Coronavirus in der SchweizRomandie öffnet Restaurants schon am 10. Dezember wieder

Die zweite Coronavirus-Welle hat die Schweiz fest im Griff. Alle Themen und News, die die Schweiz rund um Covid-19 bewegen, hier im Ticker.

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25. November
25. November

In den Westschweizer Kantonen Waadt, Neuenburg, Freiburg, Genf und Jura dürfen die Restaurants am 10. Dezember wieder öffnen

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23. November
23. November

In einem Pflegeheim im Obwaldner Hauptort Sarnen sind über 60 Personen mit dem Coronavirus angesteckt worden.

Keystone
21. November
21. November

SVP-Nationalrat Pirmin Schwander während einer Ansprache in Lachen.

Keystone/Ennio Leanza

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Mittwoch, 25.11.2020

Genf öffnet Läden am Samstag wieder

Im Kanton Genf dürfen die Läden ab diesem Samstag wieder öffnen. Die nicht-lebenswichtigen Geschäfte waren Anfang des Monats geschlossen worden, um die zweite Coronavirus-Pandemiewelle einzudämmen, die den Kanton heftig getroffen hat.

Das hat der Staatsrat am Mittwoch bekanntgegeben. Diese Lockerung der Massnahmen geschieht, nachdem bereits am vergangenen Samstag Coiffeure, Kosmetikerinnen und Therapeuten ihre Tätigkeit wieder hatten aufnehmen können. Vorerst noch verzichten müssen die Genferinnen und Genfer hingegen auf den Besuch von Restaurants.

Dies wird ab dem 10. Dezember wieder möglich sein. Darauf einigten sich die Wirtschaftsminister der Westschweizer Kantone Genf, Waadt, Neuenburg, Freiburg und Jura gemeinsam. Sie wollen damit verhindern, dass Personen für Restaurantbesuche in Nachabarkantone fahren und so das Risiko einer Ausbreitung des Virus erhöhen.

Die Lage im Zusammenhang mit Covid-19 hat sich in den vergangenen Tagen verbessert. «Wir haben die 250 täglichen Covid-Fälle unterschritten», sagte Staatsrat Mauro Poggia (MCG) vor den Medien. Vor knapp einem Monat, am 27. Oktober, hatte Genf einen neuen Höchststand von 1210 neuen positiven Fällen pro Tag verzeichnet.

«Seither hat sich der Trend rasch umgekehrt, da strenge Massnahmen ergriffen wurden, die Früchte getragen haben», stellte Poggia fest. In Genf war die Schraube in der Tat fester angezogen worden als anderswo in der Schweiz. In den anderen Kantonen wurden die lebensnotwendigen Betriebe nicht geschlossen. (SDA)

Tessiner Regierung verlängert Massnahmen bis am 18. Dezember

Die Tessiner Regierung verlängert die geltenden Massnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus› bis zum 18. Dezember. Versammlungen von mehr als fünf Personen bleiben verboten – Kinder mit eingerechnet. Damit gibt sich der Südkanton weiterhin die strengeren Regeln als diejenigen auf nationaler Ebene.

Von dieser Regelung ausgenommen sind Kinos, Theater, Konzerte und Sportveranstaltungen, Personal und Veranstalter ausgenommen. «Rimaniamo vigili!" – «Bleiben wir wachsam!", lautete der Appell von Regierungspräsident Norman Gobbi an der Medienkonferenz am Mittwochnachmittag in Bellinzona. (SDA)

Romandie öffnet seine Restaurants schon am 10. Dezember wieder

In den Westschweizer Kantonen Waadt, Neuenburg, Freiburg, Genf und Jura dürfen die Restaurants am 10. Dezember wieder öffnen. Darauf einigten sich die Wirtschaftsminister der Kantone, wie die Waadtländer Regierungspräsidentin Nuria Gorrite am Mittwoch bekannt gab. (SDA)

Montag, 23.11.2020

Ausbruch in Pflegeheim

In einem Pflegeheim im Obwaldner Hauptort Sarnen sind über 60 Personen mit dem Coronavirus angesteckt worden. Gemäss Homepage des Pflegeheims «am Schärme» waren am Samstag 35 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach einem positiven Testresultat in Isolation.

Über die Ansteckungswelle berichtete am Montag der «Blick». Die Fälle konzentrieren sich auf ein Haus. In diesem habe es eine starke Ausbreitung der Fälle gegeben, teilte das Pflegeheim auf seiner Homepage mit. Es seien darauf sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner getestet worden. Auch bei Personen ohne Symptome habe es ein positives Testresultat gegeben.

Der Grossteil der mit dem Virus angesteckten Personen hat nach Angaben des Pflegeheims einen milden Krankheitsverlauf. Es habe aber auch Todesfälle gegeben.

Sonntag, 22.11.2020

1000 Personen demonstrieren in Lachen SZ

Rund 1000 Personen haben am Samstagnachmittag in Lachen SZ an einer bewilligten Kundgebung gegen die verschärften Corona-Massnahmen demonstriert. Trotz mehrmaliger Aufforderung hat sich die Mehrheit der Demonstrierenden nicht an die Maskentragepflicht gehalten.

Dies teilte die Kantonspolizei Schwyz am Samstagabend mit. Organisiert worden war die Kundgebung von einem «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Corona-Politik». Unter den Redner waren unter anderem der Schwyzer SVP-Nationalrat Pirmin Schwander und der Satiriker Andreas Thiel.

Nach rund zwei Stunden sei die friedliche Kundgebung beendet gewesen, schreibt die Kantonspolizei Schwyz. Die Polizei habe sich im Hintergrund bereit gehalten und aus Gründen der Verhältnismässigkeit auf die Durchsetzung der Maskentragpflicht verzichtet. Unter den Teilnehmenden hätten sich auch viele Familien mit Kindern befunden. Die Veranstalter würden bei der zuständigen Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht, schreibt die Kantonspolizei.

Freitag, 20.11.2020

Bundesamt für Statistik verzeichnet hohe Übersterblichkeit

Die Schweiz erlebt in der zweiten Welle eine deutliche Übersterblichkeit bei älteren Personen. Dies berichtet das SRF unter Berufung auf das Bundesamt für Statistik (BFS). So bewegt sich die Todesrate bei jüngeren Menschen im normalen Rahmen, nahm sie bei Über-65-Jährigen im Vergleich zu den Vorjahren zu. Ab Anfang November überstieg sie den zu erwartbaren Rahmen. Zwischen dem 2. und 8. November starben 1702 Menschen – 566 mehr als normal. Die Übersterblichkeit der ersten und zweiten Welle seien etwa vergleichbar, heisst es vom Bund.

Unterschiede zeigen sich bei den Kantonen. So ist die Übersterblichkeit beispielsweise in Freiburg, Genf, Neunburg, Bern, Schwyz, St. Gallen und Wallis überaus hoch. In beiden Basel, Waadt, Graubünden ist sie tiefer oder gleich hoch wie erwartet.

Donnerstag, 19.11.2020

Andreas Glarner

Nationalrat Andreas Glarner, Präsident der SVP Aargau, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er befindet sich nun in Isolation.

Seit einigen Tagen habe Glarner an hartnäckigen Grippesymptomen gelitten, teilte die SVP Aargau am Donnerstag mit. Die Symptome seien jedoch am Abklingen. Weil er am Donnerstag als Präsident eine Sitzung der Staatspolitischen Kommission des Nationalrates hätte leiten sollen, habe Glarner sich vorsichtshalber testen lassen.

Bereits vor dem positiven Test habe er seine Kontakte auf das Notwendigste reduziert und die geltenden Regeln eingehalten, schrieb die Partei weiter. Es sei unklar, wo er sich angesteckt habe.

Österreicher strömen wegen Lockdown in die Schweiz zum Essen

Seit Dienstag ist Österreich im «harten Lockdown»: Es gilt eine Ausgangssperre und Läden sind. Bereits seit dem 3. November sind Bars und Restaurants zu. Österreicherinnen und Österreicher in Grenznähe weichen darum auf die Schweiz aus, wie «FM1» berichtet. Im Kanton St. Gallen dürfen Lokale bis 23 Uhr offen haben, vier Personen pro Tisch sind erlaubt.

«Gerade im Rheintal spüren die Beizer merklich, dass Vorarlbergerinnen und Vorarlberger auf Restaurants in der Schweiz ausweichen», sagte Walter Tobler, Präsident von Gastro St.Gallen, zu «FM1Today». Die Restaurantbesitzerinnen und -besitzer seien froh um die zusätzlichen Gäste.

Mittwoch, 18.11.2020

St. Gallen reduziert Vorschriften für Gastrobetriebe

Wegen der Coronakrise hat der St. Galler Stadtrat vorübergehende Erleichterungen für Restaurants und Bars beschlossen. So sind elektrische Heizstrahler zugelassen, und es braucht bis Ende 2021 keine Baubewilligung für mobile Bauten und Anlagen auf öffentlichem Grund.

Die Restaurants in der Stadt St. Gallen können draussen Stühle und Tische auch auf dem angrenzenden öffentlichen Grund aufstellen. Damit wolle der Stadtrat die Einhaltung des Mindestabstandes erleichtern und es den Gastrobetrieben ermöglichen, die bereits bewilligten Sitzplätze möglichst auszunutzen, teilte die Stadt St. Gallen am Mittwoch mit.

Weiter brauche es für mobile Bauten und Anlagen vor Restaurants und Bars keine Baubewilligung. Ausnahmen gebe es dort, wo der öffentliche Grund anderweitig genutzt werde, etwa als Schneedepot oder durch Veranstaltungen. Zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Immissionen wird allerdings weiterhin eine Polizeibewilligung verlangt.

Für die Wintersaison wird der Einsatz von elektrisch betriebenen Heizstrahlern zugelassen. Ebenfalls erlaubt sind Heizkissen. All diese Erleichterungen würden ausschliesslich für die Bewältigung der Corona-Pandemie erlassen und seien auf Ende Dezember 2021 begrenzt, hiess es in der Mitteilung. (SDA)

Code für Covid-App schneller verfügbar

Der Code der SwissCovid-App kann jetzt einfacher und rascher ausgestellt werden. Das teilt der Bund in einer Medienmitteilung mit. Bisher konnten Covidcodes einzig von den kantonsärztlichen Diensten, sowie behandelnden Ärztinnen und Ärzte generiert werden. Neu können auch Laboratorien, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Infoline, Testzentren sowie Apotheken solche Codes ausstellen

Coronafälle in zwölf von 31 Altersheimen

In der Stadt Zürich sind während der zweiten Pandemiewelle bislang in zwölf der 31 Alters- und Pflegezentren Bewohnende positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aktuell sind 119 Seniorinnen und Senioren erkrankt und in Isolation. Insgesamt 20 Personen sind gestorben.

Die Gesamtsituation bleibt weiter anspruchsvoll, ist aber unter Kontrolle, wie das Gesundheits- und Umweltdepartement am Mittwoch mitteilte. Dies gilt auch für das Stadtspital Waid und Triemli. Hier sind die Corona-Patientenzahlen seit einigen Tagen relativ konstant.

Zurzeit werden 50 Covid-Patientinnen und -Patienten behandelt. Davon befinden sind neun auf den Intensivstationen, acht werden beatmet. Geplante Eingriffe können weiterhin durchgeführt werden und auch Sprechstunden sowie Diagnostik finden wie gewohnt statt.

Das neue Testcenter auf dem Kasernenareal ist nach einer Woche Betrieb bereits gut besucht, hat aber noch genügend Kapazitäten, wie es weiter heisst. Insgesamt hat das Stadtspital Waid und Triemli innert sieben Tagen rund 2900 Tests durchgeführt – 1600 beim Triemli und 1300 auf dem Kasernenareal.

Bundesrat bereitet keine neuen Verschärfungen vor

Vor einigen Tagen forderte die Taskforce des Bundes zum Coronavirus eine Verschärfung der Massnahmen. Die Kapazitätsgrenze in den Spitälern sei erreicht, man müsse Bars und Restaurants schliessen. Beim Bundesrat stossen die Experten damit auf taube Ohren, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. In der Sitzung vom Mittwoch werden keine neuen Massnahmen besprochen, heisst es. Stattdessen stehe das Hilfspaket für die Wirtschaft im Zentrum.

Dienstag, 17.11.2020

Limite für kontaktloses Bezahlen bleibt bei 80 Franken

Die Limite für kontaktloses Bezahlen ohne Pin bleibt bei 80 Franken. Das teilt Mastercard am Dienstag mit. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Limite im April von 40 auf 80 Franken erhöht. «Wir freuen uns sehr, dass sich die im Frühjahr so rasch gefundene und einheitliche Lösung sowohl für die Zahlungsindustrie als auch für die Konsumenten bewährt hat und nun langfristig bestehen bleibt», wird Daniela Massaro, Country Managerin von Mastercard Schweiz, in der Medienmitteilung zitiert.

Post verschickt mehr Päckli

Auch die Post hat die Auswirkungen der Coronapandemie zu spüren bekommen: Sie beförderte viel mehr Pakete, gleichzeitig beschleunigte sich die Abnahme des Briefvolumens.

Stark gestiegen sei das Paketvolumen gleich mit der ersten Corona-Welle, sagte Konzernchef Roberto Cirillo am Dienstag bei einem Mediengespräch in Zürich. Ende Oktober lag das Paketvolumen 23 Prozent über dem Vorjahreswert.

Cirillo erwartet auch mit der zweiten Corona-Welle eine starke Zunahme der Pakete. Mit drei neuen Paketzentren sei die Post dafür aber gut vorbereitet. Zudem habe man mehr Zeit gehabt, sich auf die Paketwelle vorzubereiten, als im Frühling. Da habe die Post ihre Paketabfertigung innert fünf Tagen auf die neue Situation einstellen müssen. (SDA)

Montag, 16.11.2020

Paracelsus-Spital schliesst stationären Bereich

Das Paracelsus-Spital in Richterswil ZH schliesst am 27. November den stationären Bereich. Rettungsversuche für das wegen der Coronakrise in finanzielle Nöte geratene Spital schlugen fehl.

Es sei trotz intensiver Gespräche mit verschiedenen möglichen Kooperationspartnern im Rahmen der Nachlassstundung nicht gelungen, einen geeigneten Partner für Spital zu finden, teilte das Paracelsus-Spital Richterswil am Montag mit.

Die Notfallaufnahme werde den Betrieb bereits am 23. November einstellen, der stationäre Bereich am 27. November. Eine geordnete Übergabe der Krankengeschichten sei gewährleistet.

Die Leistungen im Bereich Geburtshilfe für die Patientinnen der Frauenklinik würden ab dem 23. November durch das Spital Lachen sowie das Spital Einsiedeln gewährleistet.

Die Paracelsus-Apotheke in Richterswil und das Paracelsus-Zentrum Sonnenberg in Zürich sollen ausserhalb des Spitals in neuen organisatorischen Einheiten erhalten und weitergeführt werden. Entsprechende Vereinbarungen seien in Vorbereitung.

Lösungen für Mitarbeiter gesucht

Das Paracelsus-Spital bemühe sich, für die von der Schliessung betroffenen Mitarbeiter neue Lösungen zu finden. Ein Teil der Belegschaft werde von Partnerspitälern übernommen, welche die Patienten des Paracelsus-Spitals künftig betreuen würden.

Das Spital hatte am 23. Oktober darüber informiert, dass es sich in Nachlassstundung befinde. Die Coronakrise habe die bereits schwierige Situation des kleinen Spitals weiter verschärft. Die Fallzahlen seien auch nach dem Lockdown nicht ausreichend angestiegen, teilte das Spital damals mit. (SDA)

Briefe an Bundesrat

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga erhält in der Corona-Pandemie Tausende Briefe und Mails aus der Bevölkerung. Und in den anderen Departementen sehe es ähnlich aus, sagte die stellvertretende Uvek-Kommunikationsleiterin Géraldine Eicher im Radio SRF.

Üblicherweise erhalte die Bundespräsidentin etwa 30 Zuschriften pro Tag, sagte Eicher in der Sendung «Heute Morgen» vom Montag. Nun seien es deutlich mehr: «In den letzten Monaten hat sich die Anzahl der Zuschriften vervielfacht. Wir haben Tausende erhalten.»

Vier von fünf Zuschriften drehten sich um Corona. «Corona, Corona und nochmals Corona», so Sommarugas Sprecherin. In den anderen Departementen sei es ähnlich. Typische Briefschreiber in der Krise gebe es nicht. «Einige schreiben, dass sie zum allerersten Mal jemandem von der Regierung schreiben. Das zeigt auch, wie gewichtig die Sorgen sind.»

Stimmung hat sich verdüstert

Die Tonalität gehe von freundlich, lobend zu besorgt, fordernd bis wütend und verzweifelt. Im Vergleich zum Frühjahr habe sich die Stimmung inzwischen verdüstert. Es zeige sich eine gewisse Corona-Müdigkeit.

So heisst es etwa in einem Bürgerbrief an die Bundespräsidentin, der im Radiobeitrag zitiert wurde: «Meine Hoffnung ist seit einigen Wochen, ehrlich gesagt, weg. Ich fühle mich im Stich gelassen, verloren und manchmal einfach wütend über die nicht einheitlichen Massnahmen der Behörden.»

In einem weiteren Schreiben aus dem Volk an Simonetta Sommaruga steht: «Wenn wir nicht parieren, werden wir gebüsst oder gar verhaftet, das Gewerbe geschlossen. Spüren Sie überhaupt noch, was mit den Menschen in diesem Land passiert?»

Teils seien Fachleute involviert, um Klarheit zu schaffen, sagte Eicher. Die Briefe seien so etwas wie ein Seismograph der Gesellschaft. Sie zeigten auch, wie bewegt die Bevölkerung sei. «Steigen beispielsweise die Fallzahlen, dann steigt auch die Zahl der Briefe und umgekehrt.» (SDA)

Normalität ab Herbst 2021?

Biontech-Gründer Ugur Sahin rechnet damit, dass ab Herbst nächsten Jahres eine Rückkehr ins normale Leben möglich sein sollte. Dies sagte Sahin am Sonntagabend in einem Interview mit der BBC.

Das in Mainz ansässige Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer hatten jüngst mitgeteilt, dass ihr Impfstoff nach ersten Erkenntnissen einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor einer Coronavirus-Infektion biete. Sie wollen in diesem Jahr 50 Millionen und 2021 rund 1,3 Milliarden Impfdosen zur Verfügung stellen – weltweit.

Bis dahin würde aber noch viel Arbeit vor ihnen liegen, sagte Sahin weiter. Der Impfstoff muss von den Behörden noch zugelassen werden

Sonntag, 15.11.2020

Unbewilligte Demo in Sion

In Sion versammelten sich am Sonntagnachmittag rund 100 Menschen auf dem Place du Midi um gegen die Corona-Massnahmen zu demonstrieren. Dies teilte die Walliser Kantonspolizei in einem Communiqué mit. Die Demonstration war nicht erlaubt und wurde von der Polizei aufgelöst. Gegen die Organisatoren, die von der Polizei identifiziert wurden, wird Anzeige eingereicht.

30 Bewohner infiziert

In den vergangenen zwei Tagen wurden rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner des Alters- und Pflegeheims (APH) Rosenberg in Altdorf positiv auf das Coronavirus getestet. Über das Wochenende erhielten auch mehrere Angestellte, die sich aufgrund von Krankheitssymptomen testen liessen, positive Befunde.

Wie der Kanton Uri in einer Mitteilung schreibt, ordnete der Kantonsarzt an, dass sich in den nächsten Tagen alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeitenden des APH Rosenberg einem Coronatest unterziehen müssen.

Die Heimleitung hat die Besuchs- und Ausgangsregelungen für das Alters- und Pflegeheim Rosenberg in Absprache mit dem Kantonsarzt stark eingeschränkt. So sind Besuche vorübergehend nur noch in eng definierten Ausnahmefällen möglich.

Reisen nur mit Corona-Impfung?

Mit einer Aufklärungskampagne will der Bund die Impfbereitschaft der Schweizer erhöhen. Eine entsprechende Kampagne sei in Planung, wie das BAG gegenüber der «SonntagsZeitung» bestätigt. Eine Möglichkeit, die bei Andreas Widmer auf Skepsis stösst.

Der Präsident der Vereinigung der Fachleute für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene schlägt einen andere Lösung vor: «Auslandsreisen per Flugzeug, Reisebus oder Kreuzfahrten sollen nur noch Personen erlaubt sein, die geimpft sind oder vor jeder Reise einen aktuellen negativen Test vorweisen können.» Denn: Impfen sei ein Ausdruck der Solidarität mit der Gesellschaft.