22.11.2020 10:39

Teil-LockdownCorona-Zahlen sinken in der Westschweiz am schnellsten

Die strengen Corona-Massnahmen in der Westschweiz greifen. Die Reproduktionszahlen in Genf, Jura, Freiburg und im Wallis sind schweizweit am tiefsten.

Darum gehts

  • Im Kanton Wallis halbierten sich die Corona-Zahlen innerhalb von zehn Tagen.

  • Die Reproduktionszahl ist in Genf, Jura, Freiburg und Wallis am tiefsten.

  • Schweizweit liegt der R-Wert unter 0,8.

Der Teil-Lockdown in der Westschweiz zeigt seine Wirkung. Die Romandie bringt laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» (Artikel ist kostenpflichtig) die Coronavirus-Zahlen schneller als die Deutschschweiz nach unten.

Die Zeitung beruft sich dabei auf neue Zahlen, die auf der Website der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes zu finden sind. Demnach ist die Reproduktionszahl in Genf, Jura, Freiburg und im Wallis schweizweit am tiefsten. Das sind jene Kantone, die frühzeitig einschneidende Massnahmen getroffen haben: Ab Ende Oktober wurden Freizeitangebote und später Restaurants geschlossen. In Genf sind zudem die meisten Läden zu.

Zahlen halbierten sich innert zehn Tagen

Der Kanton Wallis galt im Oktober noch als Corona-Hotspot der Schweiz. Vor gut einem Monat wurden Fitnesscenter, Kinos, Theater geschlossen und eine Sperrstunde eingeführt. Anfang November folgte die Schliessung der Restaurants. Mit Erfolg. «Innerhalb von zehn Tagen halbierten sich unsere Zahlen von 800 Fällen im Wochendurchschnitt auf 400 Fälle. Jetzt sind wir bald bei 200», sagt die Walliser Gesundheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten im Bericht.

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

Der R-Wert zeigt an, wie viele Leute eine erkrankte Person im Durchschnitt ansteckt. Die Daten belegten, dass die ergriffenen Massnahmen die erhoffte Wirkung erzielen: Ende Oktober wurden in der Romandie zuerst öffentliche Angebote wie Kinos, Theater oder Fitnesscenter heruntergefahren und kurz darauf mussten die Restaurants schliessen. Dieser letzte Schritt habe die Trendwende gebracht, sagte diesbezüglich der jurassische Kantonsarzt Christian Lanz gegenüber der Zeitung.

R-Wert schweizweit unter 0,8

Der sogenannte R-Wert wird auch von der «SonntagsZeitung» thematisiert. Er liege nunmehr im schweizweiten Schnitt bei 0,78 und damit innerhalb des von der Taskforce des Bundes definierten Zielbandes, hiess es. Mit Basel habe die Schweiz aber einen neuen Coronavirus-Hotspot.

Hast du oder jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

(woz/SDA)

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69 Kommentare
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B.Kerzenmacher

23.11.2020, 13:45

Eigentlich sollten sich die Leute einfach nur mal einen Monat zusammenreissen, damit man im Anschluss wieder einigermassen normal leben kann. Die neuen Massnahmen sind nur nötig, weil sich viele in den Monaten davor nicht mehr so wirklich an die Abstands- und Hygieneregeln gehalten haben, und meinten Corona gibt es nicht mehr. Also klassisches "Aktion = Reaktion" Prinzip. Wer nun eben meint einfach trotzdem weiter machen zu können wie bisher, wird eine weitere Reaktion seitens des Staates bekommen. Und die trifft dann wieder Wirtschaft, die Gastronomen etc.

Weihnachtsgeschenk 2020

23.11.2020, 04:23

Eine 50er Packung Hygienemasken zu 9.99. Passt.

Mag nicht mehr hören

22.11.2020, 14:19

Die ganze auf und zu macherei sooo unnötig! Wo führt das hin? Ist das Lösungsansatz im 2020 oder aufräumen im Bereich Wirtschaft?