Couchepin bezeichnet USA als «Schwester-Republik»
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Couchepin bezeichnet USA als «Schwester-Republik»

Pascal Couchepin hat heute auf Ellis Island vor New York eine verfrühte 1.-August-Rede gehalten. Dabei wies er auf die Gemeinsamkeiten zwischen der Schweiz und den USA hin.

Er betonte auf Ellis Island vor New York die gemeinsamen Werte der «Schwester-Republiken» Schweiz und USA. Ausserdem rief er berühmte Schweizer Einwanderer nach Amerika in Erinnerung.

Der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) hielt seine Rede auf Ellis Island, dem ehemaligen Ankunftsort von Millionen von Einwanderern. Derzeit wird dort die Ausstellung «Small Number - Big Impact» über die Schweizer Immigration gezeigt, die Couchepin eröffnet hatte. Den Einfluss einzelner Schweizer in den USA belegte er unter anderem mit Louis Chevrolet, dem legendären Rennfahrer und Namensgeber für die berühmte Automarke, und Othmar Amman, einem Schaffhauser, der als Chefingenieur der New Yorker Brücken-Behörde für viele grosse Brückenbauten, darunter die George Washington Bridge, verantwortlich war.

Couchepin sprach aber auch über andere Einflüsse der Schweiz auf Amerika, wie die Kantonsverfassungen, die die amerikanischen Verfassungsgeber inspiriert hätten. Die Schweiz und die USA würden häufig als «Schwesterrepubliken» bezeichnet, weil sie gemeinsame Werte wie den Liberalismus, den Föderalismus und den Glauben ans Gesetz teilten. Vom Schweizer Einfluss zeugten ausserdem über 4 000 amerikanische Städte und Dörfer, die nach Schweizer Ortschaften benannt seien. Als besonderen Freundschaftsbeweis erwähnte Couchepin laut Redetext die Ausstellung des Bundesbriefs in Philadelphia. Den erstmals ausser Landes zu geben, sei für die Schwyzer Behörden nicht leicht gewesen.

Nebst den engen Beziehungen zwischen den Regierungen sollen laut Couchepin auch die Beziehungen der amerikanischen Bevölkerung zur Schweizer Bevölkerung vertieft werden. Ein Beispiel für solche Anstrengungen ist das Projekt «Swiss Roots», das mit der Ausstellung auf Ellis Island auch den Anlass zum Besuch des Schweizer Innenministers bot. «Swiss Roots» wird von Präsenz Schweiz koordiniert und soll Amerikanern mit Schweizer Wurzeln ihre alte Heimat näher bringen. Nebst Veranstaltungen wurde im Rahmen dieses Projekts auch eine Website erarbeitet, die unter anderem Hilfe bei der Ahnenforschung und Kontaktmöglichkeiten bietet.

Die Ausstellung «Small Number - Big Impact» soll im Frühjahr 2007 auch im Landesmuseum Zürich zu sehen sein. Sie zeigt berühmte nach Amerika ausgewanderte Schweizer wie den Filmemacher Marc Forster, die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross und auch den Autopionier Louis Chevrolet. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Buch mit ausgewählten Einwandererbiographien in einer deutschen und einer englischen Fassung. (dapd)

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