage im Kanton Aargau bleibt angespannt», sagt Kantonsärztin Yvonne Hummel. Am 4. November sei mit 495 Corona-Fällen die höchste Zahl erreicht worden. Im 7-Tage-Durchschnitt gebe es 314 bestätigte Fälle. Die Todesfallrate sei während der letzten fünf Wochen deutlich erhöht gewesen, seit zwei Wochen sei sie nun stabil.

Bisherige Massnahmen

Seit Ende Oktober gibt es im Aargau eine erweiterte Maskenpflicht sowie Personenbeschränkungen bei Veranstaltungen, Sport und Menschenansammlungen. Die Massnahmen sollen an Orten und in Situationen mit erhöhtem Infektionsrisiko wirken und hätten das rasche exponentielle Wachstum gebremst.

Aargau hält an bisherigen Massnahmen fest

Der Kanton Aargau ergreift vorerst keine zusätzlichen Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die sozialen Kontakte sollen gemäss Kanton weiter reduziert werden, damit das Gesundheitswesen nicht über seine Kapazitätsgrenzen kommt.

Der Kanton prüfe zur Epidemiebekämpfung «in permanenter Absprache mit anderen Kantonen und dem Bundesrat weitere Massnahmen». Das Departement tue dies «weiterhin risikobasiert und wirkungsorientiert».

Kanton Aargau

Der Kanton Aargau informiert ab 11 Uhr über die aktuelle Lage. Themenschwerpunkt des Point de Presse sind unter anderem das Testwesen und das Contact Tracing im Kanton.

Am Point de Presse informieren und stehen für Ihre Fragen zur Verfügung:

· Regierungsrat Jean-Pierre Gallati, Vorsteher Departement Gesundheit und Soziales (DGS)

· Barbara Hürlimann, Leiterin Abteilung Gesundheit, Departement Gesundheit und Soziales (DGS)

· Dr. med. Yvonne Hummel, Kantonsärztin, Departement Gesundheit und Soziales (DGS)

Wird der Kanton reagieren und die Corona-Massnahmen verschärfen? Dafür spricht der Druck des Bundesrats, der am Samstag mehrere Deutschschweizer Kantone zum Handeln aufforderte. Dagegen spricht, dass sich der Regierungsrat erst am Mittwoch zur nächsten ordentlichen Sitzung trifft.

Freitag, 27.11.2020

Zusammenfassung

Weil die Corona-Fallzahlen nicht wie erhofft weiter zurückgegangen sind, müssen im Kanton Bern Restaurants ab Montag bereits um 21 Uhr schliessen. Die Idee dahinter: die Bernerinnen und Berner sollen ihre sozialen Kontakte so stark wie möglich reduzieren. «Bleiben Sie zu Hause, verzichten Sie auf Treffen mit Freunden», sagte Gesundheitsdirektor Pierre-Alain Schnegg an der Pressekonferenz.

Andere Kantone haben die Restaurants gleich ganz geschlossen. Für den Kanton Bern war dies aber keine Notwendigkeit, wie Schnegg erklärte. Dass die frühe Sperrstunde ein «Auswärtsessen mit Freunden oder Familie» faktisch verunmögliche, stellte Schnegg nicht in Abrede. Er rief sogar dazu auf, wenn immer möglich darauf zu verzichten.

50 statt 100 Gäste

Nebst der Sperrstunde hat die Regierung auch die Maximalzahl der Gäste, die sich zur selben Zeit im Innern eines Restaurants aufhalten dürfen, von 100 auf 50 gesenkt. Zusätzliche finanzielle Unterstützung über die Härtefallregelung des Bundes hinaus plant der Kanton Bern für die Gastronomie nicht. Von den verschärften Regelungen ausgenommen sind unter anderem Take-Aways.

Ein weiteres Phänomen bereitet Schnegg Sorgen: die Zahl der Corona-Tests ist rückläufig. Den Grund für diese Baisse kennt die Regierung nicht. «Bernerinnen und Berner müssen sich mehr testen lassen», ermahnte Schnegg mit Blick auf die kalte Jahreszeit mit Schnupfen und Grippe. Auch wer nur leichte Symptome habe, solle sich unbedingt testen lassen. (sda)

Ende der Konferenz

Damit ist die Pressekonferenz auch schon zu Ende. Vielen Dank fürs Mitlesen!

"Verzichten Sie darauf, auswärts zu essen"

Ist die Schliessung um 21 Uhr als Appell gedacht, gar nicht mehr auswärts zu essen? Wenn es nicht drigend nötig sei, solle man darauf verzichten, auswärts zu essen, sagt Schnegg. «Verzichten Sie auf soziale Begegnungen. Das wird uns vor allem im Hinblick auf die Weihnachts- und Neujahrsperiode helfen.»

Lücken bei Umsetzung der Konzepte

Wie schätzt der Regierungsrat die Schutzkonzepte der Gastrobetriebe ein? Die Konzepte seien das eine, die Umsetzung das andere, sagt Schnegg. Es gebe bei der Umsetzung ab und an Lücken, die zu Ansteckungen führen.

50er Limite

Gilt die Obergrenze von 50 Personen nur für Innenräume oder fürs Restaurant insgesamt (inkl. Terrasse)? Die Limite gilt insgesamt für das Restaurant, sagt Schnegg.

Wie so man Weihnachten feiern?

Was rät der Regierungsrat für die Weihnachtsfeier? Das Maximum an Personen bei Privatanlässen sei klar in der Bundesverordnung geregelt, 10 Personen sei das Maximum, so Schnegg. «Wir laden die Leute ein, aufzupassen und sich so wenig wie möglich unter die Familie zu mischen.» Besonders Risikopersonen müssten geschützt werden, so Schnegg. Man solle Masken tragen.

Kein Lockdown

Die Situation im Kanton Bern sei immer noch besser als diejenige in de Romandie, führt Schnegg aus. Damit rechtfertigt er, warum Bern nicht in einen kompletten Lockdown geht.

Fragen der Journalisten

Sind Entschädigungen für Restaurants angedacht? Über das Härtefallprogramm des Bundes seien keine weiteren Unterstützungsmassnahmen vorgesehen, sagt Ammann.