USA: Credit Suisse erhöht Elternzeit auf 20 Wochen

Aktualisiert

USACredit Suisse erhöht Elternzeit auf 20 Wochen

In den USA erhalten Mitarbeiter der Credit Suisse 20 Wochen bezahlte Eltern-Ferien. So will sie ihre Angestellten halten.

von
ish
Die Credit Suisse in New York: Ihre Mitarbeitenden erhalten eine längere bezahlte Elternzeit.

Die Credit Suisse in New York: Ihre Mitarbeitenden erhalten eine längere bezahlte Elternzeit.

An der Wall Street liefern sich die Banken ein Rennen um die besten Bedingungen für Eltern: Die Credit Suisse hat sich nun an die Spitze gesetzt und offeriert eine bezahlte Eltern-Auszeit von 20 Wochen, wie die Bank in den USA am Montag mitteilte. Laut der britischen Zeitung «Financial Times» gewähren die Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley ihren Bankern lediglich 16 Wochen.

Die Elternzeit kann in den USA während der ersten zwölf Monate nach Geburt des Kindes bezogen werden. Und sie gilt sowohl für Väter als auch für Mütter. In der Schweiz erhalten bei der Credit Suisse nur Mütter 16 Wochen bezahlte Auszeit direkt nach der Geburt. Nach vier Dienstjahren erhöht sie die Auszeit auf sechs Monate, wie die Credit Suisse-Sprecherin Charlotte Nelson zu 20 Minuten sagte.

Wettrennen um die besten Mitarbeiter

Die verantwortliche Leiterin von Credit Suisse Americas, Elizabeth Donnelly, begründete die Erhöhung der Elternzeit in den USA mit der Tatsache, dass die Mütter dort nach der Geburt im Schnitt 18 Wochen Auszeit nehmen würden, davon bislang sechs Wochen unbezahlt. Bei der Credit Suisse in den USA betrugen die bezahlten Elternferien zuvor zwölf Wochen.

«Wir fanden, wir mussten unsere Politik anpassen, um wettbewerbsfähiger zu sein», erklärte Donnelly der «Financial Times» zufolge. Die Wall-Street-Banken stehen, was Arbeitsbedingungen betrifft, in starker Konkurrenz zur Tech-Branche im Silicon Valley und müssen mit ihnen um die besten Mitarbeiter kämpfen.

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