Aktualisiert

Couchepin in Aserbaidschan

Bei seinem Besuch in Aserbaidschan hat Bundespräsident Pascal Couchepin am Sonntag eine Öl- und Gasförderanlag besucht. Die Anlage ist eine der grössten der Welt ihrer Art.

Täglich werden dort mehr als eine Million Barrel Benzin und mehr als 25 Millionen Kubikmeter Gas gefördert. Sie werden via Georgien und die Türkei nach Europa geliefert.

Für das aserbaidschanische Gas interessiert sich auch die Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL), welche Mitte März den umstrittenen Gasvertrag mit dem Iran abgeschlossen hat.

Das Gas aus Aserbaidschan soll ab 2011 über die geplante Trans Adriatic Pipeline (TAP) nach Italien fliessen. Diese wird von der EGL gemeinsam mit der norwegischen StatoilHydro gebaut und gilt als Alternative zu den russischen Leitungen.

Am Montag wolle er mit Präsident Ilham Aliev besprechen, was auf politischem und wirtschaftlichem Niveau noch getan werden könne, sagte Couchepin der Nachrichtenagentur SDA. Dabei dürften auch die Interessen der EGL zur Sprache kommen. Er werde sich aber nicht in einen Handelsreisenden verwandeln, sagte Couchepin.

Dies erwartet die Führung der EGL auch nicht. Sie möchte jedoch, dass der Bundespräsident ihre Interessen gegenüber Baku «ausdrücklich unterstützt». Denn so gross die Gasreserven von Aserbaidschan sind, sie reichen nicht für alle.

Couchepin besichtigte am ersten Tag seines Besuchs zudem ein Zementwerk des Schweizer Konzerns Holcim. Dieser will in dem Land bis zu 500 Millionen Dollar investieren.

(sda)

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