Ärzte werfen These auf - Covid-Zeh könnte positives Zeichen sein
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Ärzte werfen These aufCovid-Zeh könnte positives Zeichen sein

Gerade zu Beginn der Pandemie rätselte die Welt über Menschen, die geschwollene und blau oder rot gefärbte Zehen bekamen. Zwei Ärzte der Uni Lausanne sehen darin eine positive Abwehrreaktion des Körpers auf das Virus.

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20 minutes/pme
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Ärzte vermuten hinter dem «Covid-Zeh» ein neues Corona-Symptom. Laut einem Paper, das zwei Ärzte am Unispital Lausanne publiziert haben, könnte es sich dabei um eine erfolgreiche Abwehrreaktion des Körpers auf das Virus handeln.

Ärzte vermuten hinter dem «Covid-Zeh» ein neues Corona-Symptom. Laut einem Paper, das zwei Ärzte am Unispital Lausanne publiziert haben, könnte es sich dabei um eine erfolgreiche Abwehrreaktion des Körpers auf das Virus handeln.

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In mehreren Ländern sind bei Hautärzten vermehrt Menschen mit frostbeulenartigen Schwellungen an Zehen, Füssen oder Fingern aufgetaucht.

In mehreren Ländern sind bei Hautärzten vermehrt Menschen mit frostbeulenartigen Schwellungen an Zehen, Füssen oder Fingern aufgetaucht.

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Da die Frostbeulen-Saison bereits vorbei ist, sehen Experten einen möglichen Zusammenhang mit dem Coronavirus. 

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Darum gehts

  • Ein Beitrag von zwei Ärzten stellt die Vermutung in den Raum, dass sogenannte Covid-Zehen Zeichen einer erfolgreichen Abwehrreaktion des Körpers auf das Virus sein könnten.

  • Solche Zehen wurden weltweit in den vergangenen Monaten bei Menschen festgestellt, die sich mit dem Virus infiziert hatten.

  • Die beteiligten Forscher wollen nun unter Mithilfe von Betroffenen Therapiemassnahmen für Covid-Erkrankte entwickeln.

Zwei Ärzte am Unispital Lausanne haben in einem Beitrag im Schweizer Medizinjournal eine interessante These aufgestellt: Die sogenannten Covid-Zehen seien kein Symptom des Virus, sondern vielmehr ein Zeichen, dass der Körper das Virus erfolgreich abgewehrt habe.

In den ersten Wochen und Monaten der Pandemie, im vergangenen Frühling, wurden weltweit Berichte von sogenannten «Covid-Zehen» geteilt. Auf Bildern waren Zehen zu sehen, die – ähnlich wie bei Frostbeulen – angeschwollen und farbig angelaufen waren.

Ahmad Yatim und Michel Gilliet berichten nun von ihren Beobachtungen, dass die meisten Betroffenen zwar negative Testresultate aufwiesen, aber von einer möglichen Übertragung berichteten. Dies führte sie auf die Fährte, dass vor allem Menschen, die das Virus erfolgreich abgewehrt hatten, die Zehenschwellung entwickelten. Die Daten, die sie in ihrem Beitrag teilen, belegen diesen Fund.

Auch mit Covid-Zehen sollte man sich nicht zu sehr in Sicherheit wähnen

Grund für die gutartige Reaktion auf das Virus seien sogenannte Typ-1-Interferone, eine Gruppe antiviraler Proteine. Menschen, bei denen diese nach Kontakt mit SARS-CoV-2 stark aktiviert würden, entwickelten eine natürliche Barriere gegen das Virus.

Doch die beiden Ärzte warnen vor zur grosser Zuversicht bei Betroffenen. Auch wenn sich die These bestätige, liesse sich daraus kein allgemein gültiger Schutz dieser Personengruppen feststellen. Sie können zum Beispiel genau so an Gastroenteritis erkranken wie von Covid betroffene Menschen.

Die Lausanner Mediziner wenden sich an mögliche Patientinnen und Patienten, die an Covid-Zehen leiden. Mit deren Hilfe wollen sie therapeutische Strategien für all diejenigen entwickeln, deren Immunsystem weniger erfolgreich auf das Virus reagiere, erklärt einer der beteiligten Ärzte.

Seit Beginn der Impfkampagne weltweit hat nun auch der Covid-Arm Berühmtheit erlangt. Einige Menschen, die mit einem mRNA-Impfstoff geimpft worden sind, entwickeln Hautrötungen und Schwellungen am betroffenen Arm. Wie Swissmedic bekannt gegeben hat, handelt es sich dabei aber über ein vorübergehendes Phänomen, das nicht gefährlich ist.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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