Couchepin kommt in Tibet an

Aktualisiert

Couchepin kommt in Tibet an

Bundesrat Pascal Couchepin ist am Montag in Tibet, der ersten Destination seines einwöchigen Besuchs in China, eingetroffen.

Auf dem Programm steht der Besuch eines Klosters, das mit finanzieller Unterstützung aus der Schweiz renoviert wurde.

Der Vorsteher des Eidg. Departements des Inneren (EDI) flog am Sonntagnachmittag von Paris über Peking nach Lhasa, der tibetischen Hauptstadt. Beim kurzen Zwischenhalt in Peking wurde er vom Geschäftsführer der dortigen Schweizer Botschaft, Alain Guidetti, empfangen.

Der Walliser Magistrat ist der erste Bundesrat, der Tibet besucht. Er wird die Klosteranlage Ramoche besuchen, deren Renovation von der Schweiz mit 200 000 Franken unterstützt wurde. Der Tempel, der im 7. Jahrhundert erbaut wurde, ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt.

Couchepin wird auch die Behörden Tibets und Lhasas treffen. Für Bern bietet sich damit eine Möglichkeit, den schweizerisch- chinesischen Menschenrechtsdialog auf einer neuen Ebene fortzuführen, ohne Peking vor den Kopf zu stossen.

Die Schweiz führt seit 1991 einen bilateralen Dialog mit China über Menschenrechte. Sie will dabei vor allem zu einer Stärkung des Rechtsstaats beitragen und auf die Bedeutung der Zivilgesellschaft hinweisen. Auch auf die Rechte von Minderheiten und die Justiz wird eingegangen.

Nach Lhasa wird der Bundesrat nach Schanghai reisen. Dort wird der Innenminister am Jahrestreffen des Internationalen Netzwerks Kulturpolitik (RIPC) teil. Dieser Gipfel setzt sich mit der Rolle der traditionellen Kulturen im Hinblick auf die Globalisierung auseinander.

(sda)

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