Dritte Welle - Coronavirus-Patienten im Spital werden mehr und jünger
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Dritte WelleCoronavirus-Patienten im Spital werden mehr und jünger

Die dritte Welle der Corona-Pandemie ist auch im Basler Universitätsspital angekommen. Binnen zehn Tagen ist die Zahl der Intensiv-Patienten mit Covid-19 von fünf auf 14 gestiegen. Dennoch bleibt man im Spital gelassen.

von
Seline Bietenhard
Lukas Hausendorf
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Das Universitätsspital Basel verzeichnet in den letzten Tagen einen Anstieg an Spitaleintritten bei den über 50-Jährigen. Diese Patienten sind deutlich jünger als zuvor.

Das Universitätsspital Basel verzeichnet in den letzten Tagen einen Anstieg an Spitaleintritten bei den über 50-Jährigen. Diese Patienten sind deutlich jünger als zuvor.

Juri Weiss
In Basel wurde der grösste Teil der über 75-Jährigen bereits durch die Impfung geschützt und es kam zu keinen Ansteckungen mehr bei Pflegeheimen.

In Basel wurde der grösste Teil der über 75-Jährigen bereits durch die Impfung geschützt und es kam zu keinen Ansteckungen mehr bei Pflegeheimen.

20min/Matthias Spicher
Das Universitätsspital bereitet sich auf eine Zunahme der Patientenzahlen vor.

Das Universitätsspital bereitet sich auf eine Zunahme der Patientenzahlen vor.

20min/Michael Scherrer

Die Corona-Fallzahlen sind in Basel-Stadt in den letzten zehn Tagen deutlich angestiegen. Die steigende Inzidenz schlägt sich inzwischen auch bei den Spitaleinweisungen nieder. Aktuell befinden sich im Kanton Basel-Stadt 48 Personen mit einer Corona-Infektion in Spitalpflege, davon 14 auf der Intensivstation. Vor zehn Tagen waren es noch fünf Intensiv-Fälle. «Wir beobachten auch, dass diese tendenziell jünger sind, als in der ersten und zweiten Welle», sagt Spitalsprecher Nicolas Drechsler. Dabei handelt es sich vor allem um Angehörige der Gruppe von 50 bis 75-Jährigen, die noch nicht geimpft wurden. «Eine demografische Verschiebung nach unten kann bestätigt werden», heisst es auch beim Basler Gesundheitsdepartement auf Anfrage.

Die über 75-Jährigen sind bereits weitgehend durch die Impfung geschützt. In den Basler Pflegeheimen wurde in den letzten zehn Tagen keine Neuinfektion mehr gemeldet.

Das Universitätsspital Basel Stadt stellt sich denn auch auf eine weitere Zunahme der Patientenzahlen ein. Aufgrund der Entwicklung sei man aber unbesorgt. Das USB werde seine Kapazitäten sowohl auf der Coronastation, als auch der Intensivstation entsprechend hochfahren. «Wir haben 42 offzielle Intensivbetten und es hat sich bisher nie die Frage gestellt, ob wir diese Grenze überschreiten», so Spitalsprecher Nicolas Drechsler. Es sei immer die Frage, wie viele planbare Eingriffe und wie viele Betten für Non-Covid-Patienten benötigt würden.

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