Finanzkrise: Credit Suisse geht in die Offensive

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FinanzkriseCredit Suisse geht in die Offensive

Die Credit Suisse zeigt sich in der Finanzkrise robust: Der Grossbank wird im Private Banking viel neues Vermögen anvertraut, und auch im Investment Banking ist der Kundenzulauf laut CS-Chef Brady Dougan gut. Jetzt schaut sich die CS mögliche Übernahmekandidaten an.

Auf das neue Wettbewerbsumfeld sei das Modell der CS als integrierte Bank mit Private Banking, Investment Banking und Asset Management gut zugeschnitten, sagte Dougan am Mittwoch in London an einer Investorenkonferenz.

Gute Ausgangslage

Die langfristigen Wachstumsperspektiven für Vermögensverwalter seien intakt. Seine Bank sei gut positioniert und werde Nutzen daraus ziehen, sobald sich die Märkte drehten.

Die starke Bilanz der Bank sei ein Wettbewerbsvorteil. Mit einer Kernkapitalquote (Tier-1-Ratio) von 10,2 Prozent zum Ende des zweiten Quartals gehöre die CS weltweit zu den bestkapitalisierten Banken. Ihre Anstrengungen zur Reduktion der Risiko-Positionen setze die CS fort.

Übernahmemöglichkeiten

Die Credit Suisse halte in diesem Umfeld besonders nach Übernahmemöglichkeiten im Private Banking Ausschau, sagte Dougan. Er sei überzeugt, dass sich günstige Gelegenheiten ergeben würden.

Zudem biete sich eine ausserordentliche Chance, neue Talente anzustellen, sagte Dougan. So hätten in der jüngsten Vergangenheit etwa in den USA qualitativ hochstehende Beraterteams zur Credit Suisse gewechselt.

Nervöse Anleger

Der Auftritt von Dougan in London beruhigte am Mittwoch die nervösen Anleger: Die Angst vor unerfreulichen Neuigkeiten habe sich als unbegründet erwiesen, sagten Händler.

Die CS-Aktie machte ihren dramatischen Kurssturz von über 13 Prozent vom Morgen teilweise wieder wett und notierte am Mittag 6,5 Prozent tiefer auf 46.96 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) lag um 4 Prozent im Minus. (sda)

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