Corona-MassnahmenNeuenburg verbietet private Veranstaltungen mit mehr als 5 Personen

Der Kanton Jura hat einen Ausnahmezustand verhängt. Restaurants und Bars müssen ab Montag schliessen. Menschenansammlungen ab 5 Personen werden untersagt. Die Übersicht zur Situation der Kantone im Ticker.

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In Neuenburg dürfen sich nicht mehr als fünf Personen treffen, auch im privaten Rahmen nicht.

In Neuenburg dürfen sich nicht mehr als fünf Personen treffen, auch im privaten Rahmen nicht.

KEYSTONE
30. Oktober
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Das Jura hat den kantonalen Ausnahmezustand verhängt.

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30. Oktober
30. Oktober

In Obwalden sind nur noch Veranstaltungen bis zu 30 Personen erlaubt.

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Freitag, 30.10.2020

Waadt verschärft Massnahmen nur leicht

Im Gegensatz zu anderen Westschweizer Kantonen hat die Waadt am Freitag keine viel restriktiveren Massnahmen angekündigt als diejenigen des Bundesrats. Restaurants und Bars werden nicht geschlossen und dürfen bis 23 Uhr geöffnet bleiben. Die Regierung beschloss nur drei «kleine» neue Massnahmen.

Konkret erweitert der Kanton Waadt den Begriff der privaten Veranstaltungen (mit maximal zehn Personen). Neben Familie und Freunden umfasst er auch alle Veranstaltungen, deren Teilnehmer dem Organisator bekannt sind, auch im Vereinsmilieu. «Ziel ist es, zu verhindern, dass Menschen ihre Mitgliedschaft in einem Verein nutzen, um zum Beispiel ein Essen oder einen Apéro mit 50 Personen zu rechtfertigen», erklärte Regierungspräsidentin Nuria Gorrite (SP) vor den Medien in Lausanne.

Für alle öffentlichen Veranstaltungen braucht es ein Schutzkonzept mit Maskenpflicht und Rückverfolgbarkeit. Auf Bundesebene benötigen nur öffentliche Veranstaltungen, die im Freien stattfinden, einen Schutzplan, jedoch ohne Maskenpflicht oder Möglichkeit der Identifizierung von Personen. In öffentlichen Lokalen wird die Verpflichtung zur systematischen Rückverfolgung beibehalten, auch wenn Masken und Abstände eingehalten werden.

Die Regierungspräsidentin sagte weiter, dass «alles auch in den Händen des Volkes liegt». Die Aufrechterhaltung der Bewegungsfreiheit liege in der Verantwortung jedes einzelnen Bürgers, indem er die Gesundheitsvorschriften respektiere.

Nach Angaben der ebenfalls anwesenden Gesundheitsdirektorin Rebecca Ruiz (SP) befinden sich derzeit im Kanton Waadt 229 Personen im Spital, 43 davon auf der Intensivstation. In Pflegeheimen gibt es aktuell 226 positiv getestete Personen und 35 Todesfälle seit dem 2. August. (SDA)

Neuenburg verbietet Veranstaltungen von über fünf Personen

Der Kanton Neuenburg verschärft die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Die Kantonsregierung hat am Freitag Ansammlungen von über fünf Menschen untersagt, auch im privaten Rahmen. Die Anordnung gilt ab Montag.

Die Beschränkung gilt nicht für Kinder unter zwölf Jahren. Beschlossen hat die Kantonsregierung zudem eine Maskenpflicht für die Oberstufe der obligatorischen Schule (sda)

Maskenpflicht im Kanton St. Gallen für Sekschüler

An den Oberstufenschulen im Kanton St. Gallen gilt am Montag eine Maskenpflicht für alle Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen – auch im Unterricht. Bereits ab Samstag sind Besuche in den Spitälern und Kliniken nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Der Kanton verschärft zur Eindämmung der Coronapandemie die Vorschriften, wie das Gesundheits- und das Bildungsdepartement am Freitag mitteilten. Die Maskentragpflicht für die Oberstufenschulen gilt im ganzen Schulgebäude und auch während des Unterrichts. Man wolle so die Anzahl Quarantänefälle senken, hiess es.

Die Patientinnen und Patienten der Akutspitäler, psychiatrischen Kliniken und Reha-Kliniken dürfen keine Besuche mehr empfangen. Die Regelung gilt ab sofort vorerst bis zum 16. Dezember. Ausnahmen gibt es für Eltern von hospitalisierten Kindern, bei Geburten und für Palliativpatientinnen und -patienten.

Personen mit einem positiven Coronatest müssen neu ihre engen Kontakte ausserhalb des gleichen Haushalts selber informieren. Jene Personen müssen nicht mehr in Quarantäne, dafür aber konsequent Abstand halten, Maske tragen und auf die Hygiene achten. Wer mit einer positiv getesteten Person im gleichen Haushalt lebt, muss weiterhin für zehn Tage in Quarantäne. (sda)

Jura verhängt wegen Corona-Krise kantonalen Ausnahmezustand

Im Kanton Jura werden ab Montag alle Bars und Restaurants sowie weitere öffentliche Einrichtungen von Museen bis Sportzentren geschlossen. Zudem werden Ansammlungen von über fünf Menschen untersagt.

Angesichts der äussert besorgniserregenden Situation im Gesundheitswesen hat der Kanton Jura bis vorerst 15. November einen kantonalen Ausnahmezustand verhängt, wie die jurassische Regierung am Freitag mitteilte. So werden ab Montag öffentliche und private Versammlungen von über fünf Personen untersagt. Als Ausnahme gelten unter anderem gesetzgebende Versammlungen sowie Gottesdienste.

Ab Montag müssen im Kanton auch alle Restaurants und Bars sowie öffentliche Einrichtungen im Kultur- und Sportbereich geschlossen bleiben. Für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen der Sekundarstufe 1 wurde eine Maskentragpflicht verfügt.

Die jurassische Regierung sieht sich nach eigenen Angaben zu diesen Massnahmen gezwungen, um einen Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern. Die kantonalen Spitäler seien am Anschlag und hätten erste Patienten aus dem Intensivpflegebereich nach Basel verlegen müssen. In den letzten zwei Wochen seien zudem bereits 19 Covid-19-Todesfälle zu verzeichnen gewesen – fast dreimal so viele wie bei der ersten Welle im Frühling. (sda)

Obwalden beschränkt Veranstaltungen auf 30 Personen

In Obwalden sind ab Montag nur noch Veranstaltungen mit höchstens 30 Personen zugelassen. Der Innerschweizer Kanton verschärft damit die Vorgaben des Bundes, der die Höchstzahl auf 50 festgelegt hat.

Der Regierungsrat will mit der Massnahme die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus reduzieren und damit das Contact Tracing entlasten, wie er am Freitag mitteilte. Es sei enorm wichtig, dass die Ansteckungsketten rasch unterbrochen würden, erklärte Gesundheitsdirektorin Maya Büchi-Kaiser (FDP) in der Mitteilung.

Die Obergrenze von 30 Personen hatte die Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz (ZGDK) bereits am Wochenende vom Bund gefordert. Nicht unter die Grenze fallen in Obwalden Personen, die bei der Durchführung der Veranstaltung mitarbeiten. Auch für Gemeindeversammlungen oder Kundgebungen gilt die Begrenzung der Teilnehmerzahl nicht.

Donnerstag, 29.10.2020

Graubünden

Die Bündner Regierung hat das Kantonsgebiet zur besonderen Lage erklärt. Grund dafür ist die auch im Gebirgskanton stetig steigende Zahl von Personen, die sich mit dem Coronavirus anstecken.

Sie erachte es aus «führungstechnischer Sicht als angezeigt, die Lage gestützt auf das Bevölkerungsschutzgesetz als besonders zu bezeichnen», teilte die Kantonsregierung am Donnerstag mit.

Das gewährleistet laut Mitteilung einerseits ein innerkantonal einheitliches Vorgehen. Andererseits ermögliche es, mit «adäquaten Massnahmen auf einen lokal oder regional begrenzten, rasch auftretenden Anstieg der Fallzahlen» zu reagieren. Entsprechend hätten die Gemeinden ihre Führungsstäbe einzusetzen.

Die Steuerung der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie obliegt in Graubünden dem Gesundheitsamt. Es wird für die Gemeinden einen Katalog mit zusätzlichen Massnahmen zur gezielten Eindämmung von lokal oder regional rasch zunehmenden Virusansteckungen erstellen.

Kanton Aargau

Der Kanton Aargau führt an der Sekundarschule sowie an Mittel- und Berufsfachschulen eine umfassende Maskenpflicht ein. Damit setze der Aargau die allgemeine Maskenpflicht für Jugendliche über zwölf Jahren im öffentlichen Raum auch im Schulbereich konsequent um, teilte die Staatskanzlei Aargau am Donnerstag mit. Auch Klassen- und Schullager sind gemäss Verfügung des Regierungsrats verboten.

Der Kanton machte auch den Spitälern zusätzliche Vorgaben. Die Akutspitäler mit Intensivstationen wurden aufgefordert, nur so viele Operationssäle für medizinisch nicht dringend angezeigte Operationen zu betreiben, dass sie bei steigenden Fallzahlen innerhalb von 48 Stunden zusätzliche Kapazitäten zur intensiven Versorgung von Covid-19-Patienten zur Verfügung haben.

Solothurn verschärft Massnahmen des Bundes

Der Kanton Solothurn zieht die Schraube im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter an. Ab Montag gilt an den Schulen der Sekundarstufe eine generelle Maskenpflicht. Die Zahl der Intensivbetten in den Spitälern wird von 14 auf 25 erhöht.

Die Lage im Kanton sei ernst, teilte die zuständige Regierungsrätin Susanne Schaffner am Donnerstag mit. Daher geht der Regierungsrat bei den Massnahmen weiter als der Bundesrat: Shishabars, Clubbetriebe sowie Erotik- und Sexbetriebe werden geschlossen.

In Barbetrieben dürfen insgesamt höchstens 30 Gäste anwesend sein. Take-away- und Imbissbetriebe müssen zwischen 23.00 Uhr und 06.00 Uhr geschlossen bleiben. Zudem ist es verboten, Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen durchzuführen. Diese Verschärfungen gelten am Freitagmittag bis längstens Ende Januar.

Der Kanton schränkt auch die Besuche in Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen ein. Ein Spitalpatient darf pro Tag höchstens einen Besucher empfangen. In Alters- und Pflegeheimen gibt es keine Angehörigenbesuche mehr in den Zimmern. Besuche können nur noch in definierten Sektoren und unter Anwendung strenger Schutzmassnahmen stattfinden. (sda)

Mittwoch, 28.10.2020

Maske während Unterricht

In der Volksschule wird ab Montag, 2. November 2020 die bisher auf dem Schulareal geltende Maskentragpflicht für alle erwachsenen Personen auf den Unterricht ausgeweitet. Dies schreibt der Kanton Zürich am Mittwoch in einer Mitteilung. Neu gilt diese generelle Maskentragpflicht auch für Schülerinnen und Schüler in der Sekundarschule, auch im Unterricht. Nach wie vor ausgenommen von der Maskentragpflicht sind Kinder im Kindergarten und in der Primarschule.

Dienstag, 27.10.2020

Definitiv keine Fasnacht in Luzern

In der Stadt Luzern wird es 2021 kein Fasnachtstreiben geben, wie die Behörden am Dienstag mitteilten.

Die Stadt begründete dies mit der aktuellen Pandemielage und den gesetzlichen Bestimmungen von Bund und Kanton, zu denen Schutzkonzepte und Versammlungsbeschränkungen gehören. Die Organisatoren von grossen Fasnachtanlässen könnten solche Anforderungen nicht einhalten, die Anlässe seien somit nicht bewilligungsfähig. Die aktuellen Bestimmungen liessen auch ein wildes fasnächtliches Treiben nicht zu.

Keine Entspannung in Sicht

Die Stadt Luzern rechnet damit, dass die Pandemielage noch monatelang angespannt bleibe. Es sei unvorstellbar, dass diese sich bis zur Fasnacht so stark entspanne, das Fasnachtsanlässe bewilligt werden könnten, teilte sie mit.

Die Stadt kommunizierte ihren Entscheid nach einem Treffen mit Vertretern des Kantons und der Luzerner Fasnacht. Die Fasnächtler hätten Verständnis gezeigt für die Haltung der Stadt, dass die Durchführung der Fasnacht 2021 nicht realistisch sei, teilte die Stadt Luzern mit.

Die Stadt Luzern stützt sich mit ihrer Haltung auch auf den kantonalen Führungsstab, der wegen der Coronapandemie eingesetzt worden ist. Es sei wichtig, jetzt auch ein klares Zeichen zu setzen und die Vorbereitungen nicht ins Leere laufen zu lassen, teilte die Stadt mit.

Bereits Absagen bekannt

Zwei traditionelle Fasnachtanlässe waren indes schon zuvor abgesagt worden, nämlich die beiden grossen Umzüge am Schmutzigen Donnerstag und am Güdismontag, für die das Luzerner Fasnachtskomitee zuständig ist. Diese Umzüge ziehen jeweils je rund 30'000 Personen an.

St. Gallen

Die St. Galler Regierung hat sich gegen zusätzliche Corona-Massnahmen ausgesprochen, wie sie der Bundesrat vorschlägt. Entweder solle darauf verzichtet oder die ausserordentliche Lage ausgerufen werden.

Neben anderen Massnahmen sei in den St. Galler Spitälern eine Erhöhung der Bettenkapazitäten in Vorbereitung. Durch die Einschränkung des Besuchsrechts in Heimen werde zudem der Schutz der besonders gefährdeten Personen verstärkt, heisst es in der Stellungnahme der St. Galler Regierung zu den Vorschlägen des Bundesrats.

Aufgrund dieser Ausgangslage sei «derzeit eine erneute und deutliche Verschärfung der Massnahmen zur Einschränkung des öffentlichen und privaten Lebens nicht vertretbar». Die Wirkung der bereits getroffenen Massnahmen lasse sich noch nicht hinreichend abschätzen. Es bestehe die Gefahr «eines Übersteuerns mit fatalen Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft», so die Regierung.

Ausserordentliche Lage ausrufen

Sie sieht die Vorschläge des Bundesrats aufgrund ihrer Reichweite und Wirkung vom Epidemiengesetz nicht abgedeckt. Die Kantone, die eine vom Bund abweichende Lagebeurteilung vornähmen, «müssen dennoch die Verantwortung und Folgekosten für diese Massnahmen tragen».

Wenn sich der Bund aufgrund seiner Lagebeurteilung für die Massnahmen entscheide, sei in der Konsequenz auch die ausserordentliche Lage auszurufen. Damit wäre für die St. Galler Regierung auch klargestellt, dass der Bund die Verantwortung für die gesellschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Folgen der Entscheide trage und sich an den Kosten angemessen beteilige.

Gemeinde Engelberg schafft Coronavirus-Hilfsfonds

Die Gemeinde Engelberg OW hat wegen der Coronakrise einen kommunale Härtefallfonds geschaffen. Sie beteiligt sich daran mit 100'000 Franken. Dank Zuwendungen Dritter könnte der Betrag noch etwas erhöht werden, teilte der Gemeinderat am Dienstag mit.

Der Gemeinderat ist der Ansicht, dass auf kommunaler Ebene ein weiteres Unterstützungsinstrument geschaffen werden soll. Dies auch, weil die Pandemie anhalte und auch die bevorstehenden Monate mit Unsicherheiten behaftet seien, teilte er mit.

Neben Privatpersonen können durch den kommunalen Hilfsfonds auch Klein- und Kleinstbetriebe sowie Vereine unterstützt werden, welche aufgrund der Coronakrise in Not geraten. (SDA)

Montag, 26.10.2020

Eskalationsstufe eins am KSB

Im Kanton Aargau haben sich die Fallzahlen innerhalb von einer Woche mehr als verdoppelt. Auch die Zahl der Hospitalisierungen nahm deutlich zu. Aus diesem Grund hat das Kantonsspital Baden die erste von vier Eskalationsstufen aktiviert, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt. Die Anzahl der Intensivbetten wurde von zehn auf zwölf erhöht. «Ob der Betrieb im Verlaufe dieser Woche auf Eskalationsstufe 2 mit 14 Intensivbetten umgeschaltet werden muss, wird kurzfristig entschieden», sagt Omar Gisler vom KSB gegenüber der Zeitung. Die Corona- Taskforce des Spitals treffe sich täglich zur Lagebeurteilung.

Tessin verfügt Maskenpflicht im Freien

Im Tessin gilt ab Dienstag eine Maskenpflicht im Freien, wenn der Mindestabstand zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Mit dieser und weiteren Massnahmen hat die Tessiner Regierung am Montagnachmittag die Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus› verschärft.

In Restaurants gilt weiterhin, dass nur im Sitzen konsumiert werden darf. Pro Tisch dürfen maximal vier Personen sitzen. Ausnahmen gelten nur für Familien, wie Regierungspräsident Norman Gobbi am Montagnachmittag vor den Medien sagte.

Die neuen Massnahmen gelten ab kommendem Mittwoch. Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum gilt bereits ab morgen Dienstag.

Sportarten mit Körperkontakt verboten

Zusätzlich werden ab Mittwoch alle Sportarten mit Körperkontakt verboten. Ausnahmen gelten für Sporttrainings von Kindern sowie für die Sportlektionen von Kindern und Jugendlichen in obligatorischen Schulen.

Mit dieser und weiteren neuen Regeln wolle die Tessiner Regierung noch vor dem Bundesratsentscheid handeln, erklärte Gobbi. Die Landesregierung informiert am Mittwoch über weitere Massnahmen.

Kanton Solothurn verschärft Massnahmen

Der Kanton Solothurn verschärft die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weiter: Menschenansammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum sind ab Dienstag verboten.

Untersagt sind auch Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen, wie die Staatskanzlei Solothurn am Montag mitteilte. Für Gemeindeversammlungen, für Sitzungen der kantonalen und kommunalen Parlamente sowie für politische und zivilgesellschaftliche und Unterschriftensammlungen würden Ausnahmen bestehen.

An privaten Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis, die nicht in öffentlich zugänglichen Einrichtungen und Betrieben stattfinden, dürfen höchstens 15 Personen teilnehmen.

In Bars- und Clubbetrieben sowie Diskotheken und Tanzlokalen wird die Zahl der Anwesenden auf 50 Personen beschränkt. An einem Tisch in Restaurants und Barbetrieben dürfen höchstens vier Personen sitzen. Neu gilt ab Dienstag auch eine Maskenpflicht bei gewerbsmässigen Personentransporten.

Die Massnahmen sind gemäss Regierungsrat zur Eindämmung der Pandemie «unumgänglich». Allein übers Wochenende wurden im Kanton 278 neue positive Fälle registriert.

Bieler Spital verschiebt nicht dringende Eingriffe

Im Kanton Bern sind seit Freitag 64 weitere Covid-19-Kranke in ein Spital eingeliefert worden. Die Zahl der Covid-Spitalpatienten stieg damit kantonsweit auf 217. Angesichts der steigenden Zahlen beschloss das Bieler Spitalzentrum, einen Teil der nicht dringenden operativen Eingriffe auf später zu verschieben.

Wie Spital-Mediensprecherin Marie-Pierre Fauchère am Montag auf Anfrage sagte, werden etwa die Hälfte der nicht dringenden Eingriffe verschoben. Das Bieler Spital will mit dieser Massnahme vorsorglich Kapazität schaffen für die Behandlung von Covid-19-Kranken.

Solange die Behörden von Bund oder Kanton den Spitälern keine Anweisungen machten, könnten diese selber ihre Operationstätigkeiten einschränken: Das sagte dazu am Montag Gundekar Giebel, Mediensprecher der bernischen Gesundheitsdirektion, auf Anfrage.

Im März, während der ersten Corona-Welle, hatte der Bundesrat die Spitäler angewiesen, mit Blick auf Corona keine nicht dringenden Eingriffe vorzunehmen.

Giebel sagte weiter, der Kanton Bern behalte sich vor, situativ weiter gehende Vorgaben zur sogenannten «elektiven» Operationstätigkeit zu machen, also zu nicht dringenden Eingriffen. Er werde von den Spitälern sehr rasch über die Entwicklungen informiert.

Generelle Maskenpflicht für Lehrer im Kanton Bern

In Berner Schulen müssen ab Dienstag alle Erwachsenen Masken tragen. Das hat am Montag das Kantonsarztamt in Absprache mit der kantonalen Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) beschlossen.

Wie einem am Montag auf der BKD-Internetseite veröffentlichten Schreiben zu entnehmen ist, gilt die Maskenpflicht in Schulen, Tagesschulen und Musikschulen.

Dies auf dem gesamten Gelände dieser Institutionen und auch während des Unterrichts. Auf der Sekundarstufe I gilt die Maskenpflicht auch für Schülerinnen und Schüler.

Kantonsarztamt und BKD empfehlen den Schulen darüber hinaus, auf Kontakt- und Ballsportarten im Sport zu verzichten. Die Verantwortung obliegt den Gemeinden. Diese müssen auch die erforderlichen Schutzmasken bezahlen.

Fallzahlen in den beiden Basel gebremst

In den beiden Basel hat sich am Montag die Zunahme der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus weiter abgeschwächt. Im Kanton Basel-Stadt gab es bisher insgesamt 2245 positiv getestete Fälle, im Kanton Baselland 2215.

Im Stadtkanton wurden am Sonntag 41 Neuinfektion verzeichnet gegenüber 81 am Vortag. In Baselland ging die Zahl der neu positiv auf des Coronavirus getesteten Personen im gleichen Zeitraum von 83 auf 71 zurück. Dies geht aus den Corona-Statistiken auf den Webseiten der beiden Kantone hervor.

Im Kanton Baselland befanden sich am Montag 27 an Covid-19 erkrankte Menschen in Spitalpflege, vier mehr als am Sonntag. Vier Personen lagen auf der Intensivstation und mussten beatmet werden. Im Kanton Basel-Stadt wurden am Montag keine Angaben zu den Hospitalisierten veröffentlicht.

Sonntag, 25.10.2020

St.Gallen schränkt Besuche in Heimen ein

Im Kanton St. Gallen schränkt der Regierungsrat aufgrund steigender Corona-Fallzahlen Besuche in allen Betagten- und Pflegeheimen ab Dienstag ein. Heimbewohner dürfen gemäss dem Entscheid vom Sonntag pro Tag nur noch zwei Besuchende empfangen. Die Regierung kündigte zudem weitere Verschärfungen unter Vorbehalt für Freitag an.

Die Besucherinnen und Besucher von Altersheimen müssen sich im Voraus anmelden und erhöhte Schutzmassnahmen beachten, wie es in einer Mitteilung der St. Galler Staatskanzlei heisst. Ausnahmen zulassen will die Regierung in Ausnahmesituationen, etwa wenn jemand im Sterben liegt.

Der Regierungsrat kündigte nach seiner ausserordentlichen Sitzung zudem an, dass er weitere Einschränkungen vorbereitet hat und diese unter Umständen Ende Woche umsetzen will. Voraussetzung ist, dass bereits bestehende Einschränkungen ihre Wirkung nicht erzielen oder der Bundesrat in der Zwischenzeit keine neuen national gültigen Regelungen erlässt.

(SDA)

Schwyz

Der Kanton Schwyz verschärft seine Massnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Ab Montag verboten sind private Veranstaltungen mit mehr als zehn Personen und übrige Veranstaltungen mit mehr als 30 Personen.

Am Arbeitsplatz gelte neu in Innenräumen eine Maskentragpflicht, teilte der Innerschweizer Kanton am Sonntagnachmittag weiter mit. Die bislang durch den Kanton und den Bund ergriffenen Massnahmen zeigten sich aufgrund der weiter stark steigenden Fallzahlen als nicht ausreichend, schreibt der Kanton.

Der Regierungsrat ergreife daher jetzt weitere Massnahmen und warte nicht auf die auf Mittwoch angekündigten Massnahmen des Bundesrates. An einer ausserordentlichen Sitzung der Regierung vom Sonntag seien die Massnahmen beschlossen worden.

In der Mitteilung wird zudem an die Bevölkerung appelliert, Eigenverantwortung wahrzunehmen und die geltenden Hygienevorschriften und Abstandregeln einzuhalten, Es sei besonders wichtig, dass das Contact-Tracing und damit die konsequente Weiterverfolgung der Übertragungsketten aufrechterhalten werden könne.

1533 Kommentare
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Verstehe die 5er Regel nicht

27.10.2020, 00:55

Wieso immer 5 Personen?! Muss dann bei 3 Paaren ohne Kinder (oder erwachsenenen Kinder) jeweils 1 Partner Zuhause resp. fernbleiben?

Ch

27.10.2020, 00:40

Hört auf zu lügen😡

kira

26.10.2020, 23:45

Reto Brennwalds (ehemaliger Moderator der Arena/SRF) Film ist online zu sehen. Unter vimeoxxx .xxxcom /xxxx 471959768 Bitte einfach die x und zwischenräume entfernen