Couchepin ist stolz auf Schweizergarde

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Couchepin ist stolz auf Schweizergarde

Dem Engagement und der Treue der Schweizer Garde begegnet Bundesrat Pascal Couchepin mit Anerkennung. Der Innenminister sprach heute Samstag während der Feierlichkeiten zum fünften Zentenarium der Garde in der Kathedrale von Sitten.

Seit fünf Jahrhunderten stünden Schweizer dem Papst zur Seite. Er könne sich nicht dagegen wehren, dass ihn diese Idee bewege, sagte Couchepin vor den Gästen der Jubiläumsfeier. Er erinnerte sich in seiner Ansprache an seine Begegnungen mit den Gardisten, vorab beim Empfang durch den Papst in seinem Präsidialjahr 2003.

Couchepin drückte seine Freude darüber aus, dass es die Garde stets verstanden habe, sich neuen Herausforderungen zu stellen und veränderten Bedingungen anzupassen. Er wünsche sich, dass die Garde ihre Mission fortsetze - er wünsche sich das «für die Ehre der Schweizer Nation».

Die Messe zur Jubiläumsfeier konzelebrierten Kardinal Henri Schweri und der päpstliche Nuntius, Bischof Francesco Canalini. Eine Ehrengarde der Schweizer Söldner begleitete die Zeremonie, die auch der heutige Vizekommandant der Schweizer Garde, Jean-Daniel Pitteloud, besuchte.

Wallis wichtigstes Reservoir

Der päpstliche Nuntius hob die Bedeutung der Walliser für die Schweizer Garde hervor. Dies beweist auch die Zahl der Rekruten: Mit 693 Gardisten - von 3767 - in den vergangenen 181 Jahren liegt der Kanton einsam an der Spitze vor den anderen katholischen Stammlanden.

Wichtigste Rekrutierungsgemeinde ist seit 1825 Naters. Aus dem Walliser Dorf zogen seither 80 junge Burschen in den Dienst des Papstes. In der Oberwalliser Gemeinde gingen die Festivitäten daher am Nachmittag weiter. Unter anderem konnte die Festgemeinde einen Blick in das neue Museum zur kleinsten Armee der Welt werfen.

Die Feierlichkeiten im Wallis folgten auf jene in Luzern vom vergangenen September und in Freiburg im Januar.

(sda)

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