Couchepin informierte Calmy-Rey absichtlich nicht

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Couchepin informierte Calmy-Rey absichtlich nicht

Bundespräsident Pascal Couchepin hat seine Amtskollegin Micheline Calmy-Rey absichtlich nicht direkt über die Vorwürfe des türkischen Geheimdienstes informiert.

Er habe es für angebracht gehalten, die Frage von Kontakten Calmy-Reys mit einem Kurdenvertreter an einer ausserordentlichen Sitzung des gesamten Bundesratskollegiums zu erörtern, sagte Couchepin am Mittwoch vor den Medien. Er habe jedem Regierungsmitglied die Gelegenheit geben wollen, sich zu äussern. Angesichts der schwierigen Umstände sei das Problem auf optimale Art und Weise angepackt worden, sagte Couchepin. Das Ziel habe letztlich darin bestanden, zu verhindern, dass die Spannungen mit Türkei auf negative Art und Weise eskalierten. Dies sei gelungen. Zur Frage, wieso der türkische Geheimdienst in der Schweiz anscheinend Leute observiere, wollte sich der Bundespräsident nicht äussern. Es sei nun Sache der Bundesanwaltschaft, dies herauszufinden. (dapd)

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