Workouts in Pandemiezeiten - Covid-19 bringt Bewegung in die Fitness-Szene
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Workouts in PandemiezeitenCovid-19 bringt Bewegung in die Fitness-Szene

Seit dem ersten Lockdown machen viele vermehrt Workouts in ihren eigenen vier Wänden. Zwei erfolgreiche Influencerinnen aus den USA bringen nun neue Apps auf den Markt, die Workouts, Rezepte und sogar Trainingsausrüstung und Nahrungsergänzungsmittel anbieten.

von
Antonia Stickdorn
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Die kanadische Fitness-Influencerin Maddie Lymburner lanciert zum 1. August ihre eigene App

Die kanadische Fitness-Influencerin Maddie Lymburner lanciert zum 1. August ihre eigene App

instagram/madfit.ig
Pamela Reif, die wohl erfolgreichste Fitness-Influencerin Deutschlands, konnte ihre Followerschaft in Kürze fast verdreifachen. Heute zählt sie acht Millionen Follower auf Instagram. Seit Kurzem hat sie eine eigene App.

Pamela Reif, die wohl erfolgreichste Fitness-Influencerin Deutschlands, konnte ihre Followerschaft in Kürze fast verdreifachen. Heute zählt sie acht Millionen Follower auf Instagram. Seit Kurzem hat sie eine eigene App.

instagram/pamela_rf
Auch die Influencerin Lilly Sabri brachte im Juni eine eigene App auf den Markt.

Auch die Influencerin Lilly Sabri brachte im Juni eine eigene App auf den Markt.

instagram/lillysabri

Darum gehts

  • Seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie haben Fitness-Influencerinnen und -Influencer vermehrt wachsen können.

  • Einige der bekanntesten Fitness-Influencerinnen lancieren nun eigene Apps.

  • Die Zürcher Fitnessbranche wurde kreativ und konnte sich gut anpassen.

Die Covid19-Pandemie hat auch im Sport ein Umdenken angeregt

Im März 2020, als die Welt gefühlt stillstand, hatten auch diejenigen viel zu tun, die eine Vielzahl von Menschen mit ihren neuesten Home-Workouts zuhause fit hielten. Diverse lokale Fitnessstudios wurden aufgrund der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezwungen, kreativ zu werden, so Alessandra Giunta, Zürcher Fitness-Influencerin und Gründerin des Personal Training Boutique Studios BLG Sports. Sie kannte zu dem Zeitpunkt nur wenige Trainer und Kunden, die Online-Unterricht angeboten oder genutzt haben.

Die wohl bekannteste deutsche Fitness-Influencerin, Pamela Reif, sagte sie habe «seit Corona noch viel mehr zu tun als davor», berichtete der Stern im April 2020. Sie nutze die Zeit für «neue Projekte», so Reif weiter. Die Zeit hat sie schlau genutzt, denn durch ihre Ernährungstipps und wöchentlichen Workout-Pläne konnte sie ihre Followerschaft innerhalb von acht Wochen fast verdreifachen. Auf Instagram wie auf Youtube zählt sie, Stand heute, jeweils bis zu acht Millionen Follower. Ihre Methode ist einfach wie effektiv. Die Workout-Pläne, die sie sonntagabends auf ihrem Instagram-Kanal teilt, bestehen aus alten wie neuen Workout-Videos. Sie kreiert also nicht laufend Unmengen an neuen Inhalten. So hat durch die stetige Wiederverwendung ihr meistgesehenes Video «10 minute Ab Workout» innerhalb eines Jahres 57 Millionen Abrufe erzielt. Seit Anfang dieses Jahres hat Pamela Reif auch eine eigene App lanciert, in der man neben einem Blog und gesunden Rezepten auch die Möglichkeit findet, eigene Workout- und Meal-Pläne zu erstellen.

Fitness-Influencerinnen Lilly Sabri und Maddie Lymburner bringen neue Apps heraus

Dass mit Videos auf Youtube Geld verdient werden kann, ist nichts Neues. Auch in der Schweiz kann das Posten von Youtube-Inhalten zu einem lukrativen Nebenerwerb führen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass mit ca. 15,4 Millionen Views pro Jahr sogar ein durchschnittliches Jahreseinkommen erzielt werden kann. Auch andere Fitness-Influencerinnen haben vom Homeworkout-Hype zu Lockdownzeiten profitiert und ihre Followerschaft stark gesteigert.

Vor zwei Monaten hat nun auch die Influencerin und Physiotherapeutin Lilly Sabri eine App lanciert. Lean with Lilly bietet neben Workouts, Physio- und Ernährungstipps auch einen Shop für Trainingsmaterial und Nahrungsergänzungsmittel an. Innerhalb der letzten eineinhalb Jahre konnte sie ihre Youtube-Followerschaft von 30’000 auf drei Millionen steigern. Vor vier Jahren habe sie ihren Youtube-Kanal gestartet und war froh, 50 Views zu erzielen, schreibt sie in einem Instagram Post. Nach harter Arbeit und starkem Durchhaltewillen steht sie nun an der Spitze. Ihr meistgesehenes Video zählt 34 Millionen Ansichten.

Auch Maddie Lymburner, besser bekannt als Madfit, lanciert eine eigene App und hält ihre Followerschaft mit einem Countdown auf dem Laufenden. Die ehemalige Tänzerin plant, neben Workout-Videos, Tipps und Tricks auch gute und ausgewogene Ernährung an ihre Community zu bringen. Am kommenden Sonntag, dem 1. August, wird die App erscheinen.

Die Zürcher Fitnessbranche wurde kreativ

Das Balboa Gym in Zürich hat in Pandemiezeiten auch eine virtuelle Lösung für ihre Community geschaffen. Mit ihrer Live Trainingsplattform können ihre Kunden von zu Hause aus oder von unterwegs live mitschwitzen sowie auf eine Mediathek zugreifen. «Wir haben die Online-Workouts vor allem am Anfang der Pandemie dazu genutzt, auf authentische Art und Weise die Verbindung zu unserer Community zu halten», so Timo Klein, Head Coach von Balboa. Der Zuspruch seitens Kunden und Team sei überwältigend gewesen, denn auch die Workouts konnten einen mentalen Anker für die schwierige Phase darstellen, so Klein weiter.

Auch Alessandra Giunta von BLG schätze die Möglichkeit, viel mehr Menschen «unabhängig von Zeit und Ort», zu erreichen. «Ich bin mir sicher, dass Online-Trainings nie ein richtiges Training vor Ort mit anderen Menschen oder einem Personal Coach ersetzen werden», sagt sie. Der zwischenmenschliche Austausch vor, während und nach den Kursen sei besonders wichtig, und da wir mittlerweile fast alles von zu Hause aus machen, fehle das aktive Verlassen der Komfortzone vermehrt. Dieser Meinung ist auch Timo Klein, denn der direkte Kontakt zu den Menschen sei essenziell für Balboas Konzept und das Team von Balboa sei daher sehr froh, den Leuten bei Workouts vor Ort wieder persönlich begegnen zu können.

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