Test gegen Österreich: Costanzo, der Nati-Tourist
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Test gegen ÖsterreichCostanzo, der Nati-Tourist

Ohne den angeschlagenen Xavier Margairaz dafür mit dem U21- Internationalen Moreno Costanzo reiste die Schweizer Nationalmannschaft am Montag nach Klagenfurt.

Neo-Nationalspieler Moreno Costanzo wärmt sich auf.

Neo-Nationalspieler Moreno Costanzo wärmt sich auf.

In Klagenfurt trifft die Nati am Mittwoch im Test auf Österreich. Am Abend fand ein lockeres, 80- minütiges Training statt.

Eins, zwei, drei, vier: zwei Stunden vor dem Abflug der Schweizer Nationalmannschaft nach Klagenfurt traf die vierte Absage bei Ottmar Hitzfeld ein. Xavier Margairaz blieb zuhause in Zürich, weil er sich mit leichten Adduktorenproblemen herumplagt. Für ihn nominierte Hitzfeld Moreno Costanzo nach. Der Mittelfeldspieler der Young Boys gehört wie sein Teamkollege François Affolter und Nassim Ben Khalifa (Wolfsburg) erstmals zur SFV-Auswahl und erhöhte die Zahl der noch für die U21 spielberechtigten Akteure im aktuellen Kader auf sechs.

Costanzo war mit dem Auto auf dem Weg nach Winterthur, um sich dem U21-Nationalteam anzuschliessen, als ihn der Anruf von U21- Trainer Pierluigi Tami erreichte. Er kehrte um und fuhr zum Flughafen Kloten. Dort schlenderte er wie ein Tourist durch den Terminal. Einen offiziellen SFV-Zweireiher hatten sie für den Last- Minute-Gast auf die Schnelle nicht parat, Costanzo trug Jeans und ein schwarzes Polo-Shirt. «Das ging alles etwas schnell. Aber ich bin glücklich, hier zu sein», waren Costanzos erste Worte als Nationalspieler.

So glücklich die Umstände für Costanzo sind, so zweifelhaft sind die Absenzen der Abwesenden. Seit Hitzfeld das Aufgebot vor einer Woche erliess, haben Philippe Senderos, Tranquillo Barnetta, Blerim Dzemaili und Xavier Margairaz wegen Verletzungen abgesagt. Captain Alex Frei hatte schon zuvor mit Hitzfeld vereinbart, dass er wegen noch immer nicht ganz auskurierter Verletzung(en) nicht dabei sein würde. Der eine oder andere würde durchaus spielen können, wenn ein entscheidendes Spiel anstehen würde, wurde im Umfeld der Nationalmannschaft gemunkelt.

Für Hitzfeld ist dies kein Grund für Polemik. «Es gibt für jede Absage eine klare Begründung. Damit muss man leben als Trainer. Es ist eine Phase der Saison, in der Verletzungen nicht selten sind und häufig auftreten können. Das gibt mir die Gelegenheit noch mehr zu experimentieren.» Am Abend bat er sein Team in Velden, wo die SFV- Delegation im berühmten Schlosshotel logiert, zum ersten Training der neuen Saison. Verletzt hat sich dabei kein weiterer Spieler mehr. Das Risiko war auch gering. Es standen bloss harmlose Übungen ohne harte Zweikämpfe sowie ein Schusstraining auf dem Programm.

(si)

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