BAG meldet 10 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden

Die Corona-Krise dauert weiterhin an. Alle News zum Coronavirus in der Schweiz im Ticker.

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25. Mai
25. Mai

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages zehn neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Keystone
24. Mai
24. Mai

Am 24. Mai meldete das BAG nur noch 11 Neuinfektionen. Am Vortag waren es 18 gewesen.

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24. Mai
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Noch gibt es keinen Impfstoff gegen das Coronavirus - die Schweiz will sich, sollte es einen geben, eine gute Ausgangslage verschaffen.

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  • Mittlerweile gibt es in der Schweiz und Liechtenstein 30'746 Corona-Fälle. (Stand 25. Mai 2020)
  • Das BAG zählt 1642 Todesfälle. (Stand 25. Mai 2020)
  • Die Kantone meldeten 1906 Todesfälle. (Stand 25. Mai 2020)

Montag, 25.5.2020

Neue Zahlen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages zehn neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Am Sonntag waren elf Fälle gemeldet worden, am Samstag 18 und am Freitag 13.

Insgesamt gab es 30'746 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag mitteilte. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Über die Auffahrtstage hatten die meisten Kantone ihre Zahlen bis Montagmittag nicht aktualisiert.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montagmittag 1906, das sind zwei mehr als noch am Vortag gemeldet waren. Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten.

KKJPD-Präsident weist Vorwürfe zurück

«Der Vorwurf, die Polizei mache zu wenig, trifft nicht zu.» Das sagt Urs Hofmann, Präsident der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren und -direktorinnen (KKJPD), in einem Interview mit SRF. «Nicht die Polizei muss mehr tun. Die Leute müssen vernünftig sein, damit eine zweite Welle verhindert werden kann.» Die Polizei könne nicht überall gleichzeitig sein.

Hofmann betont, dass die Einsätze verhältnismässig sein müssen. Es sei nicht möglich massenhaft Leute zu verhaften.

Millionen-Betrug

Im Kanton Waadt kam es zu einem grösseren Betrugsfall mit Covid-19-Notkrediten. Wie die Polizei am Montag in einer Mitteilung schreibt, sollen sich mehrere Täter bei verschiedenen Banken Kredite im Wert von mehreren Millionen Franken erschlichen haben. Es kam zu Razzien in verschiedenen Unternehmen.

Die Polizei hat mehrere Personen vorläufig festgenommen und eine Untersuchung wegen Betrugs, Untreue, schwerer Misswirtschaft, Wertpapierfälschung, Geldwäsche und Verstoss gegen die Covid-Verordnung eingeleitet. Laut Polizei wurden bereits mehr als 1,5 Millionen Franken ins Ausland überwiesen.

Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um Schweizer Bürger aus der Türkei. Sie werden verdächtigt, von verschiedenen Banken aufgrund falscher Angaben Hilfen in Höhe von mehreren Millionen Franken erhalten zu haben.

Kurzarbeit verlängern

Der Arbeitgeberverband fordert eine Verlängerung der Kurzarbeit für gewisse Branchen. Dies schreibt SRF und bezieht sich auf ein Treffen von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Vertretern der Kantone und den Bundesräten Alain Berset und Guy Parmelin. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes, Valentin Vogt, erklärt: «Es geht hier jetzt darum, Sicherheit für diese Branchen zu schaffen, damit sie wissen, dass wenn es notwendig wird, dass sie die Möglichkeit dazu haben.»

Auch die Frist für die Rückzahlung von Coronakrediten solle gemäss dem Präsidenten des Gewerkschaftsbundes, Pierre-Yves Maillard, verlängert werden, um Konkurse nicht zu verschieben, sondern zu verhindern. Er denke dabei an eine Frist von 15 bis 25 statt der momentanen 5 bis 7 Jahre.

Angesammelte Anträge auf Kurzarbeit im Kanton Waadt. (Keystone/16. April 2020)

Sonntag, 24.5.2020

«Wildes Fussballspiel» verhindert

Die Polizei hat am Sonntag in Vessy im Kanton Genf ein sogenanntes «wildes Fussballspiel» verhindert. Rund 300 Personen wollten sich dort diese nach der Covid-19-Verordnung des Bundesrates derzeit verbotene Veranstaltung ansehen.

Alexandre Brahier bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA eine entsprechende Meldung von «20minutes». Bereits am Donnerstagabend hatte die Polizei in Lausanne ein nicht offizielles Fussballspiel beobachtet, das rund 1000 junge Menschen anlockte, hatte aber nicht eingegriffen. In den Tagen davor hatten weitere solche Spiele im Kanton Waadt stattgefunden.

Autobahnraststätte gesperrt

Wie die Luzerner Polizei in einer Mitteilung schreibt, wurde auf den Autobahnraststätten auf der A14 bei Inwil (St. Katharina) in der Nacht auf Sonntag ein sehr hohes Personenaufkommen festgestellt. Die Autos standen kreuz und quer, die Abstände wurden nicht eingehalten.

Das Personal der Raststätte wurde teilweise von nicht einsichtigen Kunden angefeindet, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Tankstellen und die Shops mussten deshalb vorübergehend geschlossen werden. Es wurden mehrere Personen weggewiesen oder gebüsst.

Neue Zahlen

Das BAG gibt neue Zahlen bekannt: Nur noch elf Infizierte wurden in den letzten 24 Stunden getestet. Sieben weniger als am Samstag. Die Zahl der Todesfälle blieb laut BAG-Zählung unverändert bei 1641. Insgesamt zählt das BAG am 24. Mai 30'736 Corona-Fälle in der Schweiz.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Sonntagmittag 1904, einer mehr als noch am Vortag gemeldet waren. Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten.

60 Prozent sollen geimpft werden

Der Wettlauf der Nationen bei der Suche nach einem Impfstoff hat längst begonnen. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, hat der Bund für den Kauf von rund 10 Millionen Impfdosen 200 Millionen Franken reserviert. Dies sollte genügen, um 60 Prozent der Bevölkerung gegen das Virus zu schützen. Dies gehe laut Zeitung aus dem Corona-Nachtragskredit des Bundesrates hervor.

Man rechne mit zwei Injektionen pro Person. «In der ersten Phase sollen Kinder vom Impfregime ausgenommen werden», sagt Nora Kronig vom Bundesamt für Gesundheit. Diese sind von Corona kaum betroffen.

Darüber hinaus wolle der Bund laut «NZZ am Sonntag» in Firmen investieren, die solche Impfstoffe entwickeln und produzieren. Eine Arbeitsgruppe solle für rund 100 Millionen Franken Vorverträge abschliessen, würden Insider berichten. Eine wichtige Rolle würden dabei auch Firmen in der Schweiz einnehmen, etwa Lonza mit ihrer Produktionsstätte in Visp oder die Impfstoffsparte von Johnson & Johnson in Bümpliz.

Samstag, 23.5.2020

BAG-Koch warnt vor zweiter Welle im Winter

Daniel Koch sprach mit CH Media über Ausgang nach dem Lockdown, eine mögliche zweite Welle von Corona-Ansteckungen und den Impfstoff. Im Ausgang müssten die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden – trotz tiefer Fallzahlen. Zwar sei die Ansteckungsgefahr auch in Menschenansammlungen wie in der Basler Partynacht vom 16. Mai derzeit nicht allzu gross, so Koch: «Wenn sich dann aber doch eine infizierte Person in der Menge aufhält, hat man plötzlich hunderte oder tausende Personen, die potenziell angesteckt haben.»

Bei Grossveranstaltungen sei die grosse Frage, ob man die Kontakte zurückverfolgen könne: «Bei einem Open-Air-Festival ist das aussichtslos.» Hingegen sei etwa ein Konzert mit Sitzplätzen denkbar, sagt Koch. Dann wisse man genau, wer wo gesessen habe.

Das Ziel laute, eine zweite Welle zu verhindern, so der 65-Jährige weiter. Im nächsten Winter sei dieses Risiko tendenziell höher: Es zirkulierten dann mehr Atemwegserkrankungen, was dazu führe, dass mehr Personen grippale Symptome aufweisen: «Wir werden deshalb auch sehr viel mehr Menschen testen müssen.» Da sei die Wahrscheinlichkeit grösser, dass eine mit dem neuen Coronavirus infizierte Person durch die Maschen falle. Zudem verbreite sich das Virus in kalter und trockener Luft möglicherweise besser.

Von einem Impfstoff müsse zuerst das Pflege- und Spitalpersonal profitieren, so Koch. Derzeit stünden alle Staaten im Gespräch mit den Pharmafirmen. Diese hätten auch selbst ein Interesse daran, dass nicht nur ein einziges Land bedient wird: «Die meisten Pharmafirmen haben bereits Konzepte mit internationalen Verteilschlüsseln erarbeitet.» Dass es bereits dieses Jahr einen serienreifen Impfstoff gibt, hält Koch aber für unwahrscheinlich.

18 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 18 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, fünf mehr als am Freitag. Insgesamt gab es 30'725 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mitteilte.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 358 Ansteckungen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Samstagmittag 1903, einer mehr als noch am Vortag gemeldet waren. Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten.

Das BAG gab die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Covid-19 mit unverändert mit 1641 an. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis Samstagmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schreibt das BAG.

Landesweit wurden bislang insgesamt 367'037 Tests durchgeführt. Davon waren nach Angaben des BAG 10 Prozent positiv.

Freitag, 22.5.2020

Keine Tore

Die Lausanner Polizei hat am Freitagabend alles unternommen, ein weiteres «wildes Fussballspiel» zu verhindern. Sie entfernte im oberen Stadtteil Les Boveresses alle Fussballtore, die sie finden konnte. Am Donnerstagabend hatte ein inoffizielles Fussballspiel dort rund 1000 junge Menschen angelockt. Die Polizei griff nicht ein.

Obwohl solche Massenveranstaltungen die derzeit geltende Covid-19-Verordnung des Bundesrates zur Eindämmung des Coronavirus verletzen und nicht erlaubt sind, haben in den vergangenen Tagen sechs weitere solche Spiele im Kanton Waadt stattgefunden.

1000 Personen an illegalem Fussballmatch

Ein nicht offizielles Fussballspiel hat in Lausanne am Donnerstagabend fast 1000 junge Menschen angelockt. Dies, obwohl Massenveranstaltungen wegen des Coronavirus verboten sind.

Die Polizei nahm niemanden fest, sondern leitete eine Untersuchung ein, um die Verantwortlichen des Anlasses zu identifizieren. «Angesichts der Zahl der Anwesenden hätte ein Eingreifen für die Polizei kontraproduktiv und sogar gefährlich werden können», sagte ein Sprecher der Stadtpolizei Lausanne dem Westschweizer Radio RTS. Die Polizei habe Abstand gehalten, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern.

Das wilde Spiel fand in Les Boveresses, im oberen Teil der Stadt, statt. «Wir wussten, dass sich da etwas zusammenbraut, aber wir kannten den genauen Ort nicht. Deshalb war es schwierig, das Spiel im Vorfeld zu verhindern», sagte der Polizeisprecher weiter.

Diese Art von Begegnung zwischen jungen Menschen würden in den sozialen Netzwerken organisiert. In den vergangenen Tagen hätten weitere solche Spiele im Kanton Waadt stattgefunden.

Soldaten nach Corona-Einsatz

Seit dem 24. März unterstützt das Spitalbataillon 75 der Armee die zivilen Gesundheitsinstitutionen in der Ostschweiz bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Am Freitag wurden die Soldaten einer ersten Kompanie in Frauenfeld entlassen.

Nach zehn Wochen im Dienst hiess es «Abtreten» für die Kompanie 75/2 des Bataillons, wie die Armee mitteilte. Die Soldaten wurden unter Bereitschaftsauflagen entlassen. Der Rest der Kompanie wird in einer Woche ebenfalls entlassen.

Die Mehrzahl der Armeeangehörigen wurde als Pflegehelfer in den Spitälern und Pflegeheimen der Region eingesetzt. Aber auch im Rettungsdienst und sogar in einem Untersuchungsgefängnis, das als Quarantäne- und Isolationsstation dient, leisteten Soldaten Dienst.

Swiss befürchtet lange Krise

Die Swiss rechnet mit einem jahrelangen Taucher durch die Coronakrise. «Den Umsatz des Jahres 2019 dürften wir wohl erst wieder im Jahr 2023 erreichen», sagte Swiss-Kommerzchef Tamur Goudarzi Pour im Interview mit dem Onlineportal «Travelnews».

«Wir sprechen hier von einem langen Weg. Es ist kein U und kein V, sondern eher wie eine Nike-Bildmarke: es geht stark schnell runter und dann nur langsam wieder hoch», sagte der Swiss-Manager am Freitag weiter.

Der Reiseverkehr hinke der wirtschaftlichen Erholung hinterher. Er gehe als erster zurück und komme als letzter wieder hoch. «Ob auf 60, 70 oder 80 Prozent der Kapazität, wissen wir noch nicht», sagte Goudarzi Pour auf die Frage, wie er die Lage in einem Jahr einschätze.

Flugangebot wird erhöht

In der Krise habe die Swiss einen Minimalflugplan mit 3 Prozent des Angebots aufrechterhalten. «In einem nächsten Schritt werden wir unser Flugangebot im Juni auf 15 bis 20 Prozent erhöhen. Dies ist sehr schwierig, da je nach Land andere Restriktionen gelten und Lockerungen pro Land schwierig einzuschätzen sind», sagte Goudarzi Pour.

«Dazu müssen wir die richtigen, teils kleineren Flugzeuge auswählen. Gleichzeitig müssen wir die Kosten im Auge behalten», sagte der Kommerzchef. 90 Prozent der Piloten und Flugbegleiter seien in Kurzarbeit.

Eine besondere Herausforderung stelle dabei unser Hub-Geschäftsmodell dar. «Um dieses aufbauen zu können, benötigen wir Umsteigepassagiere. Nur dadurch können wir der Schweizer Volkswirtschaft die so wichtigen interkontinentalen Direktverbindungen anbieten», sagte Goudarzi Pour.

«Wir möchten das Angebot sukzessive erhöhen und nicht mehr nur auf Sicht fliegen.» Der bisherige Zweiwochen-Rhythmus, den Flugplan anzupassen, hat sich in der Krise zwar bewährt. «Nun wollen wir aber auch weiter nach vorne schauen und in wenigen Wochen einen Flugplan verkünden, der sich Richtung 50 Prozent des Flugangebots bis Ende 2020 weiter entwickelt», sagte das Swiss-Konzernleitungsmitglied.

Rückzahlungen von über 100 Millionen Franken

Zur Auseinandersetzung mit den Kunden um die Rückzahlung der Ticketpreise für gestrichene Flüge sagte der Swiss-Manager: Das Thema betreffe nicht nur die Swiss, sondern die ganze Branche. «Hätte die Luftfahrtbranche umgehend alles erstattet, wäre vielen Fluggesellschaften die Liquidität ausgegangen.»

«Wir stellen die Forderungen überhaupt nicht in Frage und wir halten uns auch stets an das geltende Recht. Wir konnten aber angesichts des hohen Volumens an Forderungen die üblichen Fristen nicht einhalten und haben darum um Verständnis gebeten. Wir sind aber laufend dran, Rückervergütungen zu erstatten.»

Das betreffe sowohl Privat- als auch Firmenkunden. «Wir haben in diesem Jahr bereits Rückvergütungen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich getätigt», sagte Goudarzi Pour. Diese Zahl sei höher als die der beantragten, aber noch nicht rückbezahlten Forderungen.

Die Swiss werde den Reiseveranstaltern bis zum 30. September 2020 sämtliche Forderungen zurückvergüten, die durch Corona-Streichungen entstanden seien, sagte der Swiss-Manager. Diesen Punkt habe die Swiss mit dem Schweizer Reise-Verband (SRV) diskutiert. «Wir werden den Dialog dazu weiter suchen.»

Und die Swiss habe die Umbuchungsmöglichkeiten bis am 31. Dezember 2021 verlängert, was den Kunden helfe und der Swiss wiederum Liquidität verschaffe. So könnten Kunden beispielsweise eine Urlaubsbuchung für diesen Sommer bereits jetzt auf das nächste Jahr umbuchen lassen. «Mit dieser Regelung erhalten auch Reisebüros mehr Flexibilität, ihre Kundenbuchungen zu behandeln. Diese Massnahmen sind Schritte, um das Thema gemeinsam zu lösen», sagte Goudarzi Pour.

13 neue Ansteckungen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 13 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, 23 weniger als am Donnerstag. Insgesamt gab es 30'707 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte.

Donnerstag, 21.5.2020

36 neue Fälle

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 36 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, 4 weniger als am Mittwoch. Insgesamt gab es 30'694 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilte.

Am Dienstag hatte BAG noch 21 und am Montag 10 neu registrierte Ansteckungen gemeldet. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 358 Ansteckungen.

Mittwoch, 20.5.2020

SBB prüft Waggons mit Maskenpflicht

Die SBB prüft offenbar eine Maskenpflicht für einzelne Waggons. In einer Umfrage, die die SBB unter Stammkunden durchführt, stellt der Kundendienst die Frage, ob man im Vergleich zur jetzigen Empfehlung, eine Maske zu tragen, weniger oft oder häufiger reisen würde, wenn man die Chance hat, in einem Waggon zu sitzen, in dem alle Fahrgäste eine Maske tragen würden.

Die SBB möchte mit der Befragung den Puls der Bahnreisenden fühlen und allenfalls Massnahmen ableiten, um die Nachfrage im Schweizer ÖV, die ja um bis zu 90 Prozent gesunken ist, wieder erhöhen zu können, sagte SBB-Sprecher Raffael Hirt zum «Blick».

SBB-Personal mit Kundenkontakt sind seit dem 11. Mai dazu verpflichtet, eine Maske zu tragen. Die Gewerkschaft der SBB-Mitarbeiter würde es begrüssen, wenn auch die Fahrgäste eine Maske tragen müssten. «Mit den Masken schützt das Personal zwar das Umfeld, hat aber selbst nur einen eingeschränkten Selbstschutz», meinte SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni vergangene Woche zum «Blick». «Wenn man den Schutz wirklich aufrechterhalten und auch umsetzen will, dann wäre es schon so gedacht, dass sich auch die Reisenden im öffentlichen Verkehr mit einer Gesichtsmaske ausrüsten sollten.»

Waadt ruft zu Tests auf

Der Kanton Waadt ermutigt alle Menschen mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19, sich testen zu lassen – auch diejenigen, die nicht zur Risikogruppe gehören. Diese können sich in einem der 13 Zentren im Kanton einem Schnelltest unterziehen lassen.

«Wir haben diejenigen Personen im Visier, die sich bislang nicht haben testen lassen, denn dies hat man von ihnen verlangt», sagte Staatsrätin Rebecca Ruiz (SP) am Mittwoch vor den Medien. Sie erinnerte daran, dass auf dem Höhepunkt der Pandemie nur gefährdete Personen getestet werden sollten.

Durch die Ausweitung der Tests auf die gesamte Bevölkerung solle die Übertragungskette so schnell wie möglich blockiert werden, sagte die Gesundheitsvorsteherin des am stärksten von der Krankheit betroffenen Kantons.

Fälle nehmen leicht zu

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 40 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, etwas mehr als am Dienstag (21). Das teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch mit.

Am Dienstag hatte das BAG noch 21 und am Montag 10 neu registrierte Ansteckungen gemeldet.

Insgesamt gab es gemäss den Angaben der Behörde vom Mittwoch 30'658 laborbestätigte Fälle. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 357 Ansteckungen.

Covid-19 bedingte Arztbesuche nehmen wieder zu

In der vergangenen Woche haben 1,2 Prozent aller Konsultationen in Arztpraxen oder Hausbesuche von Ärzten aufgrund eines Verdachts auf Covid-19 stattgefunden. Gegenüber der Vorwoche nahm diese Konsultationsrate zu.

In der vergangenen Woche meldeten Ärztinnen und Ärzte des Sentinella-Meldesystems 12 Konsultationen wegen Covid-19- Verdacht auf 1000 Konsultationen. Hochgerechnet auf die gesamte Bevölkerung entspricht dies rund 85 Covid-19 bedingten Konsultationen pro 100'000 Einwohner, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch mitteilte.

Insgesamt kam es seit dem 29. Februar hochgerechnet zu ungefähr 167'000 Covid-19 bedingten Konsultationen bei Grundversorgern. Die Inzidenz war dabei in der vergangenen Woche bei den 5- bis 14-Jährigen am höchsten. Der Anteil der Patienten mit Covid-19-Verdacht und erhöhtem Komplikationsrisiko war bei den über 65-Jährigen am höchsten.

Zusätzlich zu den Besuchen in den Praxen oder daheim wurden die Sentinella-Ärztinnen und -Ärzte auch telefonisch konsultiert. Ein Fünftel aller gemeldeter telefonischen Konsultationen standen im Zusammenhang mit Covid-19. Laut BAG-Mitteilung war bei 23 Prozent dieser Anfragen eine Selbstisolation zuhause angezeigt.