Immobilien: Credit Suisse kauft Basler Markthalle
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ImmobilienCredit Suisse kauft Basler Markthalle

Der Basler Markthalle Komplex, mit seiner Kuppel eine der weltweit grössten Bauten dieser Art, wechselt den Besitzer.

Die Credit Suisse -Anlagestiftung kauft der Allreal AG den Basler Markthalle-Komplex unweit des Bahnhofs SBB ab. Die historische Kuppel wird derzeit umgebaut; daneben entsteht ein Wohn- Turm. Das Nutzungskonzept werde beibehalten, teilte die CS am Montag mit.

Die Eigentumsübertragung an die Anlagegruppe Real Estate Switzerland der CS (CSA RES), die im Juli 2010 lanciert worden war, soll beim Abschluss der Bauarbeiten im Frühling 2012 erfolgen. Mit der Vermarktung, dem Center-Management und der Event-Vermietung bleibe die psm Center Management AG betraut.

Langfristiges Engagement

Die Anlagegruppe hält Werte von insgesamt rund 4,5 Mrd. Franken, wie CSA RES-Produktmanager Andreas Roth auf Anfrage sagte. Rund tausend Schweizer Pensionskassen seien angeschlossen. Die Markthalle sei für die CS ein langfristiges Engagement. Die CSA RES weist eine Ziel-Nettorendite von jährlich 4,5 bis 5 Prozent aus.

Der Marktwert zum Zeitpunkt der Eigentumsübertragung im Frühling 2012 wird auf knapp 94 Mio. Fr. beziffert. Der eigentliche Verkaufspreis bleibt indes laut Roth geheim. Er liege unter dem genannten Marktpreis, weil noch diverse Nebenkosten abzuziehen sind.

Gutes Angebot der CS

Allreal begründet den Verkauf des Prestigeprojektes mit einem guten Angebot der CS, die angefragt habe. Man verkaufe nicht aus Not, sagte Allreal-Sprecher Matthias Meier auf Anfrage. Per Ende 2010 sei die Markthalle mit einem aktuellen Gesamt- Investitionsvolumen von rund 87 Mio. Fr. in den Büchern gestanden.

Im neuen Wohnturm entstehen 45 Wohnungen. Unter der denkmalgeschützten Kuppel ist ein Einkaufscenter mit diversen Läden sowie eine Veranstaltungsfläche vorgesehen. Die Nebengebäude sollen verschiedene Dienstleistungsunternehmen und Büros beherbergen.

Kanton verkaufte für 19 Millionen

Die Basler Markthalle dient seit 2004 nicht mehr ihrem einstigen Zweck des Gemüsehandels: Die Basler Regierung hatte den Bau 2006 für 19 Mio. Fr. der Zürcher Allreal AG verkauft - unter Auflagen zum Denkmalschutz und zur öffentlichen Nutzung der Halle. Die Investitionen waren damals auf rund 60 Mio. veranschlagt worden.

Im vorausgegangenen Auswahlverfahren chancenlos geblieben war das von einer privaten Mäzenin unterstützte Projekt eines Polariums des Basler Zoos mit Pinguinen. Die 1928 und 1929 gebaute Halle zählt mit einem Kuppeldurchmesser von 60 Meter und einer Höhe von 25 Meter zu den weltweit grössten Bauten dieser Art.

(sda)

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