Irland-Krise: Cowen übersteht parteiinternen Aufstand
Aktualisiert

Irland-KriseCowen übersteht parteiinternen Aufstand

Der irische Ministerpräsident hat einen drohenden parteiinternen Aufstand vorerst abwenden können.

Brian Cowen.

Brian Cowen.

Bei einem Fraktionstreffen seiner Partei Fianna Fail am Dienstagabend gab es keinen direkten Herausforderer gegen ihn, auch wenn es starke Kritik an seinem Umgang mit der schweren Finanzkrise in dem Land gab.

Cowen hat Rücktrittsforderungen bislang zurückgewiesen und erklärt, er sei erst Anfang kommenden Jahres zu Neuwahlen bereit, wenn der Nothaushalt durch das Parlament gebracht sei und Verhandlungen mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über das Rettungspaket für Irland erfolgreich beendet seien.

Keinen Termin für Neuwahl

Cowen selbst nannte keinen konkreten Termin für die Neuwahl. Mit den abschliessenden Beratungen des neuen Haushalts wird nicht vor Ende Januar oder Februar gerechnet, so dass die Wähler voraussichtlich nicht vor März zu den Urnen gerufen werden.

Die Kabinettsmitglieder aus der Partei des Ministerpräsidenten hatten sich vor dem Fraktionstreffen zuversichtlich gezeigt, dass die Rebellen in den eigenen Reihen nicht genügend Stimmen zusammenbekommen, um einen Misstrauensantrag gegen Cowen zu stellen.

Spannungen zeigten sich derweil nicht nur in der Partei des Ministerpräsidenten, sondern auch zwischen der Fianna Fail und ihrem Junior-Partner in der Regierung, den Grünen. Diese hatten erklärt, sie erwarteten Wahlen für Ende Januar.

(dapd)

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