Aktualisiert 07.01.2008 14:30

Couchepin stellt Fragen über den Islam

Bundespräsident Pascal Couchepin hat sich zu Beginn seines zweitägigen Besuches in Marokko mit religiösen Fragen befasst: Am Montagmorgen unterhielt er sich eine Stunde lang mit dem Minister für islamische Angelegenheiten, Ahmed Toufiq.

Couchepin stellte Toufiq Fragen über die Rolle des Islams im Land, wie sein Sprecher Jean-Marc Crevoisier im Anschluss der Nachrichtenagentur SDA sagte. So habe Toufiq von den 72 Bruderschaften (confreries) erzählt, die zugleich religiöse und kulturelle Organisationen seien und zur Stabilität des Landes beitrügen.

Toufiq zeigte sich sehr zufrieden über den ersten Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten in Marokko. Die Beziehungen zwischen den Ländern seien eng, begünstigt auch durch die gemeinsame Sprache Französisch.

Das Gespräch drehte sich ausschliesslich um Marokko. Die Schweizer Volksinitiative für ein Verbot von Minaretten wurde gemäss Crevoisier nicht thematisiert.

Bereits beim Frühstück hatte sich der Bundespräsident mit Fragen rund um den Islam und die Islamisierung befasst. Seine Gäste waren der Berater des Königs sowie Persönlichkeiten aus dem universitären und intellektuellen Milieu.

Dem Gespräch mit Toufiq folgte ein Treffen mit dem Minister für Bildung und Forschung, Ahmed Akhchichine. Nach einem Mittagessen mit dem Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Mustapha Mansouri, wird Couchepin am Nachmittag von Premierminister Abbas el Fassi empfangen. (sda)

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