Couchepin trifft Kantone wegen KVG
Aktualisiert

Couchepin trifft Kantone wegen KVG

Der erste Teil der konferenziellen Vernehmlassung über die Krankenversicherungsrevision ist am Montag über die Bühne gegangen.

Gesundheitsminister Pascal Couchepin hat zum einen die kantonalen Sanitätsdirektoren und zum anderen die Leistungserbringer angehört, wie der Sprecher des Eidgenössischen Departements des Innern, Jean-Marc Crevoisier, sagte. Couchepin bezeichnete das Treffen mit den Kantonen in einem Bericht von Radio DRS 1 als objektiv, offen und interessant. Der Luzerner Regierungsrat Markus Dürr als Präsident der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) zeigte sich ebenfalls zufrieden. Befriedigt zeigte er sich insbesondere darüber, dass die Kantone gesondert zur Aussprache hatten kommen können. Zuerst sei ein Treffen mit «Krethi und Plethi» geplant gewesen, sagte Dürr im Radiobericht. Couchepin hatte im vergangenen März, drei Monate nach dem Scheitern der letzten KVG-Revision, ein erstes Revisionspaket geschnürt. Zentrale Elemente sind die Erhöhung des Selbstbehalts für Versicherte von zehn auf 20 Prozent und die Erhöhung der Maximalfranchise von 1.500 auf 2.500 Franken. Weiter sieht das Paket vor, die Pflegetarife bis zum In-Kraft-Treten einer Neuregelung spätestens Ende 2006 einzufrieren. Die Regelungen über die kantonalen Spitalbeiträge sollen zudem verlängert werden. Für den kommenden Donnerstag sind im Zuge der konferenziellen Vernehmlassung Treffen mit den politischen Parteien, Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften und Patientenorganisationen vorgesehen. (dapd)

Deine Meinung