Neue Supervariante  - Covid-22 könnte laut ETH-Forscher noch schlimmer werden
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Neue Supervariante Covid-22 könnte laut ETH-Forscher noch schlimmer werden

ETH-Forscher Sai Reddy sieht dem kommenden Herbst und Winter skeptisch entgegen. Er warnt vor einer neuen Corona-Supervariante.

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chk/kat
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Der Wissenschaftler Sai Reddy warnt vor weiteren schwierigen Pandemie-Monaten. 

Der Wissenschaftler Sai Reddy warnt vor weiteren schwierigen Pandemie-Monaten.

ethz.ch 
Es könne sich eine neue Supervariante aus den bestehenden Varianten bilden: Beta aus Südafrika und Gamma aus Brasilien hätten Fluchtmutationen entwickelt, die den Antikörpern teilweise ausweichen könnten. (Symbolbild)

Es könne sich eine neue Supervariante aus den bestehenden Varianten bilden: Beta aus Südafrika und Gamma aus Brasilien hätten Fluchtmutationen entwickelt, die den Antikörpern teilweise ausweichen könnten. (Symbolbild)

AFP
«Covid-22 könnte noch schlimmer werden als das, was wir jetzt erleben», so der Forscher. 

«Covid-22 könnte noch schlimmer werden als das, was wir jetzt erleben», so der Forscher.

20min/François Melillo

Darum gehts

  • Laut einem ETH-Forscher entstand aus der Beta- und Gamma-Variante des Coronavirus eine Fluchtmutation.

  • Diese könne den Antikörpern teilweise ausweichen.

  • Auch wegen der tiefen Impfrate könnte ein harter Winter bevorstehen, so der Forscher.

Die Viruslast bei der Delta-Variante ist so gross, dass jeder Ungeimpfte ein potenzieller Superspreader ist, wie eine neue Studie zeigt. Doch das sei noch nicht die grösste Gefahr, sagte ETH-Forscher Sai Reddy dem «SonntagsBlick». Es könne sich eine neue Supervariante aus den bestehenden Varianten bilden: Beta aus Südafrika und Gamma aus Brasilien hätten Fluchtmutationen entwickelt, die den Antikörpern teilweise ausweichen könnten.

Delta sei zwar viel ansteckender, habe aber bis jetzt keine Fluchtmutationen gebildet. Doch die Entstehung einer Kombination sei unausweichlich, sagte Reddy. «Es ist die nächste Phase der Pandemie, wenn Beta oder Gamma infektiöser werden oder aber Delta Fluchtmutationen entwickelt. Das wird das grosse Problem des kommenden Jahres. Covid-22 könnte noch schlimmer werden als das, was wir jetzt erleben.»

Skeptischer Blick auf Herbst und Winter

Doch bereits ein Blick auf den Herbst und Winter stimmt den ETH-Forscher skeptisch. Er rechnet gemäss der Zeitung mit sechs sehr harten Monaten, vor allem wegen der tiefen Impfrate. Dazu Reddy: «Wenn die Impfrate nicht rasch steigt, können nur noch harte, einschränkende Massnahmen Schlimmeres verhindern.»

Doch auch wenn das Szenario eintrifft, dass sich mehr Leute impfen lassen, ist dies noch kein Sicherheitsgarant. Der Forscher ist sich sicher, dass eine neue Variante auftauchen wird, bei der man sich nicht nur auf die Impfung verlassen könne. Deshalb müsse sich die Bevölkerung in den nächsten Jahren auf mehrere Impfungen einstellen, die fortlaufend an neue Varianten angepasst würden.

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