Aktualisiert 28.02.2020 20:58

Zurück nach Italien?Coronavirus? Gerüchte um Dzemaili-Transfer

Ende Januar wechselte Blerim Dzemaili nach China zu Shenzhen FC. Nun gibt es Gerüchte, dass er bereits einen neuen Verein suche, wegen des Coronavirus.

von
Etienne Sticher
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Gerüchten zufolge will Blerim Dzemaili nur ein Monat nach seinem Transfer zum Shenzhen FC bereits wieder weg vom chinesischen Verein.

Gerüchten zufolge will Blerim Dzemaili nur ein Monat nach seinem Transfer zum Shenzhen FC bereits wieder weg vom chinesischen Verein.

Luca Zennaro/ANSA via AP
Wegen des Ausbruchs des Coronavirus wurde der Start der chinesischen Liga bis auf Weiteres verschoben.

Wegen des Ausbruchs des Coronavirus wurde der Start der chinesischen Liga bis auf Weiteres verschoben.

Getty Images/Yifan Ding
Deshalb will Dzemaili gemäss Tessiner Medien zu einem neuen Verein. Beneveto Calcio, der Leader der Serie B, soll interessiert sein.

Deshalb will Dzemaili gemäss Tessiner Medien zu einem neuen Verein. Beneveto Calcio, der Leader der Serie B, soll interessiert sein.

epa/Giorgio Benvenuti

Noch keinen Monat ist es her, dass der ehemalige Schweizer Nationalspieler Blerim Dzemaili nach China wechselte. Von Bologna, wo er 14 von möglichen 21 Partien absolvierte, ging es zum Shenzhen FC. Doch bereits gibt es Gerüchte, dass der 33-Jährige wieder wegwill. Bevor er je für die Chinesen auflief. Das jedenfalls schreibt Tio.ch. Grund: Coronavirus. Deswegen befindet sich Shenzhen FC wie auch andere chinesische Teams im Trainingslager in Spanien.

Wegen des Ausbruchs der Krankheit wurde auch der Start der chinesischen Liga bis auf weiteres verschoben. Deswegen soll sich Dzemaili nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Interessenten wären vorhanden sein: Benevento Calcio, der Leader der Serie B, soll interessiert sein. Der Verein will sein Kader aufbessern und sich für die nächste Saison in der Serie A vorbereiten. In Benevento würde Dzemaili auf Filippo Inzaghi treffen, der ihn bereits bei Bologna trainiert hatte.

Andere Spieler verliessen China bereits. Odion Ighalo beispielsweise wechselte nach drei Jahren bei verschiedenen chinesischen Vereinen zu Manchester United, wo er weniger verdient. Er wollte unbedingt zu den Engländern, sagte der Nigerianer. Als Grund nannte er aber nicht das Virus, sondern seine Bewunderung für die «Red Devils».

Aufstieg der chinesischen Liga gestoppt?

Oscar, Hulk, Anthony Modeste, Ramires, Ighalo – die chinesische Liga hatte 2016 eine grosse Transferoffensive gestartet. Das Land der Mitte lockte Weltstars mit horrenden Löhnen an und scheute nicht davor, weit mehr als den Marktwert eines Spielers zu zahlen. Den Fussball wollte man im Land populärer machen und auch dem Staatspräsidenten Xi Jinping gefallen. Dieser ist bekennender Fussballfan und will sein Land zu einer Fussballgrossmacht machen.

Doch in der vergangenen Wintertransferphase gaben die chinesischen Teams nur gerade 28 Millionen aus. Neben des Coronavirus schränkte auch eine neue Regel die in der Regel sehr grosszügigen Clubs ein: eine Gehaltsbeschränkung von 3,3 Millionen Franken pro Jahr für ausländische Spieler. Dies betrifft laufende Verträge aber nicht, und so verdient Oscar weiterhin 27 Millionen pro Jahr. Ob er aber nach Ablauf seines Vertrages im nächsten Winter in China gehalten werden kann, ist äusserst fraglich, da er eine Gehaltskürzung von fast 90 Prozent hinnehmen müsste.

Anderen Spielern gefiel zwar das Gehalt in China, nicht aber das Spielniveau. So kehrte beispielsweise Carlos Tevez nach einem Jahr bei Shanghai Greenland Shenhua zurück in die Heimat. Mit 40 Millionen mehr auf dem Bankkonto. Das war sein Lohn. Dafür absolvierte er 20 Partien – und erzielte nur vier Tore. Er habe das Adrenalin vermisst, sagte er nach seiner Rückkehr. «Sie können einfach nicht Fussball spielen.»

Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast Die Sendung ist zu hören auf Apple Podcasts oder direkt hier:

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