Missbrauchs-Vorwürfe: Cosbys Aufpasser zahlte Frauen «säckeweise Geld»

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Missbrauchs-VorwürfeCosbys Aufpasser zahlte Frauen «säckeweise Geld»

Die Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen Bill Cosby ziehen immer weitere Kreise. Nun meldet sich ein ehemaliger Mitarbeiter des Schauspielers.

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Der unter Missbrauchsverdacht stehende US-Komiker Bill Cosby wird seine Freiheitsmedaille des Präsidenten nicht aberkannt. Dies hat Präsident Barack Obama mitgeteilt.

Der unter Missbrauchsverdacht stehende US-Komiker Bill Cosby wird seine Freiheitsmedaille des Präsidenten nicht aberkannt. Dies hat Präsident Barack Obama mitgeteilt.

Keystone/Evan Vucci
Am 5. Dezember verunstalteten Unbekannte den Stern von Bill Cosby.

Am 5. Dezember verunstalteten Unbekannte den Stern von Bill Cosby.

Keystone/AP/Nick ut
Mehrere Frauen werfen Bill Cosby vor, er habe sie sexuell missbraucht.

Mehrere Frauen werfen Bill Cosby vor, er habe sie sexuell missbraucht.

Keystone/AP/Victoria Will

Kein Tag vergeht derzeit ohne Negativ-Schlagzeilen über Bill Cosby. Immer mehr Frauen melden sich mit dem Vorwurf, der Entertainer habe sie missbraucht und in manchen Fällen gar mit Medikamenten gefügig gemacht und vergewaltigt. Cosby bestreitet die Anschuldigungen vehement.

Nun meldet sich aber ein ehemaliger Mitarbeiter des 77-Jährigen in der «New York Daily News» zu Wort. Der mittlerweile 90-jährige Frank Scotti sagt, er habe jungen Frauen, die in der Garderobe von Cosby ein und aus gingen, eigenhändig Geld für ihre «Dienste» übergeben. Darunter sei auch Shawn Thompson gewesen, deren Tochter angibt, Cosbys Lenden entsprungen zu sein. Cosby leugnet die Vaterschaft aber vehement.

Säckeweise Bargeld

Scotti, ein verdienter Mitarbeiter des Senders NBC, habe auch Wache stehen müssen für den Star, was ihn schlussendlich dazu veranlasst habe, seinen Job zu kündigen. «Ich hatte den Verdacht, dass da etwas vor sich ging», sagte Scotti der Zeitung. «Er hat den Frauen bis zu 2000 Dollar im Monat geschickt. Warum sonst hätte er das tun sollen, wenn nicht wegen Sex?» Säckeweise Bargeld soll Scotti für die Frauen bekommen haben, enthüllt er weiter.

Wie es im Fall Cosby weitergeht, wird die Zukunft zeigen. Eins ist aber auf jeden Fall schon klar: Die Karriere des einst gefeierten Stars hat schweren Schaden genommen. Geplante Stand-up-Comedy-Auftritte in den Staaten Washington, Nevada, Illinois, Arizona und South Carolina wurden vergangenen Freitag, den 21. November, gestrichen. Am Vortag hatte Therese Serignese aus Florida Cosby vorgeworfen, sie sexuell missbraucht zu haben. Damit sind mittlerweile mindestens acht Frauen mit solchen Anschuldigungen an die Öffentlichkeit getreten. Cosbys Anwalt hat die Vorwürfe als «jahrzehntealt und unwahr» zurückgewiesen.

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